SEO Trends: Das erwartet uns im neuen Jahr

08 min

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2019

Das war 2021 los!

Kurz und knapp: Google Page Experience-Metriken geht unter anderem mit den Core Web Vitals im Mai 2021 live. Das heißt für uns: Nutzerfreundlichkeit und -zufriedenheit bekommen einen noch höheren Stellenwert und werden als große Rankingfaktoren eingeführt. Doch es gibt noch mehr, was uns im kommenden Jahr erwartet – hier kommen die SEO Trends 2021!

First things first: Google Page Experience

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Page Experience-Metriken sind Core Web Vitals. Diese sind dabei in erster Linie dafür da, Nutzer-unfreundliche Websites zu identifizieren. Sicher ist Google aktuell schon stark dahinter, diese Seiten besser zu bewerten. Doch mit den Core Web Vitals soll das Ganze für Webmaster messbar gemacht werden, sodass diese leichter Optimierungsansätze herausfinden können. Genaueres zu den Core Web Vitals erfährst Du in diesem Beitrag! Zusätzlich hat Google spezielle FAQs dazu veröffentlicht.

Dich interessiert das Thema Core Web Vitals brennend? Wie wärs dann mit unserem kostenfreien Crashkurs?

Hier haben wir Dir alle wichtigen Infos knackig und in schnell konsumierbaren Content-Pieces aufbereitet. Du bekommst dabei nicht nur eine Einführung von Google-Sprachrohr Martin Splitt höchstpersönlich, sondern auch:

  • Tipps, wie Du herausfindest, ob bei Deiner Seite Handlungsbedarf besteht
  • Eine Checkliste mit möglichen Optimierungsansätzen
  • Hilfestellungen zum Umgang mit der Google Search Console und dem dort enthaltenen Core Web Vitals-Report
  • Eine Vorlage für ein Google Data Studio Reporting, mit dem Du die Metriken immer im Blick behalten kannst

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Was Dich außerdem noch erwartet:

Mobile Only

Google setzt im neuen Jahr außerdem voll auf mobile Websites. Seit Jahren arbeitet die Suchmaschine auf diesen Zeitpunkt hin und nächstes Jahr ist es soweit: Google möchte zukünftig auf mobile optimiert Websites besser ranken. Die Suchmaschine setzt das um, indem nur noch ein Smartphone-Crawler die Seiten indexiert. Somit sind Desktop Only-Websites klar im Nachteil, da der Crawler diese komplett ignoriert. Aus diesem Grund solltest Du Deine Seiten unbedingt auf die Mobile First-Umstellung vorbereiten.

HTTPS und sichere Internetnutzung

Sicherheit ist Google sehr wichtig! Aus diesem Grund möchte die Suchmaschine potenziell schädliche Websites aus den Suchergebnissen entfernen. Dazu zählen beispielsweise solche Webseiten, auf denen sich böswilliger oder irreführender Content befindet (z.B. in Form von Spy- oder Malware). Diese schädlichen Seiten werden dann aus den Top-Suchergebnissen verbannt.

Außerdem werden sichere Websites mit einem SSL-Zertifikat (Secure Sockets Layer) ganz klar von Google bevorzugt. Dort sind Nutzerdaten nämlich besser vor Hacker-Angriffen geschützt. Spätestens im kommenden Jahr solltest Du deshalb auf HTTPS umsteigen, um weiterhin positive Rankingergebnisse erzielen zu können.

Keine aufdringlichen Interstitials

Interstitials sind Werbebanner, die den Besuch eines Users auf der Website unterbrechen, um höhere Aufmerksamkeit zu generieren. Nutzt Du diese und sorgst so dafür, dass Nutzer nicht mehr auf die gewünschten Inhalte zugreifen können, wird dies zukünftig ebenfalls verstärkt abgestraft. Gerade Pop-ups sind in diesen Fällen oft die Hauptschuldigen, da sie regelmäßig aufpoppen und Nutzer diese häufig nur schwer wieder geschlossen können.

