Das Backlinkprofil – Was Du schon immer wissen wolltest

14 min

Was ist dieser Backlink im Backlinkprofil?
Was beeinflusst Backlinks?
Was ist jetzt also ein Backlinkprofil?
Wie bauen sich Backlinks im Allgemeinen auf?
Regelkonform Backlinks generieren
Der Backlink-Check: Überprüfung und Bewertung Deines Backlinkprofils
Warum sind Backlinks für SEO und Google so wichtig?
Fazit

Ein Backlinkprofil ist ein wichtiger Bestandteil Deiner Offpage-Optimierung. Doch um zu verstehen, worum es sich dabei genau handelt, solltest Du natürlich zuerst wissen, was ein Backlink ist.

Das ist relativ leicht: Ein Backlink ist die Verlinkung von einer externen Website auf Deine eigene. Dabei kann nicht nur auf die Startseite, sondern auch auf alle Unterseiten verwiesen werden.

Wie entstehen Backlinks?
Wie entstehen Backlinks? – Backlink von einer externen Seite auf die eology-Startseite oder eine ihrer Unterseiten

Was beeinflusst Backlinks?

Backlinks können auf unterschiedlichste Weise charakterisiert werden. Im Groben erfolgt eine Einteilung in follow- und nofollow-Links. Außerdem wird unterschieden, ob es sich um Startseiten- oder Deeplinks handelt. Zudem ist dabei wichtig, wo sie auf der entsprechenden linkgebenden Website platziert sind. Hier können die Verweise im Fließtext, im Footer und in der Sidebar auftauchen. Je nachdem, wo sie also auf der Seite zu finden sind, werden die Links gewichtet. Zusätzlich spielt der Linktext (engl. Anchortext), also die Phrasen, mit denen Deine Seite verlinkt ist, eine große Rolle. Werden zu oft harte Keyword- oder Keyphrasen-Linktexte verwendet, hat das einen erheblichen Einfluss darauf, wie die Suchmaschine Deine Seite bewertet. Anchortexte sollten sich möglichst natürlich in den Text einfügen, da Google seit jeher gegen manipulative Ankertexte kämpft. Außerdem spielt die Qualität der Backlinks eine große Rolle. Diese wird durch die Herkunft, also die Website, auf der die Links platziert sind, bestimmt. Das ist vor allem beim Linkbuilding wichtig, da die einzelnen Linkarten unterschiedlich gewichtet werden und somit unterschiedliche Effekte auf Deine eigene Website haben können.

Zusammenfassend ist gibt es also folgende Einflussfaktoren:

  • Verhältnis von follow- und nofollow-Links
  • Verhältnis von Startseiten- und Deeplinks
  • Platzierung der Links auf der Website
  • Anchor- bzw. Linktext
  • Qualität, Themenrelevanz und Aktualität der linkgebenden Website

Zur Verdeutlichung:

Ein follow-Link aus dem Fließtext einer relevanten, qualitativ hochwertigen Quelle ist der Jackpot. Ein follow-Link einer Seite, die nicht aktuell, themen-irrelevant und ungepflegt ist, kann Dir allerdings sogar schaden, da Google ihn als unpassend erachtet. Ein nofollow-Link wiederum bringt Deiner Website ziemlich wenig, gehört aber dennoch zu einem natürlichen Backlinkprofil dazu.

Was ist jetzt also ein Backlinkprofil?

Die Summe aller Backlinks, die auf Deine Website verweisen, sind Dein Backlinkprofil. Besonders wichtig ist es, dass Du dabei darauf achtest, dass dieses „natürlich“ aussieht. Dieser Begriff mag in dem Zusammenhang erst mal etwas befremdlich sein, doch eigentlich ist es ganz einfach. Ein „natürliches Backlinkprofil“ bedeutet, dass Du darauf achtest, dass es sich um verschiedene, gemischte Backlinks handelt. In deinem Profil müssen deshalb neben follow- und nofollow-Links auch Links sowohl verschiedener Herkunftsquellen als auch Seitenplatzierungen zu finden sein, um ein ausgewogenes Verhältnis zu gewährleisten.

Unnatürliche Backlinkprofile hingegen, erwecken oft den Anschein eines Betrugs. Das heißt in der Praxis oft, dass durch Black Hat-Maßnahmen gezielt Links auf dafür ausgelegten Link-Plattformen gekauft wurden, Links aus unseriösen Quellen stammen oder werbliche Zwecke verfolgen, aber nicht dementsprechend für die Nutzer gekennzeichnet sind. Solche Taktiken sind schädlich für Dich, da der Google-Algorithmus mittlerweile Verstöße gegen die Qualitätsrichtlinien ziemlich gut aufdecken kann. Schlimmstenfalls führt das zu einem schlechteren Ranking Deiner Website.

