Pagespeed

Pagespeed ist ein sehr wichtiger Qualitätsfaktor für jede Internetseite. Nicht nur für das Ranking in den Google Suchergebnissen ist er sehr wichtig, sondern auch für die Nutzer und Conversions spielt die Seitenladezeit eine primäre Rolle. Sekunden entscheiden bereits über Gewinn und Verlust.

Die Relevanz von Pagespeed

Laut Google gehen gute User Experience und ein gutes Ranking Hand in Hand. Die Seitenladegeschwindigkeit ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Natürlich landen auch Websites mit einer durchschnittlichen Ladezeit in den SERPs. Das ist allerdings eher die Ausnahme, als die Regel. Wenn der Content auf zwei Websites gleich gut ist, dann kann der Pagespeed ein entscheidender Faktor sein, um auf der besseren Position zu stehen.

Mehr Traffic dank besserer Position in den SERPs

Die Seitenladezeit ist ein offizieller Rankingfaktor in Google. Je schneller eine Webseite ist, desto besser. Dabei achtet Google auf einige Richtwerte, um die Geschwindigkeit vollumfänglich zu messen. Denn die Ladezeit ist mehr als nur ein einzelner Wert. Sie besteht aus vielen Einzelwerten, die ein Gesamtbild ergeben.

  • Time to first Byte: Diese Zeit misst die Dauer von Anfrage des Browsers bis hin zum ersten Byte, das der Server sendet.
  • Time to Interactive: Misst die Zeit bis die Seiteninhalte interaktiv sind und auf Nutzerinput reagieren.
  • Speedindex: Analysiert wie lange es dauert bis sichtbare Inhalte geladen werden.
  • First Contentful Paint: Gibt an wann der erste visuelle Inhalt geladen ist und dargestellt wird.

Web Vitals von Google als neue Richtwerte für Pagespeed

Die oben genannten Metriken sind inzwischen etwas angestaubt. Google verwendet inzwischen eher die neuen Web Vitals, die ebenfalls bald als Rankingfaktoren in den Algorithmus mit aufgenommen werden. Mit Hilfe der Web Vitals will Google noch mehr die User Experience beim Laden einer Seite verbessern, indem vor allem relevante Faktoren für Nutzer im Fokus stehen.

  • Largest Contentful Paint (LCP): Damit ermittelt Google das größte Element der Seite und wie lange es dauert bis das Element geladen ist.
  • First input delay (FID): Der FID misst wie schnell die Seite reagiert, wenn ein Nutzer eine Aktion durchführt (z.B. einen Klick).
  • Cumulative layout shift (CLS): Ein CLS tritt auf, wenn sich Bereiche der Seite beim laden verschieben. Je stärker die Verschiebung, desto höher der CLS Wert.

Diese drei Leistungsmesswerte werden ab nächstem Jahr ein offizieller Rankingfaktor und sind somit relevant für das Ranking innerhalb der Google Suchergebnisse. Daher sollten sie bereits jetzt analysiert und ggf. optimiert werden.

Mehr Umsatz dank mehr Conversions

Es gibt unzählige Experimente und Ergebnisse, die den Zusammenhang zwischen Seitenladezeit und Conversions belegen. Deshalb ist eine Optimierung der Ladezeit nicht für das Ranking in Google sehr nützlich, sondern kann auch nachhaltig den Umsatz der Website steigern. Selbst wenn die Maßnahmen zur Verbesserung keinen signifikanten Push in den SERPs bringen, so steigern sie zumindest in den meisten Fällen die Conversion Rate.

Die Pagespeed Insights von Google

Einer der besten und nützlichsten Tests zur Ermittlung der Ladegeschwindigkeit ist der Pagespeed Test von Google. Dieser zeigt in den Ergebnissen nicht nur die getesteten Werte für die Seitenladezeit, sondern gibt auch noch konkrete Werte mit an, die von Nutzerdaten stammen. Dadurch haben Entwickler die Möglichkeit zu sehen, wie sich die Seite unter Testbedingungen schlägt und wie sie tatsächlich für Nutzer performt.

Das Ergebnis eines Pagespeed Insights Tests gibt wertvolle Einblicke in die Ladezeit einer Seite und welche Stellschrauben gedreht werden müssen.