Beispiele von Intersitials

Drei Beispiele von Interstitials, die den problemlosen Zugriff auf Content erschweren oder verhindern, Quelle: Google Search Central-Blog

Technical SEO

„Technisch bessere Websites genießen klare Vorteile.“

— John Mueller, Google

Javascript, Ladezeiten, WebP und Co. werden auch im kommenden Jahr wieder ein wichtiges Thema. Bist Du in diesen Bereichen also noch nicht so affin, solltest Du dringend aufholen. Hast Du den Durchblick, wird Dir das für die Verbesserung Deiner Rankings helfen. Hier einige Punkte, die in diesem Zug wichtig für Dich sein könnten:

  • Lösche ungenutzten Code
  • Aktiviere Deinen Cache
  • Erstelle Sitemaps
  • Optimiere Scripts und CSS-Dateien

Tipps zur Optimierung Deines PageSpeeds findest du in unserem eo:magazine.

Barrierefreiheit

Klickbarkeit von Links, Kontraste, Textgröße, etc. – das alles sind wichtige Punkte, die eine Seite barrierefrei gestalten. Das wiederum ist notwendig, wenn Du eine nutzerfreundliche Website erstellen möchtest. Usability wird auch im kommenden Jahr ein enorm wichtiger Faktor für Google, deshalb solltest Du darauf vorbereitet sein.

Indirekt: Social Signals

Shares und Likes sind in den sozialen Netzwerken nicht mehr wegzudenken. Auch wenn Google regelmäßig betont, dass Social Signals keine Rankingfaktoren sind und sein werden, können diese einen indirekten Einfluss auf Deine Auffindbarkeit in Suchmaschinen haben. Der Grund dahinter: Wird Dein Social Content viel geliked und geteilt, wirst Du als Experte wahrgenommen. Und dieser Expertenstatus entgeht auch Google nicht. Es lohnt sich also auch in den sozialen Netzwerken Inhalte zu veröffentlichen, die Deine Zielgruppe interessieren.

Voice Search

Alexa, Siri und Co. machen Voice Search immer prominenter. Für manche Generationen ist es dabei schon ganz normal geworden, ihre Frage einfach einem Sprachassistenten zu stellen, statt diese aufwendig in die Google Suche einzugeben. Auch wenn eine Vorbereitung auf Voice Search sehr aufwendig ist, solltest Du hier Dein Optimierungspotenzial prüfen. Diese Methode kann Deinen Nutzern nämlich einen großen Mehrwert bieten und Dir in Folge dessen zu mehr Conversions verhelfen. Deshalb ist es wichtig, Informationen auch für eine Sprachsuche aufzubereiten, sofern das für Deine Branche und Deine Produkte Sinn macht.

Virtual und Augmented Reality

Google arbeitet schon eine Weile daran, Augmented Reality in die Suche einzubauen. Suchst Du über die App auf Deinem Smartphone, kannst Du Dir sogar Tiere über AR zu Dir nachhause holen.

Gerade zur Produktdarstellung eignet sich diese Technik hervorragend, weshalb Du Dir überlegen solltest, ob es sich für Dich lohnen könnte auf AR oder VR zu setzen.

Der Dauerbrenner: Content

Semantik ist ein wichtiger Punkt, der uns alle im Jahr 2021 noch mehr begleiten wird. Google arbeitet immer mehr darauf hin, Texte im richtigen Kontext zu verstehen. Um dies zu erreichen, kannst Du bei einer Keyword-Recherche über WDF*IDF-Tools auch relevanzsteigernde Keywords ausfindig machen. Auch der Vergleich Deiner Texte mit der Konkurrenz ist wichtig. Dies geht beispielsweise über das Tool Termlabs.io. Doch das allein garantiert noch keine Top-Rankings! Ein guter Texter ist das A und O, um aus der Keyword-Recherche tollen Content zu zaubern. Content von Menschen für Menschen quasi – maschinell erstellte Inhalte haben lange ausgedient! Die gesamte Darstellung des Contents wird ebenfalls immer wichtiger, da dies gute Nutzer-Signale an die Suchmaschine sendet. Eine richtige Redaktion hilft Dir deshalb hierbei.

Zusätzlich ist es wichtig, dass Du auf die Suchintentionen Deiner Nutzer achtest. Nur, wenn Du diese beantwortest, ist Dein Content für Suchanfragen relevant und erscheint in den SERPs. Ebenso solltest Du nach dem E-A-T-Prinzip vorgehen. E-A-T steht für Expertise (Glaubwürdigkeit), Authority (Autorität) und Trustworthyness (Vertrauen). Durch diese Kriterien kannst Du Dich von Deinen Mitbewerbern abheben.

