Mit Social Media Content voll durchstarten

25 min

Was ist Social Media Content überhaupt?
Was macht Social Media Content so besonders?
Welche Social Media Plattformen gibt es?
How To: Entwickeln einer Social Media Content-Strategie
Content, der zu Dir passt – Entwickle Ideen und lass Dich inspirieren
Wie kannst Du den Erfolg Deines Social Media Marketings messen?
Fazit

Was ist Social Media Content überhaupt?

Kurz gesagt geht es bei Social Media Content um alle Inhalte, die ein Unternehmen oder eine Privatperson auf einem der zahlreichen Sozialen Netzwerke teilt. Bei den Inhalten kann es sich um verschiedenste Content-Arten handeln – egal ob Foto, Text oder Video, geteilt werden kann beinahe alles. Mittlerweile haben sich die sozialen Medien sogar zu einer richtigen Informationsquelle entwickelt. Der Verwendungszweck von Social Media ändert sich also: Früher wurden Facebook und Co. hauptsächlich zur Kommunikation genutzt und um Freunden und Bekannten mitzuteilen, was im eigenen Leben passiert. Heute werden Neuigkeiten und Nachrichten aus aller Welt über Social Media anstelle von Zeitung oder Fernsehern bezogen. Social Media Content ist somit eine Ersatzquelle, die informiert. Eben das ist für Unternehmen interessant, weshalb Soziale Netzwerke unbedingt Bestandteil der Marketing-Strategie sein sollten. Content um des Contents Willen bringt Dir allerdings nichts. Wie bei jeder Content-Art ist es wichtig, dass Du nicht wahllos Inhalte veröffentlichst. Sie müssen auf die Zielgruppe abgestimmt sein und Deinen Followern einen Mehrwert liefern.

Was macht Social Media Content so besonders?

Das spannende an Social Media sind die Interaktionen, von denen Dein Profil lebt. Durch Likes und Kommentare können User gezielt mitteilen, wie gut sie Deine Inhalte finden. Du erhältst also umgehend Feedback von Deinen Followern. Zusätzlich kann der Content sehr leicht geteilt werden. Das erhöht die Reichweite und führt im besten Fall zu einem echten viralen Trend. Das Teilen kann man hierbei mit Mundpropaganda vergleichen. Ein User empfiehlt dadurch Inhalte allen Personen, mit denen er vernetzt ist, da die von ihm geteilten Inhalte in deren Feed ausgespielt werden. Sie können diese dann wiederum liken oder teilen und weiter in ihrem eigenen Netzwerk verbreiten. Mit Social Media Content eröffnest Du Dir und Deinem Unternehmen somit die Möglichkeit, „Face-To-Face“, wenn auch nur virtuell, mit Deinen Followern zu interagieren. Die sozialen Plattformen sind somit ein nicht zu unterschätzender Kommunikationskanal.

Welche Social Media Plattformen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl an Social Media Diensten. Je nach Plattform verfolgen sie jedoch unterschiedliche Ziele oder sprechen unterschiedliche Zielgruppen an. Anhand des Social Media-Prismas bekommst Du einen Einblick in die breite Masse der möglichen Kanäle. Außerdem siehst Du hier direkt eine grobe Gliederung aller Dienste. Du wirst dabei Plattformen finden, die Du vielleicht im ersten Moment nicht als Social Media eingestuft hättest – Evernote oder FAZ.net zum Beispiel. Dann gibt es wiederum die Klassiker, die wohl jedem geläufig sind wie Facebook, Instagram, Twitter oder LinkedIn.

Social Media Prisma – Die Sozialen Netzwerke Deutschlands im Überblick, ©Ethority

Wie Du siehst, gibt es für so ziemlich jeden Deiner Lebensbereiche die Möglichkeit, Teil einer Social Media-Plattform zu werden. Sei es Sport, Essen, Reisen, Musik oder Arbeit und Beruf – Dir sind keine Grenzen gesetzt. Doch natürlich bieten sich nicht alle Dienste perfekt an, um sie für Dein Unternehmen einzusetzen. Im Folgenden werden Dir einige der bekanntesten und am besten funktionierenden Social Media-Kanäle vorgestellt, die sich mittlerweile in den Marketing-Strategien etabliert haben.

