Content Trends im Überblick!

06 min

2020
2019

Fünf Content-Trends für das Jahr 2020

Content Trends 2020
Content Trends 2020

Content ist King – daran ändert sich auch im neuen Jahrzehnt nichts. Wir zeigen Dir, mit welchen Trends Du Deinen Content im Jahr 2020 voranbringst.

Storytelling

Jeder hört gerne eine gute Geschichte. Sie ziehen uns in ihren Bann, fesseln und begeistern uns. Die große Kunst des Geschichtenerzählens kannst Du Dir im Content-Marketing zunutze machen. Denn die Fülle an Informationen im Internet hat zur Folge, dass eintönige Texte oft nur überflogen oder überhaupt nicht gelesen werden. Die Botschaft dahinter bleibt dem Leser nur selten im Gedächtnis. Bietest Du ihm stattdessen eine Geschichte mit Hintergrund, ziehst Du ihn in Deinen Bann und hältst Dich nachhaltig in seinem Bewusstsein. Da Kaufentscheidungen oftmals über einen längeren Zeitraum getroffen werden, bietet Storytelling eine gute Möglichkeit, sich im Vergleich mit der Konkurrenz durchzusetzen.

Authentizität

Auch wenn die Verkaufszahlen im Internet stetig steigen, ist vielen Nutzern das Internet zu anonym und unpersönlich. Sie sind auf der Suche nach authentischen und persönlichen Werbebotschaften. Indem Content aufregend und gleichzeitig authentisch dargestellt wird, gewinnt er die Aufmerksamkeit der Nutzer. Das funktioniert unter anderem mit diesen Hilfsmitteln:

  • Testimonials
  • Kundenbewertungen
  • Hintergrundstorys
  • Live Content (Videos, Podcasts etc.)

Authentischer, hochwertiger Content ist außerdem glaubwürdig. Das spielt in Zeiten von Daten-Diebstahl und Fake-News eine entscheidende Rolle. Mit authentischen Inhalten baust Du nicht nur Vertrauen auf, sondern präsentierst Dich dem Leser sympathisch und echt.

Kurze und knackige Informationen – das ist es, was der Leser (meistens) will. Mit Snippets (dt. Schnipsel), also kurzen Zusammenfassungen über dem eigentlichen Text, erhält der Leser auf einen Blick alle wichtigen Informationen. Möchte er weitere Infos, muss er den Rest des Textes lesen. Gut geschriebene Snippets animieren den Nutzer zum Weiterlesen. Ein großer Vorteil der Textschnipsel: Sie werden von Google immer wieder als sogenanntes Featured Snippet ausgespielt. Diese erscheinen in den SERPs als erstes organisches Ergebnis.

Abbildung 1: Suchergebnis zu Content in Google Maps (Featured Snippet blau markiert), Quelle: Google

Da die URL in der Vergangenheit zusätzlich ein weiteres Mal auf Platz 1 angezeigt wurde, war beim Featured Snippet gerne von der „Position Null“ die Rede. Inzwischen zeigt Google die URL des Featured Snippets nicht noch einmal als eigenständiges Ergebnis an, weshalb diese Bezeichnung inzwischen falsch ist. Die Suchmaschine möchte damit eine „Deduplizierung“ (lt. Google) der Suchergebnisse vermeiden.

Übrigens: Ein Featured Snippet muss nicht unbedingt ein Text sein, auch Videos, Tabellen oder Grafiken werden von Google als solches ausgespielt. Ob ein Inhalt als Featured Snippet erscheint, entscheidet die Suchmaschine alleine. Wenn Content für ein Featured Snippet in Frage kommen soll, muss er aber folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Korrekte Informationen
  • Kurz und knapp (max. zwei Sätze, kurze Liste etc.)
  • Auf einem Smartphone anzeigbar

Snackable Content

Bei Snackable Content handelt es sich um Informationen, die kurz und knapp zusammengefasst werden. Wie der kulinarische Snack, lässt sich Snackable Content schnell und nebenbei konsumieren. Der Fast Food Content begegnet uns in verschiedenen Formen, zum Beispiel:

  • Videos
  • GIFs
  • Memes
  • Infografiken
  • Kurze Textpassagen
  • Instagram-Posts

Snackable Content hat den Vorteil, dass der Nutzer ihn schnell unterwegs „snacken“ und ihn über Social Media weiterverbreiten kann. Er ist also perfekt geeignet, wenn Du deine User unterwegs schnell mit Informationen versorgen möchtest.