Außerdem ist eine regelmäßige Content-Hygiene sehr wichtig. Aktualisiere Deine Texte und Medien regelmäßig, sodass diese immer auf dem neusten Stand sind. Das sendet gute Signale an die Suchmaschine. Außerdem solltest Du schlechte oder veraltete Inhalte löschen! So erhältst Du eine abgespeckte und zielgerichtete Website.

Video Content als Chance auf gute Rankings

YouTube wird von Google immer mehr gefördert. Tatsächlich ist es die sichtbarste Seite innerhalb der Suchmaschine – noch vor Facebook und Wikipedia! Deshalb kann die Plattform ein effektives Mittel sein, um Reichweite zu erzielen und Deinen Nutzern einen Mehrwert zu liefern. Oftmals werden Videos als „snackable Content“ bezeichnet, weil sie etwas sind, das die User schnell auffassen können. So kannst Du auch komplexere Themen verständlich darstellen. Außerdem cool: Über Videos kannst Du sogar positive Rankings erzielen.

Longtail SEO

Eine weitere Chance sind Longtail-Keywords, um Zero-Click-Searches abzudecken. Bei Zero-Click-Searches besteht nämlich das Problem, dass Antworten bereits in den SERPs gegeben werden und somit von den Usern keine weiteren Seiten angeklickt werden. Über Longtail-Keywords kannst Du in diesem Fall komplexere Suchanfragen bedienen. Dank des BERT-Updates versteht Google diese Art von Keywords auch besser und verschafft Dir so entsprechend bessere Platzierungen.

So optimierst Du Deine Seite für 2021

Natürlich ersetzt die Page Experience-Metrik nicht die vorhandenen Rankingfaktoren. Vielmehr dient es als Ergänzung des Ganzen. Ein kontinuierlich wichtiger Faktor ist die Qualität Deines Contents. Mit folgenden fünf Tipps machst Du Deine Seite startklar für das neue Jahr:

  1. Wahl Deines Webhosting-Services: Dieser kann entscheidend sein, wie schnell Deine Website reagiert.
  2. Größe Deiner Seite: Achte darauf, dass z. B. Bilder optimiert sind, um die Größe Deiner Seite nicht unnötig aufzublähen. Auch JavaScript oder CSS kannst Du minifizieren. Unnötig große Dateien verschlechtern sonst den PageSpeed der Seite.
  3. Mobile Optimierung der Website: Ab 2021 werden Seiten nur noch mit einem Smartphone-Crawler durchsucht. Eine Mobile-Optimierung ist also unausweichlich.
  4. Garantie der Sicherheit: Wenn Deine Seite noch kein SSL-Zertifikat besitzt, um Daten zu verschlüsseln, solltest Du 2021unbedingt nachrüsten.
  5. Reduzieren bzw. Entfernen von Interstitials: Platziere keine riesigen Bannerwerbungen auf Deiner Seite, die Nutzer bei der Interaktion mit dieser stören. Setze auf subtilere Werbung. Das macht den Nutzer und auch Google glücklich.
Trends im Überblick

Das waren die fünf wichtigsten SEO-Trends 2020

SEO-Trends 2020
SEO-Trends 2020, Quelle: eology GmbH

Zero-Click-Searches

Im Juni 2019 führten zum ersten Mal über 50 % der Suchanfragen bei Google zu keinem Klick. Zero-Click-Searches nehmen also immer weiter zu, weshalb bei Website-Betreibern immer öfter die Frage aufkommt: Wieviel Traffic kommt über die organische Suche zustande? Featured Snippets, Knowledge Graphs und FAQ-Box beantworten Nutzerfragen oft schon direkt in den Suchergebnissen. Soziale Medien wie Facebook und LinkedIn machen es bereits vor und versuchen, Nutzer so lange wie möglich bei sich zu behalten. Bei den Lead Ads auf diesen Netzwerken werden die Anfragen ohne Klick auf die Website direkt im Netzwerk erzeugt. Der User kann sogar auf seine angegebenen Daten zurückgreifen und muss diese nicht neu eingeben. Google hat in Bezug auf lokale Anfragen einen klaren Vorteil. Denn ein User, der nach einem Friseur in Volkach sucht, kommt schnell auf die Google Maps Ergebnisse. Der Friseur möchte in erster Linie Ladenbesuche erzeugen und keine Visits. Ist der Kunde mit den gefundenen Daten zufrieden, wird er direkt auf „anrufen“ klicken. Ein Besuch der Website ist also nicht immer nötig und das Geschäft hat einen Kunden dazugewonnen.