Facebook

Facebook ist vermutlich jedem ein Begriff. Die soziale Plattform gibt es in der Form, wie wir sie heute kennen, seit 2004. In den vergangenen Jahren hat sich allerdings einiges getan. Designtechnisch hat sich die Plattform weiterentwickelt, und es gibt noch mehr: Facebook kaufte nicht nur die Plattform Instagram (im Jahr 2012), sondern ebenfalls den Messenger-Dienst WhatsApp (im Jahr 2014) auf. Mit allen drei Apps hat die Facebook Inc. insgesamt knapp 3 Milliarden Nutzer und ist weltweit präsent. Täglich sind alleine auf Facebook 1,7 Milliarden User aktiv.  Die Community ist dabei gemischt. Während früher eher junge Menschen auf der Plattform unterwegs waren, werden inzwischen auch immer häufiger Personen Ü60 aktive Mitglieder.

KPIs zur Erfolgsmessung von Social Media Content
Statistik der täglich aktiven Facebook-Nutzer, Quelle: Facebook

Außerdem erwarb Facebook 2020 den Dienst Giphy und erweiterte somit sein Spektrum erneut. Giphy ist eine Online-Datenbank, auf der GIFs und animierte Sticker zu finden sind. Der Dienst soll hauptsächlich bei Instagram integriert werden, da die Nutzer dort gerne GIFs in ihren Stories verwenden.

Facebook ist in erster Linie eine Plattform für private Kontakte, entwickelt sich aber auch immer mehr zu einer Plattform für Unternehmen. Neuerdings gibt es beispielsweise Facebook-Shops, die es Unternehmen ermöglichen, über Facebook zu verkaufen. Außerdem dient der Social Media-Kanal der digitalen Unternehmenspräsenz. Firmen können Follower darüber auf dem Laufenden halten und Hintergrundinformationen bieten. Sie können sich persönlicher darstellen und ihrem Unternehmen ein Gesicht geben. So erhöhen sie ihre Transparenz und Vertrauenswürdigkeit und zahlen zusätzlich auf das Markenimage ein. Gerade Aktionen, die schnell viele Nutzer erreichen sollen, wie beispielsweise Schlussverkäufe oder ähnliches, können durch die große Community auf Facebook schnell verbreitet werden.

Instagram

Instagram wurde 2010 gegründet und ist eine Mischung aus Microblog und audiovisueller Plattform. 2012 wurde der Social Media-Dienst von Facebook übernommen. Weltweit hat das Netzwerk mittlerweile 1 Milliarde Nutzer. In Deutschland sind es 15 Millionen – eine gigantische Reichweite also. Die Grundidee von Instagram ist die Verbreitung von visuellem Content, also Bildern und Videos, die in den News-Feed der Nutzer geladen werden. Der News-Feed zeigt Dir dabei die Aktivitäten und Postings aller Seiten, denen Du auf Instagram folgst. Mit einem Like der Seite aktivierst Du somit auch deren Status-Updates. Seit 2016 gibt es zusätzlich die „Stories“-Funktion. Hierbei werden Bilder und Videos oftmals mit Text kombiniert und in einer Slideshow angezeigt. Storybeiträge werden nicht im normalen Instagram-Feed ausgespielt und verschwinden, anders als normale Postings, automatisch nach 24 Stunden.
Ebenfalls seit 2016 gibt es die Möglichkeit, das Soziale Netzwerk kommerziell zu nutzen. Hierbei kannst Du Dein eigenes Profil in ein Geschäftsprofil (den sogenannten „Business-Account“) umwandeln. Der Vorteil dieser Account-Art ist, dass Du tiefere Einblicke in die Verhaltensweisen Deiner Follower erlangen kannst. Instagram bietet Dir hierfür spezielle Statistiken und Du kannst zudem mit Deinem Profil Werbung schalten, um auch Nutzer zu erreichen, die Dir noch nicht folgen. Weitere Funktionen wie das visuelle Schaufenster gibt es seit 2018. Hierbei kannst Du Produkte auf Deinen Bildern markieren und Deine Nutzer so direkt in Deinen Online-Shop leiten. Seit 2020 sind die neu eingeführten Facebook-Shops ebenfalls auf Instagram verfügbar.

KPIs zur Erfolgsmessung von Social Media Content
Beispiel eines visuellen Schaufensters auf Instagram

Das Hauptpublikum von Instagram ist weiblich und zwischen 14 und 29 Jahren alt. Instagram wird häufig als eine Art Visitenkarte verwendet, um interessierten Nutzern mehr Informationen zum Unternehmen und Einblicke hinter die Kulissen zu liefern.

Twitter

Twitter ist ein Microblogging-Dienst, den es nun schon seit 2006 gibt. Weltweit wurde die Plattform schnell sehr beliebt, da man hier auf den Punkt gebrachte Informationen erhält. Es dreht sich also eher um effiziente Informationsübermittlung als um schöne Bilder und Videos. Hierfür veröffentlichen Personen und Unternehmen sogenannte Tweets, also Kurznachrichten, die mit den Followern geteilt werden. Innerhalb eines Tweets können Hashtags, Links, Bilder, Standorte und Verweise auf andere Profile eingefügt werden. Alles ist jedoch begrenzt auf eine maximale Länge von 280 Unicode-Zeichen. Die veröffentlichten Nachrichten können dann wiederum „retweetet“, also geteilt werden.

