Viral Marketing

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Was ist Viral Marketing?

Werbebotschaften, welche sich rasant verbreiten, bezeichnet man als virales Marketing. Sie verbreiten sich innerhalb kürzester Zeit über die verschiedensten Marketingkanäle, wie zum Beispiel Social Media. Virales Marketing wird auch als „Mundpropaganda“ des Internets bezeichnet – im Englischen als Word of Mouth. Bei viralen Marketingkampagnen wird der User zum freiwilligen Träger bei der Verbreitung der Werbebotschaft, indem er den Inhalt teilt. Oftmals steht bei dieser Art des Marketings keine klare Botschaft im Vordergrund, sondern die Verbreitung und Bekanntmachung einer Marke oder eines gesellschaftlichen Themas. Die Instrumente des Viral Marketings reichen von Videos und Memes über Gewinnspiele und Influencer-Kooperationen bis hin zu E-Mail-Kampagnen. Entscheidend ist, dass der Content einen echten Mehrwert bietet – sei es durch Unterhaltung, Emotionalität oder Information. Um virale Marketingkampagnen zu starten, eignen sich besonders gut Online-Marketing Kanäle wie:

Welche Ziele hat virales Marketing?

Das Ziel von Viral Marketing ist es, innerhalb kürzester Zeit so viele Menschen wie möglich mit der Werbebotschaft zu „infizieren“, also zu erreichen. Die User sollen sich für die beworbenen Marken oder Produkte begeistern. Das führt dazu, dass sie die Message von sich aus an ihre Familie und Freunde weitergeben. So wird der User vom passiven Empfänger zum aktiven Verbreiter des „Virus“, wodurch noch mehr begeisterte Leads generiert werden können. Dadurch vergrößert sich die Reichweite und Zielgruppe sehr schnell. Wie Du merkst, unterscheidet sich das Prinzip von viralem Marketing stark von den klassischen Werbemaßnahmen wie Printmedien, Anzeigen oder Google Kampagnen.

Wie plant man eine erfolgreiche Viral-Marketing-Kampagne?

Viele Kampagnen im viralen Marketing sind keine Selbstläufer. Es benötigt hierzu eine klare Konzeption, Planung und strategische Durchführung, wie bei jeder anderen Kampagne auch. Damit Deine Marketingkampagne auch wirklich viral erfolgreich ist, solltest Du diese Faktoren beachten:

Die Idee

Deine Idee sollte so einzigartig und kreativ wie nur möglich sein. Sie bildet die Grundlage für Deine Kampagne. Für den User muss es sich lohnen, darüber zu berichten. Es sollte also definitiv ein Mehrwert vorhanden sein. Es reicht manchmal sogar aus, mit der Werbebotschaft einen „Köder“ zu legen und nicht die Marke oder das Produkt in den Fokus zu stellen. Auch Emotionalität ist oft ein wichtiger Faktor, der dafür sorgt, dass über Deine Kampagne gesprochen wird.

Das Ziel

Definiere Dir ein Ziel für die Kampagne und gehe strukturiert vor, um dieses zu erreichen. Wähle Deine ersten Multiplikatoren und Kanäle für die Verbreitung.

Die Verbreitung

Wähle die Verbreitungsmöglichkeiten so simpel, wie es nur geht. In den sozialen Netzwerken kann dies durch Likes oder Shares geschehen. Bilder, Grafiken und Videos können hier sehr einfach eingebunden werden und auch die Verbreitung dieser gelingt den Nutzern mit wenigen Klicks.

Der Mehrwert

Um den Nutzer zu motivieren, Deinen Inhalt zu verbreiten, kannst Du zum Beispiel mithilfe eines Gewinnspieles einen Mehrwert schaffen. Auch das Liefern von Informationen, die zur Aufklärung über bestimmte Thematiken dienen, können der ideale Mehrwert für Deine Kampagne sein. Inhalte, die Deine Nutzer oder Zuschauer auf einer emotionalen Basis erreichen, sind zudem häufig viral erfolgreich.
Wie erfolgreich Deine Kampagne ist, kannst Du über Webanalyse-Tools wie Google Analytics auswerten. Dies setzt allerdings voraus, dass Du zählende Links im Einsatz hast. Diese Art von Links lässt Dich über Google Analytics auswerten, wie viele User den Link angeklickt haben. Die gängigen Social-Media-Kanäle verfügen außerdem über ihre eigenen Monitoring-Tools, welche Dir beim Auswerten hilfreich sein können.

Die Vor- und Nachteile von viral Marketing

Wie bei nahezu allen Dingen gibt es auch bei dieser Form des Marketing Sonnen- sowie Schattenseiten. Um Dir einen besseren Überblick zu verschaffen, haben wir Dir hier einige Pro und Contras aufgeführt.