Suchergebnis zu Friseur in Volkach in Google Maps
Suchergebnis zu Friseur in Volkach in Google Maps, Quelle: Google

Markups

Strukturierte Daten waren bereits im Jahr 2019 ein Trend, der sich 2020 noch weiter fortsetzt. Die Verarbeitung von Daten wird immer besser, selbst wenn diese nicht mit schema.org ausgezeichnet sind. Der Begriff Suchmaschine verliert in diesem Zusammenhang an Bedeutung, man kann eher von einer „Findmaschine“ sprechen. Denn wie oben bereits erwähnt, spielt Google die Antworten oft direkt in den Suchergebnissen aus. Ein Klick auf das Suchergebnis ist oft nicht mehr nötig. Trotzdem bieten FAQ-Boxen, Featured Snippets oder Google Answers eine Chance für zusätzliche Aufmerksamkeit. Diesbezüglich rücken digitale Assistenten und damit verbunden Voice Search immer weiter in den Vordergrund. Auf das Jahr 2020 bezogen könnte sich deshalb das Speakable Markup durchsetzen, das momentan noch im Beta-Status ist. Mit diesem Markup zeigen Webmaster der Suchmaschine, welche Inhalte digitale Assistenten vorlesen sollen.

Content First

Content ist nach wie vor King. Wichtig ist und bleibt, dass Du ihn für den Nutzer und nicht für die Suchmaschine optimierst. Verstehe die Intention Deiner Nutzer und stelle sie mit relevanten sowie wertvollen Inhalten zufrieden. Im neuen Jahr solltest Du Dich deshalb fragen: Gibt es Content-Lücken, die meine Website nicht abdeckt? Und welche Content-Arten ranken überhaupt, also Videos, Tabellen, Fließtext oder etwas ganz anderes? Eine liebevolle und strukturierte Aufbereitung der Inhalte ist das A und O. Dabei werden Content-Themen immer wichtiger und Keywords geraten in den Hintergrund. Anstatt sich nur um einzelne Keywords zu kümmern, sollten Inhalte ein Thema ganzheitlich abdecken – mit Lösungen und Antworten auf die Fragen der User. Inhalte sollten ein Thema intuitiv und umfassend erlebbar machen, gleichzeitig aber auch die Geschäftsziele erfüllen.

Linkbuilding & Brand Building

Linkbuilding ist tot, es lebe das Linkbuilding? Die Prophezeihungen der Branche werden sich auch in diesem Jahr nicht erfüllen, dennoch wird sich Linkbuilding verändern: Auch hier kommt es immer stärker auf die Inhalte an. Denn Inhalte, die gerne gelesen werden, stellen für den Leser einen echten Gewinn dar. 2020 wird im Zusammenhang mit Linkbuilding auch der Aufbau der Marke immer wichtiger. Links und Medienplatzierungen, die den Traffic erhöhen, aber auch die Marke nach vorne bringen sind äußerst relevant. Linkbuilding-Aktivitäten müssen also auf die Marke ausgerichtet sein. Denn der Aufbau einer Marke, der Menschen vertrauen und mit der sie Geschäfte machen wollen, ist unerlässlich. Und dabei hilft Linkbuilding.

