Der Footer ist ein wichtiges Element jeder Website. Dennoch wird er oft nur stiefmütterlich behandelt. Doch vor allem für SEO und die User Experience ist eine gute Fußzeile aber sehr relevant. ... WeiterlesenFooter
Paid, Owned und Earned Media
Paid, Owned und Earned Media sind die drei Medienarten des POEM-Modells, über die Unternehmen ihre Zielgruppe erreichen. Kurz gesagt: Paid Media mietest Du, Owned Media gehört Dir, Earned Media verdienst Du Dir. Hier erfährst Du, wie sich die drei unterscheiden und wie Du sie für mehr Sichtbarkeit in Google und KI-Suche kombinierst.
Was ist Paid Media?
Paid Media (auch „Bought Media“) umfasst alle Werbeplätze und Reichweiten, die Du gegen Geld einkaufst. Sobald für eine Platzierung bezahlt wird, ist es Paid Media – egal, wie redaktionell der Inhalt wirkt.
Typische Beispiele sind:
- Suchmaschinenwerbung (SEA) wie Google Ads
- Social Ads auf LinkedIn, Instagram oder TikTok
- Display-Werbung, Native Ads und Advertorials
- Bezahlte Influencer-Kooperationen und Sponsored Posts
- Klassische Werbung wie TV-Spots, Plakate oder Print-Anzeigen
- Werbung in KI-Chats wie ChatGPT Ads
Paid Media wirkt sofort, endet aber mit dem Budget. Idealerweise nutzt Du es, um Traffic auf Deine Owned Media zu lenken.
Was ist Owned Media?
Owned Media (deutsch: „eigene Medien“) sind alle Kommunikationskanäle, die Dein Unternehmen selbst betreibt und inhaltlich vollständig steuert. Für die Platzierung zahlst Du nichts, Kosten entstehen nur durch Erstellung und Pflege der Inhalte.
Zu Owned Media zählen:
- Unternehmenswebsite, Landingpages und Corporate Blog
- Newsletter und E-Mail-Marketing
- Whitepaper, E-Books, Studien und Webinare
- Podcasts, Videos und Apps
- Social-Media-Profile Deines Unternehmens
Social-Media-Profile sind ein Sonderfall: Die Inhalte bestimmst Du, Reichweite und Regeln aber die Plattform. Viele sprechen deshalb von Rented Media. Deine wichtigste Owned-Media-Basis bleibt die eigene Website.
Was ist Earned Media?
Earned Media (deutsch: „verdiente Medien“) ist Reichweite, die Dritte Deiner Marke freiwillig verschaffen – ohne Bezahlung und ohne Deine direkte Kontrolle. Weil die Empfehlung von unabhängiger Seite kommt, gilt Earned Media als glaubwürdigste Medienart.
Beispiele für Earned Media sind:
- Presseberichte und Interviews
- Kundenbewertungen auf Google oder Bewertungsportalen
- Backlinks und Erwähnungen auf fremden Websites
- Social Shares und User Generated Content
- Unbezahlte Empfehlungen von Influencern
- Nennungen in KI-Antworten von ChatGPT, Perplexity oder den Google AI Overviews

Kostenlos ist Earned Media trotzdem nicht: Um Erwähnungen zu verdienen, investierst Du in gute Inhalte, Pressearbeit und überzeugende Produkte.
Was ist der Unterschied zwischen Paid, Owned und Earned Media?
Der Unterschied liegt in Kontrolle, Kosten und Glaubwürdigkeit: Je mehr Du steuerst, desto weniger glaubwürdig wirkt die Botschaft und umgekehrt.
Kriterium | Paid Media | Owned Media | Earned Media |
|---|---|---|---|
Prinzip | mietest Du | gehört Dir | verdienst Du Dir |
Kontrolle | mittel bis hoch | hoch | gering |
Kosten | Budget pro Klick oder Platzierung | Erstellung und Pflege | indirekt (Content, PR, Service) |
Glaubwürdigkeit | eher gering | mittel | hoch |
Stärke | sofortige Reichweite, präzises Targeting | langfristiger Wert, unabhängig von Budgets | Vertrauen, neue Zielgruppen, Backlinks |
Schwäche | endet mit dem Budget | Reichweite muss erst wachsen | kaum steuerbar, auch Kritik möglich |
Beispiele | Google Ads, Social Ads | Website, Blog, Newsletter | Presse, Bewertungen, KI-Nennungen |