Natürliches vs. unnatürliches Backlinkprofil - ein direkter Vergleich
Natürliches vs. unnatürliches Backlinkprofil – ein direkter Vergleich

Wie bauen sich Backlinks im Allgemeinen auf?

Am leichtesten ist es, wenn Deine Website bereits viel Traffic hat. Wird Dein Content von vielen Nutzern gesehen, erhöht sich die Chance, dass er auch geteilt und verlinkt wird. So verteilt er sich automatisch im Netz. Sollten sich Deine Website-Inhalte mal nicht so leicht verbreiten, kannst Du auch nachhelfen. Hier musst Du allerdings aufpassen, dass Du nur die Maßnahmen anwendest, die regelkonform sind und nicht abgestraft werden können. Andernfalls schießt Du mehr oder weniger ein Eigentor, da der Google Algorithmus dies erkennt. Als Folge dessen kann Deine Seite an Traffic verlieren und rankt schlechter in den Suchergebnissen. Erfahre deshalb im nächsten Absatz, wie Du das vermeiden kannst.

Exkurs: Was sind die Qualitätsrichtlinien von Google?

  1. Seiten sollen nutzer– nicht suchmaschinenorientiert sein.
  2. Nutzer dürfen nicht getäuscht werden.
  3. Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking absichtlich manipulieren, solltest Du lassen.
  4. Hebe die USPs Deiner Website hervor. Zeige, was Dein Unternehmen einzigartig, wertvoll und ansprechend macht.

Besonders Punkt eins und drei sind im Zusammenhang mit Deinem Backlinkprofil besonders wichtig. Backlinks sollen den Nutzern helfen, themenrelevante Seiten und Zusatzinformationen zu erhalten. Außerdem sollen sie nicht einzig und allein aus dem Grund verwendet werden, um das eigene Ranking zu verbessern, sondern um einen Mehrwert zu schaffen.

 

Regelkonform Backlinks generieren

Die sogenannten White Hat-Methoden helfen Dir, regelkonform nachzuhelfen, Backlinks zu generieren – anders als ihr Gegenstück die Black Hat-Methoden.

Das Stichwort, das hierbei besonders relevant ist, ist Content Outreach. Doch eins muss direkt geklärt sein: Backlinks bauen sich nicht von heute auf morgen auf – sie benötigen Zeit, Geduld und Hartnäckigkeit. Wenn Dir das bewusst ist, kannst Du mit dem Outreach beginnen:

Schritt 1: Recherche, Recherche, Recherche!

Die passenden Websites zu finden, erfordert Zeit…viel Zeit. Doch eine ausführliche Recherche wird Dir wirklich helfen, da Du durch Deine Akquise nicht nur potenzielle Seiten analysieren kannst, auf denen Dein Content veröffentlicht werden soll, sondern ebenfalls die bereits vorhandenen Backlinks anderer Websites überprüfen kannst.

Tipp: Schau beispielsweise gerade bei Deiner direkten Konkurrenz nach deren Backlinks. Danach kannst Du den dazugehörigen Webmaster auch selbst angehen.

Eine Benchmark-Analyse kann Dir daher weiterhelfen. Außerdem siehst Du so gleich, wie Du im direkten Vergleich mit Deinen Mitbewerbern dastehst. Bedenke allerdings, dass Qualität der ausgewählten Seiten vor Quantität kommt. Du solltest nicht einfach jeden Webmaster anschreiben, den Du findest oder der im Backlinkprofil Deiner Konkurrenz ist. Es gibt drei Merkmale, die direkt in die Auswahl Deiner Recherche-Seiten einfließen sollten:

  • Autorität der Website – Durch Analysen der Sichtbarkeit, kannst Du Rückschlüsse darauf ziehen, wie wertvoll ein Backlink dort für Dich sein kann.
  • Der Standort der Seite wird dann wichtig, wenn es für dich beispielsweise um Backlinks mit lokalem Bezug geht.
  • Themenrelevanz muss unbedingt gegeben sein! Google achtet mit jedem Update des Algorithmus mehr darauf, dass das gegeben ist. Außerdem bietest Du sonst keinen Mehrwert für Deine Nutzer.

Schritt 2: Kontaktiere den Webmaster!

Schaue Dir die Seite gut an, auf der Dein Content potenziell verlinkt wird. Suche Dir am besten direkt einen Artikel, zu dem Deine Inhalte als Ergänzung passen würden. So erleichterst Du dem Webmaster die Arbeit. Andernfalls kannst Du ihm auch anbieten, ihm einen neuen Artikel zu schreiben, den er auf seiner Seite veröffentlichen darf. Hier kann es allerdings passieren, dass der Webmaster kein Interesse daran hat, fremde Inhalte zu veröffentlichen. Meistens ist es einfacher, gezielt einen Artikel zu ergänzen und hier Deinen Zusatzcontent zu verlinken.