Twitter hat weltweit 166 Millionen täglich aktive Nutzer. Einer der größten und bekanntesten Nutzer von Tweets ist Donald Trump. Er nutzt den Dienst ausgiebig, um Neuigkeiten zu verbreiten. Die Plattform bietet ähnlich wie die anderen Sozialen Netzwerke die Möglichkeit, Twitter Ads zu schalten. Die Twitter-Community ist eher von Männern im Alter von ungefähr 25-44 Jahren dominiert.

YouTube

Das Videoportal YouTube wurde im Jahr 2005 gegründet. Die Plattform ist mittlerweile der zweit-reichweitenstärkste Social Media-Dienst weltweit. 2 Milliarden monatlich aktive Nutzer schauen täglich mehr als eine Milliarde Stunden Videos weltweit. Das Videoportal ist bereits seit 2006 eine Tochterfirma von Google und profitiert somit von dessen Expertise. Über Dein Google Ads-Konto kannst Du beispielsweise YouTube Ads erstellen, die dann auch im Google Partnernetzwerk ausgespielt werden. Auffallend ist der Zuwachs an jungen YouTube-Nutzern. Die meisten Nutzer der Community sind zwischen 16 und 29 Jahren alt. Nichtsdestotrotz ist YouTube eine Plattform für jedes Alter.

Pinterest

Pinterest wurde 2010 gegründet und hat aktuell 367 Millionen aktive Nutzer. Diese Plattform basiert ebenfalls stark auf visuellem Content und ist eine Art visuelle Suchmaschine für Ideen. Die hochgeladenen Bilder und Videos können mittels eines „Pins“ an der eigenen Pinnwand gespeichert werden. Man könnte das Netzwerk somit auch als eine Art virtuelles Moodboard für die verschiedensten Themen sehen. Es geht nämlich vor allem darum, Neues zu entdecken und Inspirationen zu erhalten. Durch Verlinkung der Bilder können Nutzer außerdem mit einem Klick auf externe Websites geleitet werden.

In Deutschland nutzen rund 7 Millionen Menschen Pinterest und speichern sich monatlich rund 4 Millionen Inhalte. Im Jahr 2019 und – also vergleichsweise spät – rollte Pinterest Anzeigen aus.

Beispiel einer Pinterest Ad von Adobe
Beispiel einer Pinterest Ad von Adobe

Snapchat

Snapchat ist ein im Jahr 2011 gegründeter Foto-, Video- und Text-Messenger. Anders als Du es jedoch vielleicht von WhatsApp oder dem Facebook-Messenger kennst, unterhalten sich die Nutzer hier beinahe ausschließlich über Bilder. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist, dass Bilder maximal zweimal angesehen werden können, bevor sie endgültig verschwinden. Zusätzlich zu dem Versenden von Bildern und Nachrichten im Chat, hast Du ähnlich wie bei Instagram die Möglichkeit, Stories hochzuladen. Diese werden allen Followern von Dir angezeigt und nach 24 Stunden automatisch gelöscht. Das Netzwerk hat mittlerweile 229 Millionen Nutzer (April 2020), damit ist es seit 2019 um 39 Millionen Nutzer gewachsen. Der Dienst spricht hauptsächlich jüngere Menschen an. Über die Hälfte aller Nutzer sind im Alter von 16 bis 26 Jahren. Somit eignet sich dieser Dienst beispielsweise sehr gut für die Suche nach Azubis.

Über die Plattform kannst Du gesponserte Inhalte verbreiten und Ads schalten. Als eine ganz spezielle Form von Content kannst Du Sponsored Geofilter und Sponsored Lenses erstellen. Dabei handelt es sich um Filter, die Du über das geschossene Bild legen und so Deine Produkte auf humorvolle Weise einbinden kannst.

YouTube

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TikTok

Der neueste Hype heißt TikTok. Die App gibt es erst seit 2016 und ist somit eine der jüngsten Social Media-Plattformen. Sie ist seit 2018 der Nachfolger von musical.ly und kommt aus Asien. Die Plattform spricht ähnlich wie Snapchat das junge Publikum an. Sie lebt von Kurzclips, die zu einem bestimmten Song oder Audio aufgenommen und dann mit Spezialeffekten oder Filtern aufgepimpt werden. Während die Musik somit im Hintergrund läuft, nehmen die Nutzer ein dazu passendes Video auf, das maximal 60 Sekunden lang sein kann. Mit Hilfe von Challenges wie beispielsweise der „Wipe Challenge“ schaffst Du es, viral zu gehen.
Da TikTok noch sehr jung ist, gibt es noch nicht in allen Ländern die Möglichkeit, Werbung zu schalten.