Pro
Contra
Geringer Kosteneinsatz, da die User die Verbreitung kostenfrei übernehmen  
Keine komplette Steuerung der Kampagne möglich
Bei Empfehlungen durch vertraute Personen oder Influencer, wird dem Inhalt mehr Aufmerksamkeit geboten
Wird die Botschaft negativ aufgefasst, kann dies das Image des Unternehmens schädigen
Bessere Sichtbarkeit des Unternehmens und der Marke
Die Erfolgsmessung ist oft schwierig und nur mit hohem Rechercheaufwand über verschiedene Tools möglich
Die Werbebotschaft kann sich innerhalb kürzester Zeit im Internet verbreiten und von den Nutzern geteilt werden

Mit Influencer Marketing zu mehr Reichweite! In unseren eo:magazine Artikel „How to… Influencer Marketing“ erfährst Du alles ausführlich zu diesem Thema! 💡

Instrumente des Viral Marketings: Welche Formate funktionieren?

Die Wahl der richtigen Instrumente im Viral Marketing entscheidet maßgeblich darüber, ob eine Kampagne sich verbreitet oder im Sand verläuft. Die wichtigsten Instrumente im Überblick:

1. Virale Videos

Videos sind das wirkungsvollste Instrument im viralen Marketing. Sie werden auf Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram Reels geteilt und können innerhalb von Stunden Millionen Menschen erreichen. Entscheidend: emotionaler Inhalt, Überraschungsmoment oder Humor.

2. Memes & Bildformate

Memes verbreiten sich besonders schnell, weil sie einfach zu konsumieren und mit einem Klick weiterzuleiten sind. Sie eignen sich vor allem für jüngere Zielgruppen und informelle Markenauftritte.

3. Gewinnspiele & Challenges

Interaktive Formate wie Gewinnspiele (z. B. „Markiere drei Freunde und gewinne…“) oder Social-Media-Challenges (z. B. Ice Bucket Challenge) motivieren Nutzer aktiv zur Teilnahme und Weiterverbreitung. Sie kombinieren Mehrwert (Gewinnchance) mit niedrigschwelliger Interaktion.

4. Influencer-Kooperationen

Durch die gezielte Zusammenarbeit mit Influencern kann eine Botschaft innerhalb einer bereits aufgebauten, loyalen Community verbreitet werden. Besonders Micro-Influencer erzielen dabei oft höhere Engagement-Raten als große Accounts.

5. Virales Storytelling & Kampagnen-Spots

Emotionale Kurzfilme oder Werbegeschichten (wie der EDEKA-Spot „Heimkommen“) setzen auf starke narrative Elemente, die Menschen dazu bringen, den Content freiwillig zu teilen – nicht wegen des Produkts, sondern wegen der Geschichte.

6. Guerilla-Marketing online

Unerwartete, kreative Aktionen im digitalen Raum – zum Beispiel ein provokanter Post, eine unerwartete Markenreaktion in den Kommentaren oder ein inszenierter „Zufallstreffer“ – können organisch viral gehen, wenn Timing und Kontext stimmen.

7. E-Mail & Messenger-Kampagnen

Auch klassischere Kanäle wie E-Mail oder WhatsApp-Weiterleitungen können virales Potenzial entfalten, wenn die Botschaft persönlich, exklusiv oder besonders nützlich ist.

Erfolgreiche Beispiele für virales Marketing

Gerade bei dieser Form des Marketings spielen Bilder und Videos eine sehr große Rolle. Die Nutzer reagieren auf optische Einflüsse stärker als auf Text. Die bekanntesten viral Marketingkampagnen haben ebenfalls Videos genutzt:

Videos lassen sich nachweislich für User schneller erfassen und bleiben somit länger im Gedächtnis.

Ein weiteres großartiges Beispiel von viral Marketing ist die Gewinnspiel-Kampagne von Got Bag. Hierbei setzt das nachhaltige Unternehmen komplett auf Social Media und Influencer und verzichtet auf aufwendige Video-Clips. Mit der Verlosung eines Vans trifft Got Bag dabei genau den Nerv der Zeit und sorgt so dafür, dass ihre Bekanntheit und Reichweite innerhalb kürzester Zeit rasant steigt. So gelingt es der Firma in nur einem Tag 200.000 neue Abonnenten für ihren Instagram-Kanal zu sammeln.

Das Bild zeigt die virale Instagram Gewinnspiel-Kampagne von Got Bag
Screenshot der viralen Gewinnspiel-Kampagne von Got Bag auf Instagram

Jule Langheim studierte Medienmanagement an der Technischen Hochschule Würzburg. Bei eology ist sie im Marketingteam vor und hinter der Kamera verantwortlich für die Contentplanung und -erstellung. Außerdem kümmert sie sich um die Vermarktung der Agentur über die Social-Media-Kanäle und die Durchführung der eology-Webinare.

Jule
Langheim
, Marketing Manager j.langheim@eology.de +49 9381 5829048