User fokussierte Optimierung

User Experience und Suchmaschinenoptimierung wachsen immer weiter zusammen. Das ist auch sinnvoll, denn beide Disziplinen sollten den Nutzer in den Vordergrund stellen. Dennoch gibt es hier untereinander Streitgegenstände. Ein UX-Designer würde beispielsweise auf einer Landingpage weniger wichtige Inhalte in erster Instanz „verstecken“, durch Tabs oder Accordions. Ein SEO hingegen würde die Inhalte trotzdem sichtbar zeigen, damit die Suchmaschine ihn nicht abstraft. Diese Widersprüchlichkeit befeuert allerdings nur die Diskussion um den wirklich relevanten Content für eine Landingpage. Um hier ein gutes Zusammenspiel von SEO und UX zu gewährleisten, solltest Du Kennzahlen wie Absprungrate und Verweildauer genauer unter die Lupe nehmen. A/B-Tests helfen, die Website schrittweise im Sinne des Nutzers zu verbessern. Das BERT-Update zeigt wieder, dass die nutzerorientierte Optimierung immer wichtiger wird, anstatt die Optimierung für einen Algorithmus.

Viele Trends aus dem letzten Jahr sind auch noch dieses Jahr relevant, dazu zählen etwa:

  • E-A-T
  • Voice Search
  • Featured Snippets
  • Strukturierte Daten
  • User Experience

Mehr Informationen dazu bekommst Du in unseren Artikeln zu Suchmaschinenoptimierungs– und Content-Trends im Jahr 2019.

Diese vier SEO-Trends waren im Jahr 2019 top aktuell!

Die Suchmaschinenoptimierung entwickelt sich ständig weiter: Neues kommt hinzu, Altes wird verworfen. Dennoch zeichnen sich für das Jahr 2019 einige Trends und Entwicklungen ab:

Trend 1: Rich Snippets & strukturierte Daten

Die Google-Suchergebnisse werden ständig in ihrer Darstellung und vom Informationsgehalt verändert. Google erhält so eine Vielzahl an wertvollen Daten, die Rückschlüsse auf das Userverhalten geben. Ziel ist es, das Sucherlebnis der Nutzer stetig zu verbessern und immer mehr relevante Daten direkt in den SERPS darstellen zu können. Um an diese Informationen zu kommen, zieht Google sich dabei relevante Daten direkt aus dem Quellcode der Website. Diesen Prozess können Webseitenbetreiber unterstützen, indem sie wichtige Daten entsprechend im Quellcode kennzeichen, sodass Google diese leichter auslesen kann. Für die Darstellung von Rich Snippets benötigt Google also strukturierte Daten. Markups im Quelltext einer Webseite zeigen an, um welche Informationsart es sich bei Textteilen handelt. Eine Übersicht an Markups zeigt die Seite schema.org. Diese strukturierten Daten stellt Google im Rich Snippet beispielsweise als Öffnungszeiten, Eventdaten, Sternebewertung, Autor oder Anzahl der Kalorien dar. Da der Nutzer damit bereits in den Suchergebnissen viele Informationen erhält, erhöht sich die Click-Through-Rate. Weiterhin können strukturierten Daten die Informationen für den aktuellen Trend Voice Search bereitstellen.

Beispiel eines Rich Snippets für die Suche nach Apfelkuchen
Abbildung 1: Beispiel eines Rich Snippets für die Suche nach Apfelkuchen; Quelle: Google Suchergebnisse

Mit dem Structured Data Testing Tool bietet Google außerdem die Möglichkeit, die strukturierten Daten auf einer Website zu untersuchen.

Trend 2: Glaubwürdigkeit, Autorität & Vertrauen

Die Medic Updates zeigten es 2018: Google legt immer mehr Wert auf die Punkte Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness (E-A-T). Die Suchergebnisse sollen von Anfang an nur die beste, verständlichste und umfassendste Antwort liefern. Eine Etablierung als Experte schafft Autorität. Aber woran macht Google einen Experten fest? Kriterien sind zum Beispiel:

  • Die Seite stellt kontinuierlich neue Inhalte zu spezifischen Themen zur Verfügung.
  • Die Inhalte der Website werden oft gelesen und geteilt.
  • Die Seite hat eine hohe Präsenz und viele Follower.

Diese und weitere Kriterien variieren je nach Branche und Mitbewerbern. Die Glaubwürdigkeit einer Website kann beispielsweise durch die Bereitstellung von Informationen zum Autor und zum Unternehmen gestärkt werden. Dies unterstreicht außerdem die Themenexpertise. Darüber hinaus ist vor allem in den Zeiten von Fake-News dem Nutzer wichtig zu sehen, wer der Autor eines Artikels ist. Bei einem Blick in die Suchergebnisse fällt auf: Vor allem die Websites bekannter Marken genießen ein hohes Vertrauen. Der Nutzer erkennt die Marke wieder und stuft diese als vertrauenswürdig ein.