Wipe Challenge von Will Smith

LinkedIn

LinkedIn ist ein Berufsnetzwerk und wurde 2003 gegründet. Seit 2016 gehört es zu Microsoft. Der Zweck der Plattform ist es, Geschäftskontakte zu knüpfen und zu pflegen. Mit Hilfe eines Profils kannst Du Dich hier sowohl mit Kollegen und Geschäftspartnern, die Du bereits kennst, als auch mit Dir noch unbekannten Personen der Branche oder branchenfremden Nutzern vernetzen. Die Community ist aus diesem Grund eher älter. Beinahe 90% der LinkedIn-Nutzer teilt sich auf die Altersgruppen 35-49 und Ü50 auf.

Besonders interessant ist die Funktion, mit der Du Fachbeiträge veröffentlichen kannst. Diese kannst Du Deinem Profil hinzufügen und so Deine Expertise zu bestimmten Themen hervorheben. So wertest Du gleichzeitig auch Dein Profil auf und steigerst die Interaktion Deiner Follower mit Deinen Inhalten.

Für Dein Unternehmen kannst Du ebenfalls ein Profil erstellen. Hierüber können sich interessierte Nutzer mit Dir verbinden und außerdem Deinen Unternehmensnews folgen.

Xing

Ebenso wie LinkedIn legt Xing den Fokus auf Beruf und Karriere. Dadurch sind die Nutzer der Plattform ebenfalls hauptsächlich im Alter von 30 bis 69 Jahren. Mehr als die Hälfte davon hat Abitur oder einen Hochschulabschluss. Ein weiteres Drittel hat eine Führungsposition inne.  Anders als sein direkter Konkurrent ist der Dienst jedoch auf den deutschsprachigen Raum spezialisiert und deshalb kaum international. Die Funktionsweise dieser Plattform ist ähnlich wie die von LinkedIn, jedoch fehlt hier das Feature Fachbeiträge zu veröffentlichen.

WhatsApp

Den Messenger-Dienst WhatsApp ordnest Du vielleicht im ersten Moment wahrscheinlich nicht bei den Sozialen Netzwerken ein. Trotzdem wird er offiziell dazu gezählt. Der Schwerpunkt liegt zwar ganz klar auf der privaten Kommunikation, jedoch erfreut sich WhatsApp auch bei Unternehmen an wachsendem Zuspruch. Diese nutzen den Chat-Dienst häufig für den Kundenservice. Hierfür gibt es die gesonderte Version „WhatsApp Business“, welche speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmen ausgerichtet ist. Verkaufen über WhatsApp ist rechtlich gesehen aktuell jedoch noch kritisch und auch Werbung soll vorerst nicht geschalten werden.

B2B im Social Media-Bereich – Welche Plattformen eignen sich am besten?

Möchtest Du als B2C-Unternehmen Deine Kunden ansprechen, kannst Du auf jede Social Media-Plattform zugreifen. Hierfür eignen sie sich alle sehr gut, da sie alle auf Privatpersonen ausgerichtet sind. Jedoch unterscheiden sich die einzelnen Plattformen je nach Zielgruppe, weshalb Du genau abwägen solltest, auf welche der Social Media-Kanäle Du setzt.

Für Unternehmen mit B2B-Ausrichtung eignen sich hingegen lange nicht alle. Die besten Netzwerke, mit denen Du hier Deine Zielgruppe ansprichst, sind:

  • Facebook
  • Instagram
  • LinkedIn
  • Xing
  • YouTube
  • Twitter
Gesamtübersicht der B2B-Kanäle

Doch nicht nur diese Plattformen können für Dein Unternehmen wertvoll sein. Du solltest immer abwägen, womit Du Deine Zielgruppe am besten erreichst. Je nach Branche und Zielgruppe kommen spezielle Plattformen in Frage. Bist Du beispielsweise im Gaming-Bereich aktiv, solltest Du Dir auch dringend Twitch anschauen. Möchtest Du als Sport-Marke gezielt aktive, sportliche Menschen ansprechen, ist wiederum Runtastic ein Dienst, den Du ins Auge fassen solltest. Ergreife also die Chance dieser riesigen Auswahl und nutze ebenfalls eine Plattform, die gezielt auf Deine Nutzer abgestimmt ist. Erweitere so Deine Marketing-Maßnahmen bestenfalls um mehr als nur die klassischen Social Media-Dienste.

