Anchor Text

Ein Anchor Text wird auch als Anker-, Verweis- oder Linktext bezeichnet und gehört zum Bereich der OffPage-Optimierung. Es handelt sich dabei um den klickbaren Text, der in Form eines Hyperlinks im Internet zu finden ist und Dich auf eine weitere Seite leitet. Einen Anchor Text erkennst Du daran, dass er im Fließtext unterstrichen und (manchmal auch farblich) hervorgehoben wird.

So wird ein Anchor Text im Fließtext gekennzeichnet
So wird ein Anchor Text im Fließtext gekennzeichnet

Hinter dem Ankertext verbergen sich Informationen, die Dich auf die verlinkte Website führen. So sieht das aus, was im nicht sichtbaren Bereich für einen Ankertext hinterlegt wird:

Das versteckt sich hinter dem Anchor Text
Das versteckt sich hinter dem Anchor Text

Im Backend kann also entweder eine URL oder ein <a href>-Attribut hinterlegt werden, sofern Du mit dem HTML-Code arbeitest. Den Code kannst Du beispielsweise im Quellcode einer Seite einsehen und Dir dort das <a href>-Attribut des Linktextes anschauen.

Mit einem Rechtsklick auf die Seite kannst Du Dir den Seitenquelltext anzeigen lassen
Mit einem Rechtsklick auf die Seite kannst Du Dir den Seitenquelltext anzeigen lassen
So sieht der Seitenquelltext des Abschnitts Geschichte der Videoplattform YouTube aus
So sieht der Seitenquelltext des Abschnitts Geschichte der Videoplattform YouTube aus

Die URL des Ankertextes kannst Du Dir hingegen mit Hilfe des Mouse-Over-Effekts anschauen. Das funktioniert, indem Du mit Deinem Mouse-Cursor über den Hyperlink fährst. Daraufhin sollte links unten in Deinem Browserfenster die URL eingeblendet werden.

Mouse-Over-Effekt der Ankertextes
Mouse-Over-Effekt der Ankertextes

Das bringt Dir eine Verlinkung mit einem guten Anchor Text

Ein Anchor Text hat gleich zwei positive Effekte für Deine Website. Zum einen weist er Deine Nutzer darauf hin, dass es hier zu noch mehr Informationen geht. Dies kannst Du beispielsweise mit Hilfe eines Call to Action noch verstärken. Außerdem gibt er dem Nutzer einen Einblick darauf, was ihn inhaltlich erwartet. Zum anderen ist er im Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung essentiell. Weiterführende Verlinkungen, egal ob intern (also auf Deiner eigenen Seite) oder extern (zu einer anderen Domain), sind ein wichtiges Signal für den Suchmaschinenalgorithmus. Ankertexte helfen dem Crawler beim Verstehen der Inhalte und der Analyse der Seite. Außerdem geben sie Aufschluss auf die Relevanz der verlinkten Inhalte. Deshalb wertet dieser die Anchor Texte beim crawlen aus und bezieht sie in das Google Ranking ein.

Welche Arten von Anchor Texten gibt es?

Ankertexte können ähnlich wie Keywords in unterschiedliche Arten eingeteilt werden. Das hängt davon ab, welche Intention Du mit Deinem Ankertext verfolgst. Zwischen den folgenden wird unterschieden:

  • Brand Anchor Text:
    Enthält den Titel des Unternehmens, eine Marke oder einen Teil der URL der Ziel-Domain. Ein Beispiel wäre hier „eology“ als Ankertext.
  • Money Anchor Text:
    Enthalten Keywords mit klarer Kaufintention und hohem Wettbewerb. Hier wäre dann „agentur beauftragen“ der Linktext.
  • Compound Anchor Text:
    Verbinden Brand und Money Anchor Texte miteinander. Somit hast Du hier einen Linktext, der eine Marke und eine Kaufintention beinhaltet, z.B. „eology beauftragen„.
  • Sonstige Anchor Texte:
    Unter diese Kategorie fallen alle Ankertexte, die keiner der anderen drei zugeordnet werden können, beispielsweise „Hier für mehr Informationen klicken“.

Je nachdem welches Ziel Du also verfolgst, kannst Du Deinen Linktext gezielt auf die entsprechende Intention optimieren.

Was ist ein guter Anchor Text – worauf solltest Du achten?