Das PESO-Modell erweitert Paid, Owned und Earned um Shared Media. Inhalte, die Deine Community auf Social Media teilt und weiterverbreitet. Shared Media liegt damit zwischen Owned und Earned.
Wie spielen Paid, Owned und Earned Media zusammen?
Am stärksten sind die drei Medienarten im Zusammenspiel, auch Converged Media genannt:
- Owned Media liefert die Substanz: Ohne guten Content gibt es nichts, worüber andere berichten.
- Paid Media beschleunigt die Reichweite: Anzeigen bringen Deine Inhalte schnell zur richtigen Zielgruppe.
- Earned Media bestätigt die Botschaft: Unabhängige Stimmen machen Deine Marke glaubwürdig.
Ein Beispiel: Du veröffentlichst eine Branchenstudie auf Deiner Website (Owned) und bewirbst sie per LinkedIn Ads (Paid). Fachmedien greifen die Zahlen auf, verlinken die Studie und KI-Systeme nennen Deine Marke als Quelle (Earned). Die neuen Backlinks stärken wiederum Deine Website.

Welche Rolle spielen Paid, Owned und Earned Media für SEO und KI-Suche?
- Owned Media ist das Fundament: Nur Deine eigene Website kann ranken und von KI-Systemen als Quelle zitiert werden. Klare Definitionen, FAQ und eigene Daten erhöhen diese Chance.
- Earned Media ist der Vertrauensbeweis: Backlinks, Presseerwähnungen und Bewertungen sind Autoritätssignale, für Google ebenso wie für Sprachmodelle. Je häufiger Deine Marke in themenrelevanten Quellen auftaucht, desto eher wird sie in KI-Antworten genannt.
- Paid Media ist kein Ranking-Signal: Anzeigen verbessern Deine organischen Rankings nicht direkt, bringen Inhalte aber vor ein Publikum, das sie teilt und verlinkt.
Viele Unternehmen wissen nicht, wie oft sie in KI-Antworten auftauchen: Es erfassen nur 16 Prozent der Marken ihre KI-Sichtbarkeit systematisch. Hier helfen ein GEO-Audit und ein AI-Visibility-Monitoring.
Was ist der Earned Media Value?
Der Earned Media Value (EMV) drückt den Wert von Earned Media in Geld aus. Er zeigt, was die gleiche Reichweite als bezahlte Werbung gekostet hätte. Eingesetzt wird er vor allem in PR und Influencer-Marketing.
Wie berechnet man den Earned Media Value?
In der einfachsten Form multiplizierst Du die Reichweite mit einem vergleichbaren Werbepreis:

Erzielt ein Presseartikel 200.000 Impressionen und liegt der TKP vergleichbarer Anzeigen bei 15 Euro, entspricht das einem EMV von 3.000 Euro.
Ist der Earned Media Value aussagekräftig?
Nur begrenzt. Der EMV misst Reichweite, nicht Wirkung oder Qualität einer Erwähnung. Aussagekräftiger sind Kennzahlen wie Backlinks, Share of Voice, Sentiment, Nennungen in KI-Antworten sowie der Traffic und die Leads, die Earned Media auf Deine Website bringt.
Fazit: Paid, Owned und Earned Media gemeinsam denken
Paid Media bringt Dir schnelle Reichweite, Owned Media das nachhaltige Fundament und Earned Media das Vertrauen, das keine Anzeige kaufen kann. Keine Medienart funktioniert dauerhaft allein. In Zeiten von KI-Suche gilt mehr denn je: Wer mit starken eigenen Inhalten Erwähnungen in glaubwürdigen Quellen verdient, wird auch von ChatGPT und den Google AI Overviews empfohlen.
Das könnte Dich auch interessieren
Die Click-Through-Rate (CTR) oder auch Klickrate ist eine bedeutende Metrik, die angibt, wie häufig eine Anzeige oder ein Link im Verhältnis zu den Impressionen angeklickt wurde. Sie ist entscheidend für die Performance und den Erfolg von Werbekampagnen oder Suchergebnissen. Erfahre hier mehr dazu. ... WeiterlesenCTR (Click-Through-Rate)
Das Bid Management ermöglicht Dir die automatische Verwaltung von digitalen Marketingkampagnen. Wie das funktioniert erfährst Du hier! ... WeiterlesenBid Management
Du möchtest mehr über spannende Themen der Branche erfahren?