How To: Entwickeln einer Social Media Content-Strategie

Um Deine Follower mit dem richtigen Content zu überzeugen, solltest Du Dir eine Strategie zurechtlegen. Eine Strategie bedeutet dabei nicht nur, dass Du Dir Gedanken darüber machen solltest, wie Du Content erstellst, sondern ebenfalls welchen. Außerdem ist es wichtig, dass Du es schaffst, dass Deine Inhalte zwischen denen der Konkurrenz herausstechen und dem Nutzer somit im Gedächtnis bleiben.

Es gibt einige Grundlagen, über die Du Dir bereits im Voraus Gedanken machen solltest:

  • Was möchtest Du posten?
  • Wann möchtest Du das posten?
  • Kannst Du Content-Kategorien, differenzierte Content-Kampagnen oder unterschiedliche Content-Typen entwickeln?
  • In welcher Reihenfolge möchtest Du diese Kampagnen ausspielen?
  • Mit welchen Abständen werden die unterschiedlichen Kategorien oder Content-Typen ausgespielt?

Um diese Fragen bestmöglich zu beantworten, hilft Dir ein Redaktionsplan oder ein detaillierter Content-Kalender. In diesem kannst Du genau planen, was wann wo und wie veröffentlicht wird. Außerdem kannst Du darüber die Koordination in größeren Teams erleichtern und zusätzlich die Zuständigkeiten nachverfolgen. Wichtige Punkte, die ein Redaktionsplan enthalten sollte, sind:

  1. (Interner) Liefertermin
  2. (Geplantes) Veröffentlichungsdatum
  3. Thema oder (Arbeits-)Titel des Contents
  4. Zuordnung zur Kampagne
  5. Medium, auf dem der Inhalt veröffentlicht werden soll
  6. Verantwortliche Person
  7. Status (z.B. in Planung, in Arbeit, erledigt)
So könnte Dein Social Media-Redaktionsplan aussehen

Du kannst Dir die Vorlage des Redaktionsplans als PDF oder Excel-Datei herunterladen.

Darüber hinaus kannst Du beispielsweise ein Hashtag-Set festlegen, mit welchem Du arbeiten möchtest. Diese Hashtags werden dann charakteristisch für Deine Posts und zeigen so den Followern, zu welcher Kampagne der Inhalt gehört, den sie gerade sehen. Außerdem kannst Du über Hashtags eine größere Reichweite erzielen, da beispielsweise auf Instagram die Nutzer neben einem normalen Profil auch Hashtags folgen können. Hast Du Dir über alle Punkte des Redaktionsplans und über  Dein Hashtag-Set Gedanken gemacht, hast Du schon einen ziemlich klaren Weg vor Augen, den Du mit Deinen Inhalten gehen möchtest. Du hast somit Themen gefunden, die Du über Deine Kanäle ausspielen möchtest. Doch das reicht noch nicht ganz aus. Es gibt verschiedene Tabus, die Du unbedingt beachten solltest:

1. Tabu: Einfach das posten, was einem in den Sinn kommt

Damit ist nicht gemeint, dass Du aufhören sollst, spontan zu posten, denn hiervon lebt Social Media. Es geht eher darum, dass nicht einfach irgendetwas gepostet werden soll. Auch bei spontanen Postings solltest Du Deine Zielgruppe und Deine Kampagnen im Hinterkopf haben. Stelle Dir folgende Fragen:

  1. Ist das, was ich posten möchte, wirklich interessant?
  2. Bombardiere ich meine Zielgruppe mit belanglosem Content?
  3. Passt der Inhalt in meine Kampagnen oder sticht er als „Bunter Hund“ heraus?

2. Tabu: Masse statt Klasse

Niemals, wirklich niemals solltest Du Quantität vor Qualität stellen! Das betrifft natürlich nicht nur Social Media, sondern alle Bereiche, in denen Du Content veröffentlichst. Content ist King ist die allgemeingültige Regel, die schon seit Ewigkeiten der oberste Maßstab ist. Deine Inhalte benötigen somit Relevanz, um Deine Zielgruppe anzusprechen. Denn merkt einer Deiner Follower, dass ihn Deine Postings nicht mehr interessieren, wirst Du diesen verlieren.

