User Experience (UX)

Die User Experience, oder kurz UX, bezeichnet die gesamte Nutzungserfahrung, die Dein User mit Deiner Website hat. Sie geht über die reine Nutzung Deines Produkts oder Deiner Dienstleistung hinaus und umfasst das gesamte Erlebnis, wie z.B. den Kauf, die Verpackung, Deinen Support bei Rückfragen.

Gleich zu Beginn – Was ist der Unterschied zwischen User Experience, Usability & UX Design?

UsabilityUsability übersetzt Du am besten mit Gebrauchstauglichkeit oder Benutzerfreundlichkeit. Sie sorgt dafür, dass Dein User möglichst unkompliziert zu den Inhalten oder Produkten Deiner Seite gelangt, die er sehen möchte. Gute Usability wird in der Regel von den Nutzern gar nicht explizit wahrgenommen, schlechte hingegen schon.

User ExperienceDie User Experience erweitert den Begriff der Usability um die ästhetischen und emotionalen Faktoren. Diese können z.B. eine ansprechende Gestaltung, Aspekte der Vertrauensbildung oder der Spaß bei der Nutzung Deiner Website sein. Ein positives Erlebnis Deines Users, sorgt für eine nachhaltige Erfahrung und bleibt in seiner Erinnerung verankert.  

UX DesignUX Design konzentriert sich auf die Analyse, Kreation und Optimierung der Nutzererfahrung. Im optimalen Fall stellst Du komplizierte Sachverhalte auf Deiner Seite vereinfacht dar, um den Nutzer Deiner Seite schnell und unkompliziert an sein gewünschtes Ziel zu bringen.

Die Relevanz von UX

Eine gute User Experience auf Deiner Website ist ein klarer Wettbewerbsvorteil für Dich. Der Nutzer einer Website hat nicht die Motivation, um sich ausführlich mit einer Internetseite, einem Bestellprozess oder der Suche nach Information zu beschäftigen. Die Qualität der UX auf Deiner Seite ist ein Hebel, mit welchem direkt Einfluss auf die Conversion Rate genommen werden kann. Ebenfalls positiv für Dich kann sich die Verweildauer des Nutzers auf Deiner Seite auswirken. Fühlt sich der Nutzer in dem von Dir geschaffenem Umfeld wohl, ist die Gefahr eines Absprungs geringer und der Nutzer wird Deine Seite öfter besuchen um Informationen, Produkte oder Dienstleistungen zu erhalten.

Ist User Experience ein Ranking Faktor?

Die User Experience ist ein Faktor, der sich indirekt auf das Ranking in den SERPs auswirkt. Laut Aussagen von Google werten sie Kennzahlen wie die Verweildauer Deiner Nutzer, die Absprungrate und die Klickrate aus, welche mit in die Bewertung Deiner Website fließen.

Welche Methoden gibt es im User Experience Design? Die Wichtigsten für Dich im Überblick

Online Umfragen

Eine schnelle und einfach umzusetzende Methode, um die Denkweise und Bedürfnisse Deiner Zielgruppe zu Deinem Produkt in Erfahrung zu bringen. Die Teilnehmer füllen einen Online-Fragebogen aus. Anhand der erhobenen Daten kannst Du Deine Zielgruppe präzise Beschreiben oder Zielgruppen miteinander vergleichen.

Tiefeninterviews

In den Einzelgesprächen mit Teilnehmern Deiner Zielgruppe werden zentrale Bedürfnisse, Motivatoren und Bedenken analysiert. Daraus kannst Du den Mehrwert Deines Produkts sowie die Anforderungen an die Konzeption und das Design ableiten.

Feldstudien

Hier wird unter realen Rahmenbedingungen beobachtet, wie Nutzer und Kunden ein Produkt im Internet suchen, kaufen und ausprobieren. Mit Feldstudien erfährst Du wie Deine Zielgruppe an den Kauf Deiner Produkte herantritt und kannst bei Bedarf schnell nachbessern, um den Kauf Deines Produkts zum Erlebnis zu machen. Außerdem bekommst du die Möglichkeit Innovationspotenzial bei Deinen Produkten zu entdecken und Dir so einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Fokusgruppen

In Gruppen von ca. 10 Teilnehmern findet eine moderierte Diskussion statt. Dadurch erhältst Du ein differenziertes Meinungsbild Deiner Nutzer zu einem bestimmten Sachverhalt. Die Gruppendynamik innerhalb der Diskussion kann Dir neue kreative Perspektiven aufzeigen. Außerdem bekommst Du Aufschluss über Meinungsbilder und Ideen zu Deinem Produkt. Leider können bei Fokusgruppen einzelne Meinungen in der Gruppe untergehen. Damit Du die Ergebnisse später optimal analysieren kannst, wird die Diskussion oftmals per Video aufgezeichnet oder schriftlich protokolliert.

