Paid, Owned und Earned Media

Paid, Owned und Earned Media

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Paid, Owned und Earned Media sind die drei Medienarten des POEM-Modells, über die Unternehmen ihre Zielgruppe erreichen. Kurz gesagt: Paid Media mietest Du, Owned Media gehört Dir, Earned Media verdienst Du Dir. Hier erfährst Du, wie sich die drei unterscheiden und wie Du sie für mehr Sichtbarkeit in Google und KI-Suche kombinierst.

Was ist Paid Media?

Paid Media (auch „Bought Media“) umfasst alle Werbeplätze und Reichweiten, die Du gegen Geld einkaufst. Sobald für eine Platzierung bezahlt wird, ist es Paid Media – egal, wie redaktionell der Inhalt wirkt.

Typische Beispiele sind:

Paid Media wirkt sofort, endet aber mit dem Budget. Idealerweise nutzt Du es, um Traffic auf Deine Owned Media zu lenken.

Was ist Owned Media?

Owned Media (deutsch: „eigene Medien“) sind alle Kommunikationskanäle, die Dein Unternehmen selbst betreibt und inhaltlich vollständig steuert. Für die Platzierung zahlst Du nichts, Kosten entstehen nur durch Erstellung und Pflege der Inhalte.

Zu Owned Media zählen:

Social-Media-Profile sind ein Sonderfall: Die Inhalte bestimmst Du, Reichweite und Regeln aber die Plattform. Viele sprechen deshalb von Rented Media. Deine wichtigste Owned-Media-Basis bleibt die eigene Website.

Was ist Earned Media?

Earned Media (deutsch: „verdiente Medien“) ist Reichweite, die Dritte Deiner Marke freiwillig verschaffen – ohne Bezahlung und ohne Deine direkte Kontrolle. Weil die Empfehlung von unabhängiger Seite kommt, gilt Earned Media als glaubwürdigste Medienart.

Beispiele für Earned Media sind:

Kostenlos ist Earned Media trotzdem nicht: Um Erwähnungen zu verdienen, investierst Du in gute Inhalte, Pressearbeit und überzeugende Produkte.

Was ist der Unterschied zwischen Paid, Owned und Earned Media?

Der Unterschied liegt in Kontrolle, Kosten und Glaubwürdigkeit: Je mehr Du steuerst, desto weniger glaubwürdig wirkt die Botschaft und umgekehrt.

Kriterium
Paid Media
Owned Media
Earned Media
Prinzip
mietest Du
gehört Dir
verdienst Du Dir
Kontrolle
mittel bis hoch
hoch
gering
Kosten
Budget pro Klick oder Platzierung
Erstellung und Pflege
indirekt (Content, PR, Service)
Glaubwürdigkeit
eher gering
mittel
hoch
Stärke
sofortige Reichweite, präzises Targeting
langfristiger Wert, unabhängig von Budgets
Vertrauen, neue Zielgruppen, Backlinks
Schwäche
endet mit dem Budget
Reichweite muss erst wachsen
kaum steuerbar, auch Kritik möglich
Beispiele
Google Ads, Social Ads
Website, Blog, Newsletter
Presse, Bewertungen, KI-Nennungen
Grafik zum POEM-Modell mit drei Waben für Paid Media, Owned Media und Earned Media samt Beispielen wie Google Ads, Website und Presseberichten
Abbildung 1: Das POEM-Modell, Quelle: eology
Was ist das PESO-Modell?

Das PESO-Modell erweitert Paid, Owned und Earned um Shared Media. Inhalte, die Deine Community auf Social Media teilt und weiterverbreitet. Shared Media liegt damit zwischen Owned und Earned.

Wie spielen Paid, Owned und Earned Media zusammen?

Am stärksten sind die drei Medienarten im Zusammenspiel, auch Converged Media genannt:

Ein Beispiel: Du veröffentlichst eine Branchenstudie auf Deiner Website (Owned) und bewirbst sie per LinkedIn Ads (Paid). Fachmedien greifen die Zahlen auf, verlinken die Studie und KI-Systeme nennen Deine Marke als Quelle (Earned). Die neuen Backlinks stärken wiederum Deine Website.

Kreislauf-Grafik, die zeigt, wie Owned Media, Paid Media und Earned Media sich gegenseitig verstärken
Abbildung 2: Der Media Kreislauf, Quelle: eology

Welche Rolle spielen Paid, Owned und Earned Media für SEO und KI-Suche?

Viele Unternehmen wissen nicht, wie oft sie in KI-Antworten auftauchen: Es erfassen nur 16 Prozent der Marken ihre KI-Sichtbarkeit systematisch. Hier helfen ein GEO-Audit und ein AI-Visibility-Monitoring.

Was ist der Earned Media Value?

Der Earned Media Value (EMV) drückt den Wert von Earned Media in Geld aus. Er zeigt, was die gleiche Reichweite als bezahlte Werbung gekostet hätte. Eingesetzt wird er vor allem in PR und Influencer-Marketing.

Wie berechnet man den Earned Media Value?

In der einfachsten Form multiplizierst Du die Reichweite mit einem vergleichbaren Werbepreis:

Erzielt ein Presseartikel 200.000 Impressionen und liegt der TKP vergleichbarer Anzeigen bei 15 Euro, entspricht das einem EMV von 3.000 Euro.

Ist der Earned Media Value aussagekräftig?

Nur begrenzt. Der EMV misst Reichweite, nicht Wirkung oder Qualität einer Erwähnung. Aussagekräftiger sind Kennzahlen wie Backlinks, Share of Voice, Sentiment, Nennungen in KI-Antworten sowie der Traffic und die Leads, die Earned Media auf Deine Website bringt.

Fazit: Paid, Owned und Earned Media gemeinsam denken

Paid Media bringt Dir schnelle Reichweite, Owned Media das nachhaltige Fundament und Earned Media das Vertrauen, das keine Anzeige kaufen kann. Keine Medienart funktioniert dauerhaft allein. In Zeiten von KI-Suche gilt mehr denn je: Wer mit starken eigenen Inhalten Erwähnungen in glaubwürdigen Quellen verdient, wird auch von ChatGPT und den Google AI Overviews empfohlen.