Der Pagespeed check von Google ist also sehr hilfreich, um die Leistung der eigenen Seite zu überprüfen. Neben den Ergebnissen gibt er den Nutzern direkt Handlungsmöglichkeiten an die Hand und teilt einem mit, welche Bereiche der Seite noch nicht optimiert sind. Außerdem sind die Werte und Zahlen anschaulich dargestellt, sodass auch unerfahrene Tester mit den Ergebnissen umgehen können. Insgesamt sind die Pagespeed Tools von Google ein starkes Werkzeug, um den Schwächen der eigenen Seite auf die Schliche zu kommen.

Weitere Tools zur Ermittlung der Seitenladezeit

Google bietet vor allem für Entwickler einen weiteren Test an, um die Seitenladezeit zu ermitteln. Dieser befindet sich innerhalb der Dev Tools und nennt sich Google Lighthouse. Er ist Teil der Pagespeed Insights und liefert die Ergebnisse für den Labortest. Allerdings sind die Werte im offiziellen Lighthouse Test detaillierter und vielseitiger. Deshalb empfiehlt es sich beide Tests durchzuführen, damit die Website und ihre Ladezeit bestmöglich analysiert ist.

Weitere bekannte Tools sind GTmetrix und vor allem WebPageTest.org. Letzterer ist auch von Google angesehen und gibt dem Nutzer sehr viele Werte zurück. Unter anderem visualisiert der WebPageTest sehr anschaulich, wie viele Anfragen der Browser senden muss und wie viele Inhalte der Server sendet. Damit lassen sich Defizite im File Management aufdecken, die eventuell durch Lighthouse und Pagespeed Insights unentdeckt geblieben wären.

Mit Plug-Ins die Ladezeit ganz leicht optimieren

Auch bei WordPress ist Pagespeed ein wichtiges Thema. Allerdings bringt WordPress für Ladezeitenoptimierung auch Lösungen in Form von Plug-Ins mit. So hilft das Hummingbird-Plug-In die Seitenladezeit leicht und unkompliziert zu verbessern. Im Plug-In kann festgelegt werden, welche Java Script und CSS Instanzen asyncron geladen werden sollen und welche erst zum Schluss ausgeführt werden sollen (=defer). Dadurch lädt die Seite schneller, da der Browser nicht durch das Rendern von Java Script unterbrochen wird. Jedoch dürfen nicht sämtliche Dateien via defer (zum Schluss) ausgeführt werden. So muss jQuery zwangsweise früh ausgeführt werden, da die Seite andernfalls nicht korrekt funktioniert. Dennoch kann jQuery asyncron, also parallel mit anderen Dateien, heruntergeladen werden.

Alles in allem ist der Pagespeed sehr wichtig, um sowohl das Google Ranking positiv zu beeinfluss als auch die Conversions effektiv zu steigern. Bei geschickter Optimierung profitiert die Website doppelt von den Maßnahmen. Oft sind es nur kleine Stellschrauben, die große Änderungen an der Ladezeit bewirken. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Optimierungsmöglichkeiten für eine Website immer.

Fragen zum Thema Pagespeed:

Nach welchen Metriken sollte man aus SEO-Sicht eine Page-Speed-Optimierung vornehmen?

Wichtig sind vor allem die Time to first Byte, sowie first contentful paint und largest contentful paint. Für die Zukunft sollten auch die Web Vitals von Google beachtet werden. Häufig profitieren viele Bereiche von einer Optimierung der JavaScript Dateien.

Wie optimiere ich die Ladezeit meiner Website?

Das ist immer abhängig vom Grund für die langsame Ladezeit. Ein guter Ansatz sind Bilder. Diese können komprimiert werden und in moderne Formate wie WebP umgewandelt werden, um kleinere Dateigröße zu erhalten. Diese kann der Browser schneller herunterladen und spart dadurch bereits viel Ladezeit.

Was kostet die Ladezeit Optimierung bzw. PageSpeed Optimierung durchschnittlich?

Das ist schwer abzuschätzen. Je nachdem wie schwerwiegend die technischen Probleme und wie komplex diese zu beheben sind. Viele Dinge können jedoch automatisiert werden und sparen somit Zeit.

Auf welche Faktoren achtet Google PageSpeed Insights?

Pagespeed Insights von Google achtet auf einige Leistungswerte zur Ermittlung der Seitenladezeit. Unter anderem: First contentful Paint, Speed Index und Time to first Byte. Die Faktoren haben eine unterschiedliche Gewichtung, die dann den Score ergeben.

Warum ist PageSpeed Optimierung wichtig?

Die Seitenladezeit ist neben dem Ranking in den SERPs von Google auch für die Conversions einer Seite sehr wichtig. Es ist bewiesen, dass bereits Zehntelsekunden weniger Ladezeit zu mehr Verkäufen führen.

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