Fünf SEO-Trends für das Jahr 2020

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Auch in diesem Jahr tut sich einiges in der SEO-Welt. Deshalb haben wir fünf Trends ermittelt, die Du auf jeden Fall im Auge behalten solltest.

SEO-Trends 2020
SEO-Trends 2020, Quelle: eology GmbH

Zero-Click-Searches

Im Juni 2019 führten zum ersten Mal über 50 % der Suchanfragen bei Google zu keinem Klick. Zero-Click-Searches nehmen also immer weiter zu, weshalb bei Website-Betreibern immer öfter die Frage aufkommt: Wieviel Traffic kommt über die organische Suche zustande? Featured Snippets, Knowledge Graphs und FAQ-Box beantworten Nutzerfragen oft schon direkt in den Suchergebnissen. Soziale Medien wie Facebook und LinkedIn machen es bereits vor und versuchen, Nutzer so lange wie möglich bei sich zu behalten. Bei den Lead Ads auf diesen Netzwerken werden die Anfragen ohne Klick auf die Website direkt im Netzwerk erzeugt. Der User kann sogar auf seine angegebenen Daten zurückgreifen und muss diese nicht neu eingeben. Google hat in Bezug auf lokale Anfragen einen klaren Vorteil. Denn ein User, der nach einem Friseur in Volkach sucht, kommt schnell auf die Google Maps Ergebnisse. Der Friseur möchte in erster Linie Ladenbesuche erzeugen und keine Visits. Ist der Kunde mit den gefundenen Daten zufrieden, wird er direkt auf „anrufen“ klicken. Ein Besuch der Website ist also nicht immer nötig und das Geschäft hat einen Kunden dazugewonnen.

Suchergebnis zu Friseur in Volkach in Google Maps
Suchergebnis zu Friseur in Volkach in Google Maps, Quelle: Google

Markups

Strukturierte Daten waren bereits im Jahr 2019 ein Trend, der sich 2020 noch weiter fortsetzt. Die Verarbeitung von Daten wird immer besser, selbst wenn diese nicht mit schema.org ausgezeichnet sind. Der Begriff Suchmaschine verliert in diesem Zusammenhang an Bedeutung, man kann eher von einer „Findmaschine“ sprechen. Denn wie oben bereits erwähnt, spielt Google die Antworten oft direkt in den Suchergebnissen aus. Ein Klick auf das Suchergebnis ist oft nicht mehr nötig. Trotzdem bieten FAQ-Boxen, Featured Snippets oder Google Answers eine Chance für zusätzliche Aufmerksamkeit. Diesbezüglich rücken digitale Assistenten und damit verbunden Voice Search immer weiter in den Vordergrund. Auf das Jahr 2020 bezogen könnte sich deshalb das Speakable Markup durchsetzen, das momentan noch im Beta-Status ist. Mit diesem Markup zeigen Webmaster der Suchmaschine, welche Inhalte digitale Assistenten vorlesen sollen.

Content First

Content ist nach wie vor King. Wichtig ist und bleibt, dass Du ihn für den Nutzer und nicht für die Suchmaschine optimierst. Verstehe die Intention Deiner Nutzer und stelle sie mit relevanten sowie wertvollen Inhalten zufrieden. Im neuen Jahr solltest Du Dich deshalb fragen: Gibt es Content-Lücken, die meine Website nicht abdeckt? Und welche Content-Arten ranken überhaupt, also Videos, Tabellen, Fließtext oder etwas ganz anderes? Eine liebevolle und strukturierte Aufbereitung der Inhalte ist das A und O. Dabei werden Content-Themen immer wichtiger und Keywords geraten in den Hintergrund. Anstatt sich nur um einzelne Keywords zu kümmern, sollten Inhalte ein Thema ganzheitlich abdecken – mit Lösungen und Antworten auf die Fragen der User. Inhalte sollten ein Thema intuitiv und umfassend erlebbar machen, gleichzeitig aber auch die Geschäftsziele erfüllen.

Linkbuilding & Brand Building

Linkbuilding ist tot, es lebe das Linkbuilding? Die Prophezeihungen der Branche werden sich auch in diesem Jahr nicht erfüllen, dennoch wird sich Linkbuilding verändern: Auch hier kommt es immer stärker auf die Inhalte an. Denn Inhalte, die gerne gelesen werden, stellen für den Leser einen echten Gewinn dar. 2020 wird im Zusammenhang mit Linkbuilding auch der Aufbau der Marke immer wichtiger. Links und Medienplatzierungen, die den Traffic erhöhen, aber auch die Marke nach vorne bringen sind äußerst relevant. Linkbuilding-Aktivitäten müssen also auf die Marke ausgerichtet sein. Denn der Aufbau einer Marke, der Menschen vertrauen und mit der sie Geschäfte machen wollen, ist unerlässlich. Und dabei hilft Linkbuilding.

User fokussierte Optimierung

User Experience und Suchmaschinenoptimierung wachsen immer weiter zusammen. Das ist auch sinnvoll, denn beide Disziplinen sollten den Nutzer in den Vordergrund stellen. Dennoch gibt es hier untereinander Streitgegenstände. Ein UX-Designer würde beispielsweise auf einer Landingpage weniger wichtige Inhalte in erster Instanz „verstecken“, durch Tabs oder Accordions. Ein SEO hingegen würde die Inhalte trotzdem sichtbar zeigen, damit die Suchmaschine ihn nicht abstraft. Diese Widersprüchlichkeit befeuert allerdings nur die Diskussion um den wirklich relevanten Content für eine Landingpage. Um hier ein gutes Zusammenspiel von SEO und UX zu gewährleisten, solltest Du Kennzahlen wie Absprungrate und Verweildauer genauer unter die Lupe nehmen. A/B-Tests helfen, die Website schrittweise im Sinne des Nutzers zu verbessern. Das BERT-Update zeigt wieder, dass die nutzerorientierte Optimierung immer wichtiger wird, anstatt die Optimierung für einen Algorithmus.

Trends des letzten Jahres nicht aus den Augen verlieren

Viele Trends aus dem letzten Jahr sind auch noch dieses Jahr relevant, dazu zählen etwa:

  • E-A-T
  • Voice Search
  • Featured Snippets
  • Strukturierte Daten
  • User Experience

Mehr Informationen dazu bekommst Du in unseren Artikeln zu Suchmaschinenoptimierungs– und Content-Trends im Jahr 2019.

 

Ann-Kathrin Grottke hat ihr Medienmanagementstudium mit dem Bachelor abgeschlossen und ist Teil des eology-Marketing-Teams. Sie kümmert sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.

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