Überlege Dir außerdem genau, mit welchen Argumenten Du Deinen Content am besten verkaufst. Hat der Webmaster eine bestimmte Lebenseinstellung, die in seinen Texten sichtbar wird – kannst Du hierauf eingehen? Oder ist der Content, den Du bietest, durch eine coole Infografik das Must-have? Überlege Dir bestenfalls mehrere Argumente.

Danach suchst Du nach Kontaktdaten des Webmasters. Findest Du eine Telefonnummer? Perfekt! Ein direkter, persönlicher Kontakt ist immer der beste Weg. So tauscht man idealerweise gleich Sympathien aus. Findest Du lediglich eine E-Mail-Adresse, ist das aber auch nicht schlimm. Auch hier kannst Du dem Webmaster verdeutlichen, warum eine Verlinkung auf Deine Website ein wahrer Zugewinn für ihn und seine Nutzer sein wird.

 

Schritt 3: Bleibe hartnäckig!

…und verwechsle hartnäckig nicht mit lästig.

  • Hast Du den Webmaster erreicht, sein Interesse gewonnen und danach nie wieder etwas von ihm gehört? Hake nach! Eventuell ist es nur wieder untergegangen.
  • Hast Du dem Webmaster eine E-Mail geschrieben und nie eine Rückmeldung erhalten? Versuche es mit einer Nachfass-Mail. Erinnere ihn daran, wie wichtig es Dir wäre, eine Kooperation mit ihm einzugehen.

Biete auch Alternativen an, wenn sich herausstellen sollte, dass der Webmaster mit dem ersten Vorschlag nicht zufrieden war. Versuche alles im Bereich des Möglichen und fordere Dir zugesagte Links immer ein. Doch denke daran, bleibe immer höflich, ruhig und freundlich. Niemand wird einem cholerischen Gesprächspartner einen Wunsch erfüllen.

Schritt 4: Verliere Deine Kontakte nicht aus den Augen!

Beziehungen sind das A und O und müssen gepflegt werden. Gerade, wenn Du es schaffen solltest, bekannte Websites mit einer hohen Sichtbarkeit und viel Traffic für Dich zu gewinnen, musst Du den Kontakt zu Deinem Ansprechpartner unbedingt pflegen. Halte ihn über alle Inhalte auf dem Laufenden, die ihn ebenfalls interessieren können und frage proaktiv nach, ob Inhalte gebraucht werden. Denke langfristig!

Vorsicht!                                                                         

Es kann passieren, dass trotz Deines regelkonformen Verhaltens, Links auf spamigen oder qualitativ schlechten Websites erscheinen. Das ist die Natur des Internets – Inhalte verbreiten sich automatisch, ohne Dein eigenes Zutun. Außerdem werden Links oft als Mittel verwendet, um Wettbewerbern zu schaden. Hier ist also höchste Vorsicht geboten! Deshalb musst Du regelmäßig Dein Backlinkprofil kontrollieren und ausmisten.

Tipp: Mit dem Disavow-Tool der Google Search Console kannst Du schädliche Links für ungültig erklären lassen. So werden sie aus Deinem Backlinkprofil entfernt

Der Backlink-Check: Überprüfung und Bewertung Deines Backlinkprofils

Die erste Frage, die sich Dir in diesem Zusammenhang oder vielleicht auch schon vorher stellt, ist sicher: Wo kann ich meine Backlinks einsehen?

Am hilfreichsten hierfür ist die Google Search Console. Über den Reiter „Links“ kannst Du die „Externen Links“ einsehen. Hier erhältst Du dann genaue Informationen zu Deinen meistverlinkten Seiten, aber auch zu den top-verweisenden Seiten. Du erhältst also eine detaillierte Auflistung Deiner Backlinks.

Backlinks in der Google Search Console finden
Backlinks in der Google Search Console finden

Der einzige Nachteil der Google Search Console ist dabei, dass Du alle Backlinks manuell prüfen musst. Erleichtern kannst Du Dir das durch Link Research Tools, diese sind allerdings oftmals kostenpflichtig.