Da Suchmaschinen Verlinkungen immer als Empfehlung werten, haben Ankertexte einen besonderen Stellenwert. Sie geben dem Nutzer einen Einblick in die Inhalte, die ihn auf der weiterführenden Seite erwarten oder können diesen gezielt auf eine verlinkte Website leiten. Außerdem unterstützen sie den Web-Crawler bei seiner Arbeit, wodurch sie das Ranking verbessern können. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir Gedanken machst, wie Du Deine Anchor Texte setzt.

Es gibt verschiedene Kriterien, die Du beachten solltest:

  1. Verlinke immer nur auf thematisch relevante Seiten. Es geht ganz klar um die Qualität statt Quantität.
  2. Verwende denselben Ankertext nur einmal pro Seite. Du musst nicht jedes Mal von ein und demselben Keyword auf die gleiche Landingpage verlinken.
  3. Setze nicht zu viele Links auf eine Seite – dies variiert natürlich je nach Länge des Textes.
  4. Finde eine gute Mischung aus internen und externen Links.

Außerdem gibt es einen weiteren Punkt, der besonders wichtig ist: Geht es bei dem Ankertext um einen interne oder eine externe Verlinkung, also einen Backlink? Auch hier gibt es unterschiedliche Anforderungen an den Linktext.

Ankertexte bei Backlinks

Oberste Regel hierbei: Der Anchor Text bei Backlinks sollte immer so natürlich wie möglich wirken. Das heißt, er sollte sich also gut in den Text einspielen, nicht zu sehr herausstechen und flüssig im restlichen Fließtext einfügen. Das gelingt mit harten Keyword-Verlinkungen meistens nicht. Besonders wichtig ist das seit dem Pinguin Update. Das sorgte dafür, dass Google verstärkt darauf achtet, dass Backlinks nicht künstlich erzeugt werden oder die Qualität beeinflusst oder manipuliert wurde. Die Linktexte sollten hier deshalb variieren und sich natürlich in den Text einfügen. Das hat auch zur Folge, dass bei Backlinks in der Regel mit möglichst wenigen Wörtern verlinkt wird. Die Inhalte der verlinkten Seite sollten dem Nutzer zudem einen Mehrwert bieten. Im Ankertext solltest Du somit nichts versprechen, was am Ende auf der externen Website nicht erfüllt wird, da das Deine Nutzer verärgern kann und ebenfalls schlechte Signale an die Suchmaschinen sendet.

Ankertexte bei internen Verlinkungen

Bei internen Verlinkungen kannst Du auch gerne gezielt mit harten Keywords verlinken. Dennoch sollte sich der Linktext natürlich in den Lesefluss einfügen. Anders als bei Backlinks sind Dir hier bei der Wortanzahl keine Grenzen gesetzt. Dennoch solltest Du nicht zwangsweise ganze Sätze intern verlinken. Bei internen Verlinkungen bist Du somit an weniger Grundsätze gebunden als bei externen, dennoch solltest Du auch hier auf eine thematische Relevanz achten. Die verlinkten Inhalte sollten auch bei internen Verlinkungen einen Mehrwert bieten und der Ankertext sollte widerspiegeln, was den Nutzer erwartet, ohne diesem etwas zu suggerieren, was er nicht bekommen wird.

Unterscheidung in harte und weiche Verlinkungen

Man kann somit eine Unterscheidung in harte und weiche Verlinkungen vornehmen. Bei den Ankertexten der Backlinks handelt es sich eher um weiche Verweise, während Du intern härter verlinken kannst. Das heißt Du kannst intern öfter Keywords einsetzen und den Ankertext suchmaschinenoptimieren. Vorsicht ist jedoch bei harten Verlinkungen und externen Verweisen geboten. Hier kann es sogar zu Ranking Abstrafungen kommen.

Anchor Texte und deren Einfluss auf die CTR

Linktexte können einen direkten Einfluss auf die Click Through Rate (dt. Klickrate) einer Seite nehmen. Du kannst Ankertexte gezielt einsetzen, um Deine Website-Besucher auf weitere Seiten zu lotsen. Hierfür bietet es sich an mit Call to Actions zu arbeiten. Außerdem hilft es, dem Nutzer bereits einen kleinen Einblick bzw. eine kurze Vorschau in die Inhalte der verlinkten Seite zu geben, um ihm einen Anreiz zu schaffen sich diese ebenfalls anzusehen.

Vorschau(öffnet in neuem Tab)

Tipp: Nutze A/B-Tests mit unterschiedlichen Linktexten, um herauszufinden, auf was Deine Nutzer am besten anspringen.

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