Advertorial

Advertorial

Alle Infos direkt ins Ohr!

Was ist ein Advertorial?

Ein Advertorial ist eine besondere Form der Werbung, die redaktionell aufbereitet wird und wie ein journalistischer Artikel wirkt. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern advertisement (Anzeige) und editorial (Leitartikel) zusammen.
Das Ziel eines Advertorials ist es, Produkte, Dienstleistungen oder Marken zu bewerben, ohne den typischen Charakter einer Werbeanzeige zu zeigen. Es bietet dem Leser einen Mehrwert, zum Beispiel durch Tipps, Hintergrundwissen oder Praxisbeispiele verfolgt dabei aber ein kommerzielles Interesse. Wichtig ist, dass Advertorials klar als Werbung gekennzeichnet werden, z. B. mit Hinweisen wie „Anzeige“ oder „Sponsored Post“, um Transparenz zu gewährleisten.

Wie unterscheidet sich ein Advertorial von einer klassischen Anzeige

Ein Advertorial unterscheidet sich deutlich von einer herkömmlichen Anzeige. Während klassische Anzeigen in der Regel kurz, plakativ und eindeutig werbend sind, ist ein Advertorial informativ, erklärend und im Stil eines redaktionellen Beitrags verfasst.
Es vermittelt Wissen, erzählt Geschichten und integriert die Werbebotschaft natürlich in den Textfluss. Dadurch wirkt die Werbung glaubwürdiger und weniger aufdringlich.

Welche Formen des Advertorials gibt es?

Advertorials können in verschiedenen Medienformen erscheinen – sowohl online als auch offline. Zu den gängigen Varianten zählen:

Im Online-Marketing werden Advertorials häufig genutzt, um Brand Awareness zu steigern, Backlinks aufzubauen oder Conversions indirekt zu fördern. Erfolge bei Adverticles im Onlinebereich sind leichter messbar, als im Printbereich. Hier hat der Nutzer die Möglichkeit zu interagieren, da er für ihn interessante externe Links direkt anklicken kann. Dies kannst Du überwachen und so erkennen, wie gut Dein Advertorial performt.

Wie habe ich Erfolg mit meinem Advertorial?

Essenziell für Deinen Sponsored Post ist der Inhalt, den Du verfasst. Der Nutzer erhofft sich von Deinem Artikel inhaltlichen Input.

Damit ein Advertorial wirklich überzeugt, sollten folgende Punkte beachtet werden:

Bei Lesern sind Zitate für das Produkt oder die Dienstleistung immer gerne gesehen. Das macht das Advertorial authentisch. Zitate können zum Beispiel vom Geschäftsführer oder Erfinder kommen.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Advertorials?

Viele Nutzer sind durch die mittlerweile sehr große Werbewelt im Offline- und Onlinebereich überfordert. Gerade im Onlinebereich stören sich viele Menschen an den blinkenden Popups und Werbe-Layovers. Was spricht also für und was gegen ein Advertorial?

Vorteile
Nachteile und Risiken
Hohe Glaubwürdigkeit: Durch den redaktionellen Stil wird die Werbebotschaft als informativer Inhalt wahrgenommen
Unklare oder fehlende Kennzeichnung kann rechtliche Probleme verursachen
Zielgruppenrelevanz: Der Beitrag kann genau auf die Leserschaft des Mediums zugeschnitten werden und Vertrauen aufgebaut werden
Zu werblicher Ton mindert Glaubwürdigkeit und Akzeptanz beim Publikum
SEO-Potenzial: Online-Advertorials bieten die Möglichkeit, relevante Keywords und Backlinks zu platzieren
Vertrauensverlust möglich, wenn der Werbecharakter erst spät erkannt wird
Messbarer Erfolg: Klicks, Leads oder Conversions lassen sich über Tracking-Links und UTM-Parameter genau analysieren
Hohe Kosten können den Nutzen übersteigen, wenn Zielgruppe oder Medium nicht passen

Tabelle 1: Vor- und Nachteile von Advertorials

Laut Statista liegt der Anteil der Internet- und Desktop-Nutzer in Deutschland, die Werbung über Adblocker ausblenden, bei etwa 23 % bis 24 % im Bereich Online-Display-Werbung. Diese Größe unterstreicht, wie stark sich traditionelle Werbeformate wie Banner oder Pop-Up-Ads zunehmend abschwächen, da ein relevanter Teil der Zielgruppe Werbung gar nicht erst sieht oder bewusst ausblendet.

Damit ergibt sich für Inhalte wie ein Advertorial ein entscheidender Vorteil: Weil ein Advertorial im Stil eines redaktionellen Beitrags erscheint, kann es die Hürde der Adblocker-Ausblendung überwinden und somit besser sichtbar sein, wenn klassische Banner-Werbung bereits blockiert wird.

Was sieht ein Advertorial aus?

Ein klassisches Beispiel für ein Advertorial ist ein Artikel wie „So finden Sie die perfekte Autoversicherung für Ihr E-Auto“, der nützliche Tipps zum Versicherungsschutz bietet, dabei aber unauffällig die Produkte eines bestimmten Versicherers vorstellt.
Auch Beiträge wie „5 Wege, nachhaltiger zu leben“, in denen ein Unternehmen für ökologische Kleidung vorgestellt wird, zählen zu typischen Advertorials.

Im Printbereich erscheinen Advertorials oft in Magazinen als Themenspecials, zum Beispiel „Gesund in den Winter“ mit Empfehlungen eines Pharmakonzerns.
Online wiederum finden sich Advertorials auf Nachrichten- oder Fachportalen, wo sie häufig als gesponserte Artikel mit dem Hinweis „Anzeige“ oder „Sponsored Post“ gekennzeichnet sind.

Wie unterscheidet sich Advertorial von Native Advertising, Content Marketing und Display Ads

Oft wird das Advertorial mit anderen Werbeformen verwechselt, insbesondere mit Native Advertising, Content Marketing und Display Ads. Obwohl sich die Formate ähneln, unterscheiden sie sich deutlich in Ziel, Gestaltung und Wahrnehmung.

Während Display Ads auf Sichtbarkeit und Reichweite setzen, zielen Advertorials und Native Ads auf Glaubwürdigkeit und inhaltliche Relevanz. Content Marketing wiederum stärkt diese Wirkung langfristig, indem es Marken über eigenen, unabhängigen Content positioniert.

Jule Langheim studierte Medienmanagement an der Technischen Hochschule Würzburg. Bei eology ist sie im Marketingteam verantwortlich für die Contenterstellung und die Vermarktung der Agentur über die Social-Media-Kanäle.

Jule
Langheim
, Marketing Manager j.langheim@eology.de +49 9381 5829048