Card Sorting

Diese Methode eignet sich für Dich vor Allem für die Neukonzeption und Optimierung von Website Navigationen. Das hat für Dich den Vorteil, dass relevante Inhalte von den Nutzern Deiner Webseite schneller gefunden werden können. Hierzu verbessern die Probanden die Navigationsstruktur, indem die Probanden für sich selbst zusammengehörende Punkte gruppieren und eine Kategorie Benennung festlegen. Das Ergebnis ist aus Sicht des Nutzers eine verständliche Navigationsführung Deiner Webseite.

Eye-Tracking

Hier gibt es zwei verschiedene Varianten. Beim Eye-Tracking im Labor wird die Blickbewegung der Nutzer gemessen. Dadurch erfährst Du, ob relevante Botschaften und Interaktionselemente wahrgenommen werden, bzw. welche Elemente den Nutzer ablenken. Das Ergebnis bringt Dir eine detailreiche Analyse des Blickverlaufs, allerdings ist die Auswertung der Ergebnisse sehr aufwendig.
Die zweite Variante ist das virtuelle Eye-Tracking. Im Gegensatz zum Labor-Eye-Tracking werden hier die Blickverläufe durch moderne Software-Tools simuliert. Diese Methode ist kostengünstiger als die aufwendige Analyse im Labor und eignet sich besonders um Landingpages oder Startseiten zu analysieren. Durch die Simulation kann das Scroll-Verhalten eines richtigen Nutzers von dem der Software abweichen.

Welche Phasen hat der User Experience Design Prozess?

Darstellung der Designphasen des UX Prozesses in Form eines Zeitstrahls. Zu Beginn des Zeitstrahls steht die Recherche. Darauf folgen die Arbeitsschritte der Analyse, der Entwurf, die Konzeption und das virtuelles Design und die Implementierung. Der Prozess wird abgeschlossen mit der Evaluation.
Phasen des Design Prozesses
  1. Recherche: Die Recherche ist einer der wichtigsten Punkte im UX-Design Prozess. Ohne Sie weißt du nicht, für wen Du die Webseite entwickelst. Im Rahmen Deiner Recherche überlegst Du Dir unter anderem, welche Zielgruppe du ansprechen möchtest, was die Bedürfnisse dieser Personen sind und welches Layout Deine Zielgruppe anspricht. Du kannst Dir eine fiktive Person vorstellen, welche alle Eigenschaften Deiner Zielgruppe vereint.  Dieses Vorgehen nennt man auch das Erstellen einer Persona.
  1. Analyse: Wenn Du Deine Recherche abgeschlossen hast, gehst Du zur Analyse über. Hier kannst Du Deine Konkurrenz einmal unter die Lupe nehmen. Wie ist Sie aufgestellt, welche Themen hat Deine Konkurrenz und wie lösen Sie (Produkt-) Probleme. Hole Dir in dieser Phase so viel Inspiration wie möglich und notiere Dir „Best Practise“ Beispiele und „Worst Case“ Szenarien. So kannst Du für Deine Kunden die optimale Webseite kreieren.
  1. Entwurf: Jetzt wird es kreativ. Dein erster Entwurf muss gar nicht allzu detailliert sein. Erstelle Dir zum Beispiel ein Wireframe, der eine recht vereinfachte Form des späteren Designs zeigt. In einem Wireframe sind noch keine Bespielbilder, Texte oder das Corporate Design eingearbeitet.
  1. Konzeption & visuelles Design: Sobald Du mit Deinem Entwurf zufrieden bist, geht es an die visuelle Umsetzung. Verinnerliche Dir hierfür noch einmal das Corporate Design und die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe. Dein Design soll über alle Seiten hinweg konsistent sein, Dein Besucher wird das unterbewusst wahrnehmen. Fülle Deinen zuvor erstellen Wireframe mit Leben und gib ihm Texte und grafische Elemente.
  1. Implementierung: Dein Konzept und Dein Design stehen. Jetzt heißt es für Dich, das Ganze auf Deiner Webseite im Backend umzusetzen. Achte hierbei stets darauf, dass Deine Seite den Ansprüchen Deiner Zielgruppe entspricht. Behalte bei der Implementierung auch immer Deinen PageSpeed im Auge um die Seite so performant wie nur möglich zu gestalten.
  1. Evaluation: Deine Webseite ist fast fertig. Jetzt musst Du testen, testen, testen. Funktionieren alle Deine Buttons? Sind alle internen Verlinkungen und alle Backlinks richtig gesetzt? Ist Deine Menüführung logisch aufgebaut? Und am wichtigsten: Hat Deine Zielgruppe Spaß an der Nutzung Deiner Webseite? Sobald Du diese Punkte mit „Ja“ beantworten kannst, ist es an der Zeit Deine Seite zu veröffentlichen.

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