Perfekte Mischung

Kurz, informativ, mobile optimiert – so soll Content im Jahr 2020 aussehen. Stimmt, aber nur teilweise. In vielen Bereichen wünscht sich der Leser einen ausführlichen Ratgeber mit holistischem Content, der ihn umfassend zu einem Thema berät. Deine Aufgabe ist es, die perfekte Mischung aus umfangreichen Ratgebertexten, kurzen Beiträgen, Videos, Grafiken und Co. zu finden. So versorgst Du jeden Nutzer mit dem Content, den er sucht und kannst eine breite Zielgruppe ansprechen. Bevor Du Content produzierst, solltest Du Dich immer fragen: Welche Art von Inhalten rankt für die jeweilige Suchanfrage?

Fazit

Die mobile Revolution setzt sich fort. Nutzer möchten Informationen gerne in kleinen Häppchen serviert bekommen. Snackable Content heißt die Lösung, also Videos, Memes oder Infografiken, mit denen Informationen schnell aufgenommen werden können. Trotzdem solltest Du darauf achten, dass Du flexibel bleibst und Content-Snacks, holistischen Content, zum Beispiel in Form von ausführlichen Ratgebern, gegenüberstellst. Durch Storytelling und Authentizität hebst Du Deinen Content gegenüber anderen Plattformen hervor und bleibst dem Leser nachhaltig im Gedächtnis. Ein weiterer wichtiger Punkt für 2020: Voice Search. Diesen haben wir bereits in unseren Content-Trends 2019 thematisiert. Außerdem findest du dort Infos zu:

  • Content-Strategie
  • Nutzer-Intention
  • Content Siloing
  • User Experience

Du benötigst Hilfe bei der Texterstellung? Die Experten aus unserer Content Creation beraten Dich gerne und unterstützen Dich bei Bedarf mit hochwertigem SEO-Content. In unserem News-Bereich informieren wir Dich außerdem über die SEO-Trends 2020.

5 Content-Trends für 2019

Das Jahr 2018 ist fast zu Ende, 2019 steht bereits in den Startlöchern. Höchste Zeit, sich mit den Trends für das kommende Jahr zu beschäftigen. Welche neuen Herausforderungen und Entwicklungen sich abzeichnen, liest Du hier.

Trend #1: Die Content-Strategie gewinnt an Bedeutung

Die Qualität des Contents wird immer wichtiger. Im Jahr 2019 steht eine strategische Herangehensweise noch weiter im Fokus, denn nur damit ist ein dauerhafter Online-Erfolg möglich. Eine Content-Strategie erhöht die Effektivität Deiner Text-Erstellung und sichert die Bindung zum Nutzer. Im Vorfeld solltest Du wichtige Fragen klären, um dich gezielt auszurichten.
Die Strategie beinhaltet beispielsweise:

  • Ziele
  • Zielgruppen
  • Redaktionsplan
  • Monitoring

Content eignet sich als Mittel, um spezifische Ziele wie Rankings, Sichtbarkeit oder Traffic zu erreichen. Vergiss nicht, Deine Strategie zu dokumentieren und Prioritäten zu setzen. Sie ist einer der wichtigsten Indikatoren für Deinen späteren Erfolg. Eine Studie zeigt, dass 65 % der erfolgreichsten Content Marketers auf eine Content-Strategie setzen. Jedes Unternehmen sollte dabei eine individuelle Strategie festlegen, da sich die technischen Voraussetzungen, unternehmerischen Strukturen und Mitbewerber stets unterscheiden. Solltest Du hierbei Hilfe benötigen, empfehlen wir Dir für einen ersten Überblick unser Whitepaper „Content-Strategie für Deinen SEO-Erfolg“.

Trend #2: Die Intention des Nutzers berücksichtigen

Optimiere Deinen Content nicht für Suchmaschinen, sondern für den Nutzer! Die Zeiten des Keyword-Stuffings sind längst Geschichte. Die Suchmaschine bewertet nicht mehr auf rein syntaktischer Ebene, ebenfalls spielen semantische und pragmatische Faktoren eine Rolle, wie die Lesbarkeit des Textes. Das heißt: Ist der User zufrieden, ist es die Suchmaschine ebenfalls. Bei der Content-Erstellung solltest Du prüfen, welche Fragen der Nutzer hat und wie Du diese beantwortest. Anhand von Keywords siehst Du, welche Intention er hat. Besteht eine Kaufintention oder ist er nur auf der Suche nach Informationen? Verstehe und erfasse die Userabsichten, um diese mit Deinem Content zu bedienen. So begegnest Du dem Benutzer auf jeder Etappe der Costumer Journey mit wertvollen Inhalten, erfüllst seine Bedürfnisse und bietest einen echten Mehrwert.
Konkret heißt das, dass der Inhalt in die Tiefe geht sowie Wissens- und Informationslücken schließt. Gehe vom Wichtigen zum Unwichtigen, spreche in den ersten 10-20 Wörtern konkrete Nutzerbedürfnisse an. Außerdem solltest Du Texte so formulieren, dass kein zweites Lesen nötig ist. Achte außerdem auf Title-Tag und Meta-Description. Diese spielen für den Nutzer und die Suchmaschine gleichermaßen eine wichtige Rolle: Beide sind Dein Aushängeschild in den Suchergebnissen.