3. Tabu: Möglichst viele Kanäle bespielen

Sicher, es ist verlockend bei der Vielzahl an Social Media-Plattformen möglichst viele Kanäle zu bespielen, doch das ist nicht wirklich zielführend. Jeder einzelne Kanal benötigt viel Aufmerksamkeit und Pflege. Bei zu vielen passiert es schnell, dass man den Fokus verliert. Außerdem sind die einzelnen Netzwerke oft unterschiedlich ausgerichtet. Nicht jeder Social Media-Dienst passt deshalb zwingend zu Deiner Zielgruppe. Betrachte die Kanäle genau und wähle die, die für Dich am treffendsten sind.

Content, der zu Dir passt – Entwickle Ideen und lass Dich inspirieren

Es gibt ganz verschiedenen Content, mit dem Du Deine Follower ansprechen und fesseln kannst. Coole Ideen sind beispielsweise Behind the Scenes-Posts, mit denen Du die Transparenz Deines Unternehmens erhöhst. Außerdem kannst Du mit Call to Actions arbeiten, um Deine Community zum Interagieren anzuregen. Challenges oder Wettbewerbe sind ebenfalls sehr beliebt und sorgen für User Generated Content.

Das reicht Dir noch nicht als Inspiration? Hier kommen noch mehr Ideen, die Dir vielleicht helfen, den passenden Content für Dein Unternehmen zu finden:

  1. Setze auf besondere Aktions- und Feiertage. Promote dabei auch lustige, interessante oder für Deine Branche spezifische Feiertage. Am 29. Oktober ist beispielsweise der Tag des Internets.
  2. Go Live, gerne auch geplant und angekündigt.
  3. Nutze Trend-Hashtags wie den #throwbackthursday.
  4. Werde selbst zur Inspiration für andere. Poste Ideen, DIYs und ähnliches, das Deine Follower inspiriert und diese zum Teilen anregt.
  5. Teile hilfreiche Tipps oder Checklisten.
  6. Zeige Deine Produkte/Dienstleistungen in Action.
    → Stelle insbesondere die USPs Deiner Produkte heraus.
  7. Mache Umfragen. Finde so mehr über Deine Follower und deren Interessen heraus. Dementsprechend kannst Du Deinen Content planen.
  8. Erstelle spannende Infografiken.
  9. Nutze Humor und situativ passende Memes.
  10. Schon mal über Brand GIFs nachgedacht? Diese ziehen die Aufmerksamkeit Deiner Follower an.
  11. Mache Dein Unternehmen menschlich – stelle Mitarbeiter vor und gib Einblicke in deren Arbeitsaufgaben.
  12. Nehme Deine Follower mit in Deinen Büro-Alltag oder den eines Kollegen. Gibt es bei Dir Büro-Tiere? Auch diese haben einen „Büro-Alltag“, der vorgestellt werden kann.
  13. Stelle Deinen Newsletter vor. Zeige Deinen Social Media-Followern, welche Vorteile sie haben, wenn sie ihn abonnieren.
  14. Hebe interessanten Content Deiner Website hervor.
  15. Teile positives Feedback oder Reviews, wenn Du dergleichen erhalten hast.
  16. Beantworte häufig gestellte Fragen oder frage Deine Follower, was sie schon immer wissen wollten, und beantworte diese Fragen.
  17. Teaser neue Produkte an.
  18. Bewerbe Stellenanzeigen auch mal über Soziale Netzwerke.
  19. Erstelle Mini-Tutorials als Hilfe für Deine Follower.
  20. Setze auf alternative Content-Ideen (Podcasts, Interviews, etc.).
  21. Zeige Deinen Followern, wie nachhaltig Du handelst und wie nachhaltig Deine Produkte sind.
  22. Inspiriere und motiviere Deine Follower, beispielsweise mit Hilfe von Kampagnen wie #mondaymotivation.
  23. Nutze die Sozialen Medien, um auch mal Danke zu sagen.

Wie kannst Du den Erfolg Deines Social Media Marketings messen?

Um den Erfolg Deiner Kampagnen zu messen, gibt es verschiedene Kennzahlen, die Du Dir anschauen kannst. Was genau „Erfolg“ für Dich bedeutet, hängt natürlich davon ab, welche Ziele Du Dir vorgenommen hast. Du solltest also immer die KPIs wählen, die zur Erfüllung Deiner Zielvorgaben notwendig sind. Grob können die Kennzahlen in vier verschiedene Bereiche eingeteilt werden:

KPIs zur Erfolgsmessung von Social Media Content
KPIs zur Erfolgsmessung von Social Media Content

Jede Kennzahlen-Gruppe hat verschiedene KPIs, die Du Dir anschauen solltest, um den Bereich perfekt zu analysieren.