Tools, die Dir helfen die Übersicht zu behalten

  • Der ahrefs Backlink-Checker
    Ahref ist nicht nur das bekannteste Tool, es bietet Dir gleichzeitig auch viele Vorteile: Mit ca. sechs Milliarden gecrawlten Websites täglich steht Dir hier eine der größten Link-Datenbanken zur Verfügung. Alle 15 Minuten wird der Backlink-Index bei diesem Tool aktualisiert. Zusätzlich zum klassischen Backlink-Check erhältst Du hier noch weitere Insights, zum Beispiel:
    Analyse der Ankertexte
    Anzeigen der Broken Links
    eine Übersicht über follow- und nofollow-Links
    und vieles mehr
    Wie Du es Dir vielleicht schon gedacht hast, bekommt man so einen Service nicht geschenkt. Dieses Tool ist kostenpflichtig.
  • Xovi Backlink-Check
    Vorteil dieses Tools ist, dass Du nicht nur Deine Seite analysieren kannst, sondern ebenfalls das komplette Backlinkprofil Deiner Mitbewerber. Das garantiert Dir wertvolle Einblicke, die Dir auch bei der Verbesserung Deines eigenen Backlinkprofils helfen können. Ähnlich wie bei ahrefs erhältst Du hier auch weitere Analyse-Tools, um alles genau unter die Lupe zu nehmen. Dieses Tool ist ebenfalls kostenpflichtig.
  • backlink-tool.org
    Mit backlink-tool.org hast Du ein kostenloses Tool, das Dir hilft, auf die Schnelle Dein Backlinkprofil zu checken. Das Tool spuckt Dir Infos zu Ankertexten, Domainranks und follow- bzw. nofollow-Links aus.
  • Open Link Profiler
    Hierbei handelt es sich um ein weiteres kostenloses Tool. Dennoch erhältst Du hier einen erstaunlichen Informationsumfang. Zu den üblichen Angaben bekommst Du hier beispielsweise gesagt, wann der Link gesetzt wurde. Zusätzlich ordnet Open Link Profiler die linkgebende Website einer Branche und einem Kontext zu. So kannst Du leichter erkennen, ob eine Themenrelevanz vorhanden ist. Außerdem wird ebenfalls die Qualität der Seite analysiert, auf der Dein Inhalt verlinkt ist.

So bewertest Du Deinen Backlink manuell

Es gibt mehrere Faktoren, die Dir helfen, Deinen Backlink manuell zu analysieren und bewerten. Dazu gehören:

  • Traffic – dies siehst Du, indem Du Dir Deine Reportings anschaust. Hier findest Du den Traffic, der von externen Seiten kommt. Erwarte von einem Backlink allerdings nicht zu viel. Die Klickrate hier ist in der Regel sehr gering.
  • Rankings bzw. Sichtbarkeit – diese kannst Du über verschiedene Tools analysieren.
  • Linkposition – online werden Texte weniger aufmerksam gelesen als offline. Deshalb ist die Linkposition entscheidend, da oft nur 25% des Textes wirklich erfasst werden. Eine Positionierung im ersten Absatz des Textes ist deshalb von Vorteil. Natürlich solltest Du auch hier dennoch auf Abwechslung setzen. Sind Deine Links ausschließlich am Anfang einer Seite platziert, erkennt Google auch hier wieder ein Schema, das als Täuschung eingeordnet werden könnte.
  • Themenrelevanz – wie schon öfter erwähnt, ist Themenrelevanz das oberste Gebot. Deine Inhalte müssen zu den Inhalten der linkgebenden Website passen, um Zusatzinformationen zu bieten.
  • Follow- oder nofollow-Link  – Betrachte die Link-Art Deiner Links und versuche Abwechslung reinzubringen.
Faktoren manueller Bewertung von Backlinks
Faktoren manueller Bewertung von Backlinks

Warum sind Backlinks für SEO und Google so wichtig?

Backlinks sind der Hinweis, dass Deine Inhalte für Nutzer relevant sind und sich deshalb im Internet verbreiten. Sie sind somit eine Art digitale Empfehlung, die zeigt, dass Deine Website authentisch und beliebt ist. Dieses Signal bzw. diese Empfehlung erkennt Google ebenfalls und wertet die Inhalte deshalb als wichtiger. Dadurch steigen sie im Suchmaschinen-Ranking. Dies entsteht dadurch, dass Google durch viele Verlinkungen leichter und schneller auf Deine Seite aufmerksam wird. Gerade ein Verweis von einer populären Domain bringt Dir zusätzliches Vertrauen.

Fazit

Möchtest Du innerhalb der SERP einer Suchmaschine gut ranken, solltest Du nicht nur auf OnPage-Optimierung, sondern ebenfalls auf OffPage-Optimierung setzen. Backlinks sind als digitale Empfehlung essenziell, um nicht nur für den Suchmaschinen-Algorithmus, sondern ebenfalls für den Nutzer sichtbarer zu werden. Du steigerst damit also Deine Bekanntheit und den Traffic auf Deiner Website – wenn das nicht zwei Fliegen mit einer Klappe sind.

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