Trend #3: Den Content nach Themen strukturieren

Beim Content Siloing oder Clustering unterteilest Du Deine Website thematisch in Themen-Silos und baust die Informationsarchitektur entsprechend auf. Dabei gibt es einen Hauptartikel (Pillar-Content) mit umfassenden Informationen, aber ohne Details. Ergänzend dazu bietest Du mehrere Nebenartikel (Cluster-Pages) für Nischenfragen und Longtail-Keywords an. So ist der Inhalt in thematisch passende Umfelder gebündelt. Wichtig ist, dass Du nur innerhalb eines Themenschwerpunktes verlinkst.

Content Siloing
Abbildung 1: Siloing Struktur einer Mode-Website; Quelle: eology

Die Themenbereiche sowie der Content trennen sich klar voneinander ab und vermischen sich nicht. Zum einen stärkt das die verschiedenen Bereiche, zum anderen schafft das Content Clustering Autorität in bestimmten Themenkomplexen. Du zeigst damit Relevanz für ein Fachgebiet, außerdem etablierst Du Dich als Experte. Siloing hilft überdies dem Nutzer bei der Orientierung sowie Navigation auf Deiner Seite.

Trend #4: Die User-Experience einbeziehen

Die Nutzererfahrung ist entscheidend dafür, ob ein Angebot über die Suchmaschine Reichweite erzielen kann. Denn: Diese möchte dem Nutzer gute und relevante Informationen liefern sowie die bestmögliche Erfahrung bieten. Daher ist die User-Experience ein Erfolgsfaktor für die Content-Experience. Dabei ist es essenziell, dass Du den Nutzer kennst: Was will er sehen? Wo liegen seine Vorlieben? Wie soll der Content dargestellt sein? Stelle ihm individuelle, benutzerfreundliche und mehrwerthaltige Inhalte zur Verfügung. Mit emotionaler und zielgruppengerechter Ansprache machst Du Deinen Content zu einem einzigartigen Erlebnis. Auch eine optische und ästhetische Darstellung der Inhalte ist ein entscheidender Faktor. Es hilft, wichtige Teile visuell hervorzuheben, beispielsweise durch Fettungen oder den Hover-Effekt. Zur User-Experience gehört die Navigation auf der Seite. Diese sollte intuitiv bedienbar und übersichtlich sein. Beachte diese Punkte, denn bei schlechter Erfahrung verlierst Du den Nutzer schnell.

Trend #5: Den Content für Voice Search optimieren

Sprachassistenten werden immer beliebter
Abbildung 2:Sprachassistenten werden immer beliebter; Quelle: Marketa Kuchynkova/Shutterstock.com

Der Gebrauch von digitalen Assistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistent steigt immer weiter an. Bei der Sprachsuche berücksichtigt Google fast nur Top 3-Suchergebnisse. Bei der Voice Search hat der Nutzer eine konkrete Frage, liefere also konkrete Antworten. Löse dies beispielsweise über eine FAQ-Seite. Wenn Du Deine Seite eher nach Longtail-Keywords und Frage-Keywords mit der passenden Antwort ausrichten, kann Google schnell und zielgerichtet eine Antwort geben.

Tools, die bei der Recherche von Fragen helfen, sind:

Zufällig ist, dass langer und ausführlicher Content scheinbar als Qualitätsmerkmal gilt. Stelle aber trotzdem die wichtigen Informationen nach vorne. Bei der Optimierung für Voice Search solltest Du auch auf den Sprachfluss und die Formulierung achten. Das kann gerne etwas umgangssprachlicher sein, sofern das zu Deinem Unternehmen passt. Ein weiterer zentraler Punkt sind lokale Suchanfragen. Fragt ein Nutzer aus Köln „Wo kann ich gut italienisch essen gehen?“, wird ihm ein Italiener in Hamburg wenig weiterhelfen.

Fazit

Diese 5 Trends werden Dir im nächsten Jahr noch öfter begegnen. Warte mit der Umsetzung allerdings nicht allzu lange. Mit etwas Struktur gelingt Dir die Realisierung der einzelnen Trends leichter. Dabei hilft Dir eine dokumentierte Content-Strategie mit Zielen und Prioritäten. Bedenke dabei immer, dass Du nicht für die Suchmaschine, sondern für den User optimierst. Bietest Du ihm eine gute User-Experience und einen echten Mehrwert, wird auch die Suchmaschine Dich belohnen.

Welche Trends für die Suchmaschinenoptimierung 2019 relevant sind, erfährst Du in unserem Newsartikel.

 

Christoph Herbig hat sein Studium mit dem Master in Germanistik an der Uni Würzburg abgeschlossen. Bei eology ist er als Content Creator und sorgt dafür, dass keine Content-Fragen offen bleiben.

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