Wahrnehmungskennzahlen

Diese Kennzahlen geben Dir Infos zu bestehendem und potenziellem Publikum. Du solltest deshalb die folgenden Werte genauer analysieren:

  • Markenbekanntheit
    Diese analysierst Du, indem Du verschiedene Metriken wie Erwähnungen, Likes, Shares und Impressions über einen bestimmten Zeitraum analysierst. Nutzt Du für alle Analysen die gleichen Metriken und den gleichen Zeitraum, kannst Du das Wachstum Deiner Markenbekanntheit feststellen.
  • Publikums- bzw. Zielgruppenwachstum
    Hierbei misst Du, wie schnell die Followerzahl Deiner Unternehmensseite wächst. Wichtig ist, dass Du diese Zahlen auf jeder Plattform betrachtest. Suche Dir dafür ein Start-Datum, an dem Du Dir die Followerzahlen jedes Kanals ansiehst. Danach rechnest Du die Summe aller Follower plattformübergreifend, also quasi Dein Gesamtpublikum, aus. Mit Hilfe der folgenden Formel erhältst Du schließlich eine Prozentzahl, mit der Du Deine einzelnen Kanäle untereinander, aber auch Deine mit den Kanälen der Konkurrenz besser vergleichen kannst. So erkennst Du wie effektiv welche Plattform für Dich ist.
Berechnung der Publikums-Wachstumsrate
Berechnung der Publikums-Wachstumsrate
  • Post- bzw. Beitrags-Reichweite
    Diese Kennzahl zeigt Dir, wie viele Deiner Fans sich den Beitrag seit seinem Erscheinen wirklich angeschaut haben.
  • Potentielle Reichweite
    Die potenzielle Reichweite zeigt Dir, wie viele Nutzer Deinen Beitrag in der Theorie hätten sehen können. Hierfür fließen unter anderem auch potenzielle Shares mit ein. Für jeden geteilten Post bedeutet das, dass ungefähr 2-5% des Netzwerks des Teilenden den Post sehen würden. Mit dieser Zahl kannst Du also erkennen, wo es weitere Potenziale gibt, welche Fortschritte Du machst und wie Du Dein Publikum vergrößern kannst.
  • Social Share of Voice (SSOV)
    Social Share of Voice kannst Du nutzen, um Dich mit Deinen direkten Wettbewerbern zu vergleichen. Hierfür werden direkte („@eology“) und indirekte („eology“) Erwähnungen berücksichtigt. So erkennst Du, wie sichtbar Du mit Deinem Kanal und Deinem Unternehmen bist.

Engagement-Kennzahlen

Engagement-Kennzahlen zeigen Dir, wie Deine Follower mit Deinem Content interagieren. Das sind die relevantesten:

  • Beifall-Rate
    Damit misst Du, wie viele Deiner Follower Deinen Beitrag liken oder favorisieren. So kannst Du Deinen Content analysieren und feststellen, welcher den Nutzern am ehesten zusagt.
  • Durchschnittliche Engagement-Rate
    Hierbei werden Likes, Shares und Kommentare in Relation zur Gesamtzahl Deiner Follower gesetzt. So siehst Du, wie Dein Content ankommt.
  • Amplifikations- bzw. Verstärkungsrate
    Diese Kennzahl misst die einzelnen Shares Deiner Posts im Verhältnis zur Gesamtzahl Deiner Follower.

Conversion-Kennzahlen

Über diese Kennzahlen kannst Du die Effektivität Deiner Kampagnen überprüfen.