Die Stärkung von Glaubwürdigkeit, Autorität und Vertrauen gelingt 2019 vor allem dann nicht, wenn kein Online-Reputations-Management stattfindet. Auch die Verschleierung der Identität ist nicht empfehlenswert ebensowenig wie die Verwendung von Standard-Templates.

Das Featured Snippet beantwortet eine Nutzeranfrage kurz und prägnant ganz oben in den Suchergebnissen, weshalb man hier auch von der Position 0 als Rankingposition spricht. Die Inhalte des Snippets zieht Google sich aus Inhaltsphrasen einer Website, die laut Google die beste Antwort auf die Userfrage geben. Die Position 0 generiert sehr viel Traffic. Da das Snippet oft eine oder mehrere W-Fragen beantwortet, ist es ideal für die Voice Search. Die Optimierung für Sprachsuche ist ebenfalls ein Content-Trend für 2019.

Beispiel eines Featured Snippets
Abbildung 2: Beispiel eines Featured Snippets; Quelle: Google Suchergebnisse

Auch kleine Seiten haben bei großem Wettbewerb die Chance in einem Featured Snippet zu ranken. Es ist wichtig, zu wissen, was die Zielgruppe mit der Suchanfrage abdecken will und was sie von der Suche erwartet. Keywords, die bereits eine sehr gute Rankingposition besitzen, haben das größte Potenzial für solche Featured Snippets. Hierfür ist es wie beim Rich Snippet wichtig, dass der Inhalt strukturiert und übersichtlich auf der Webseite vorzufinden ist. Aus Erfahrungswerten sind aktuell Listen und Tabellen besonders geeignet für die Strukturierung. Ferner sollten Überschriften die Fragestellung aufgreifen, auch ein Q & A-Bereich auf der Website ist in diesem Zusammenhang sinnvoll. Das Tool ahrefs zeigt an, für welche Keywords einer Website Google ein Featured Snippet ausspielt.

Trend 4: RankBrain

Google führte RankBrain bereits 2015 als ein Teilsystem des Algorithmus ein. Dabei handelt es sich nicht um ein einfaches Update, sondern um eine richtungsweisende Veränderung. Seitdem zählt RankBrain neben Content und Links zu den Top 3 Rankingfaktoren. Circa 15 % der Suchanfragen täglich wurden noch nie gestellt. Hier tritt RankBrain in Aktion. Es benutzt künstliche Intelligenz sowie Machine-Learnings um solche sowie Longtail-Suchanfragen zu beantworten. Die KI lernt selbst dazu und wird von Sekunde zu Sekunde schlauer. Nutzer verwenden bei der Suche auch Phrasen, Fragen sowie vieles mehr. Deshalb versucht RankBrain diese zu kategorisieren, zu sortieren und einem Thema zuzuordnen. Bei der Sprachsuche integriert es die Anfrage, sodass das Muster für die Suchmaschine bearbeitbar ist. Für Websitebetreiber bedeutet das, dass der Content für die Suchintention relevant sein sowie dem Nutzer einen Mehrwert bieten muss. Im Vordergrund steht der User, nicht die Suchmaschine, was auch bei der Aufbereitung des Contents wichtig ist. Eine Website sollte viele und gute Texte für semantische Begriffe enthalten. Dabei ist es wesentlich, auf Keywords sowie sinnverwandte und themenrelevante Begriffe zu optimieren. Denn: Content und Content-Marketing werden immer wichtiger für Websites.

Fazit

Diese vier Trends sind für 2019 besonders relevant. Dennoch gibt es noch weitere Themen, die in diesem Jahr zentral sind. Dazu zählen beispielsweise die Sprachsuche, Linkbuilding und Backlinks, die User Experience sowie der Mobile-Index. Wichtig ist, dass bei allen Maßnahmen der Nutzer im Vordergrund steht.

 

Lara Meyer hat ihr Bachelorstudium der Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Betriebswirtschaft der Medien, an der FH in Würzburg abgeschlossen. Als Teil des eology-Marketing-Teams kümmert sie sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.

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