  • Conversion Rate
    Verwendest Du Links in Deinen Posts, die den Follower auf Deine Website führen, wird dann eine Conversion gezählt, wenn er dort eine Aktion ausführt. Dies kann ein Newsletter-Abonnement, ein Download, eine Webinar-Anmeldung oder Sonstiges sein. Über einen Call to Action schaffst Du es am einfachsten, den Nutzer auf Deine Seite zu bringen und dort zum Handeln zu bewegen. Über Cookies kannst Du den Lead außerdem tracken. Anhand einer hohen Conversion Rate siehst Du, dass Deine Follower Deinen Content für relevant und qualitativ hochwertig halten.
  • Click through Rate (CTR)
    Mit Hilfe der Click trough Rate erfährst Du, wie oft Leute auf den Call to Action-Link in Deinem Beitrag klicken. Dabei ist die CTR immer mit einem konkreten Link verbunden, der Deine Follower auf eine bestimmte Landingpage Deines Online-Auftritts leitet.
  • Absprungrate (Bounce Rate)
    Anhand der Absprungrate siehst Du, wie viele Follower Deinen Link angeklickt haben, auf der Seite gelandet sind und dann Deine Website ohne eine weitere Aktion wieder verlassen haben. Durch die Bounce Rate erkennst Du, ob Deine Inhalte die Nutzer eventuell auf eine Seite geleitet haben, die nicht dazu beigetragen haben, ihre Fragen zu beantworten. Allerdings muss eine hohe Absprungrate nicht bedeuten, dass Deine Inhalte schlecht sind. Führst Du den Nutzer auf eine Seite, die direkt die Frage des Nutzers beantwortet, klickt dieser oft nicht noch weiter. Das ist beispielsweise bei Wikis häufig der Fall.
  • Social Media Conversion Rate
    Mit der Social Media Conversion Rate berechnest Du, wie viele Conversions tatsächlich aufgrund von Social Media zustande gekommen sind. Um diese Kennzahl zu erhalten, benötigst Du erneut Cookies, die über einen Link auf dem Gerät des Nutzers platziert werden. Danach betrachtest Du die Summe der Social Media-Conversions und die Gesamtzahl der Conversions. Mit dieser Formel erhältst Du das prozentuale Ergebnis.
Berechnung der Social Media Conversion Rate
Berechnung der Social Media Conversion Rate
  • Cost per Click (CPC)
    Diese Kennzahl wird nur wichtig, wenn Du Deine Beiträge bewirbst. Ist das der Fall, solltest Du messen, wie viel Dich jeder Klick kostet. Kontrolliere das regelmäßig, sonst läufst Du Gefahr, Dein Budget ineffizient zu nutzen.
  • Cost per Mille (CPM)
    Auch das Cost per Mille-Prinzip benötigst Du nur für beworbene Beiträge. Hierbei misst Du, wie viel es Dich kostet, Deinen Beitrag tausend Personen anzeigen zu lassen.

Kunden-Kennzahlen

Diese Kennzahlen reflektieren, wie aktive Nutzer zu Deinem Unternehmen stehen.

  • Kunden-Testimonials
    Mit den Kunden-Testimonials betrachtest Du das komplette Feedback, das Kunden für Dein Unternehmen und Deine Marke abgeben. Das können Kritiken, Bewertungen, Beurteilungen, Kommentare, Interviews, Reviews oder Sonstiges sein. Umso zufriedener Deine Follower sind, umso besser natürlich.
  • Kundenzufriedenheit mit dem Customer Satisfaction Score (CStat)
    Kundenzufriedenheit ist das oberste Ziel. Deshalb ist es auch wichtig, diese zu messen. Am einfachsten erfährst Du dies über eine Umfrage. Diese sollte allerdings nicht zu aufwendig sein, da Du sonst nur relativ wenig Feedback erhalten wirst. Messe die Zufriedenheit deshalb beispielsweise mit Hilfe einer Skala von 1-10 oder durch Bewertungen von „Schlecht“ bis „Ausgezeichnet“ und frage Deine Follower gezielt danach, wie zufrieden sie mit Deinem Unternehmen und Deinen Produkten/Dienstleistungen sind.
  • Net Promoter Score (NPS)
    Mit Hilfe des Net Promoter Scores bekommst Du Einblicke in die Kundenloyalität. Der Unterschied zum CStat liegt darin, dass Du zukünftiges Engagement prognostizieren kannst. Dies geschieht ebenfalls durch eine Umfrage. Anstelle der Zufriedenheit wird hierbei allerdings danach gefragt, wie wahrscheinlich es ist, dass Deine Follower Dein Unternehmen weiterempfehlen. Als Ergebnis werden Deine Follower in drei Kategorien eingeordnet:
Die drei Kategorien des Net Promoter Scores
Die drei Kategorien des Net Promoter Scores

Kritiker geben Dir hierbei die Bewertungen, an denen Du arbeiten musst. Sie sind mit etwas unzufrieden oder haben ein Problem, das Du Dir genauer anschauen und beheben solltest. Passive oder auch passiv-zufriedene Nutzer sind an sich glücklich mit dem Produkt oder der Dienstleistung, sind allerdings in ihrer Loyalität nicht so gefestigt wie Promoter. Das bedeutet, dass Deine passiven Nutzer häufig auch zu Wettbewerbern überspringen. Promoter hingegen sind absolut überzeugt von Deinem Unternehmen und Deinen Produkten/Dienstleistungen. Sie stehen voll hinter Dir und werden diese Produkte auch Bekannten und Freunden empfehlen.

Fazit

Guter Content ist wichtig. Über Soziale Medien erreichst Du Deine Zielgruppe besonders gut, da die Chance, dass Deine Inhalte geteilt werden und so viele Menschen erreichen, hoch ist. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass der Content die Follower so fesselt, dass er zum Teilen anregt. Über die verschiedenen KPIs solltest Du den Erfolg Deiner Inhalte deshalb monitoren, um ihn stetig zu optimieren.

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