Social Media Trends – diese Entwicklungen solltest Du im Social Media Marketing berücksichtigen!

03.01.2023 06 min

Das sind die #SocialMediaTrends2023 ! In diesem Beitrag fassen wir die aktuellen Trends aus der Talkwater & Khoros Studie 2023 zusammen. Eins ist klar – in diesem Jahr werden sich die Unternehmen darauf konzentrieren, das Vertrauen der Verbraucher zu stärken.

Trend 1: Das Cookie-Ende ist in Sicht!
Trend 2: Soziale Medien mit neuem sozialem Standard
Trend 3: Dezentralisierte Social Networks
Trend 4: Content wird multisensorisch – Internet of Senses
Trend 5: Social Commerce
Trend 6: Das Metaverse
Trend 7: Predicitive Analytics
Trend 8: Authentischer Umweltschutz statt Greenwashing
Trend 9: Social Media als Kriterium für die Customer Experience
Trend 10: Communitys

Trend 1: Das Cookie-Ende ist in Sicht!

Das Ende der Cookies ist in Sicht! Mit der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung und anderer Datenschutzbestimmungen wird die Abschaffung der Drittanbieter-Cookies auf Webseiten erwartet. Dies wird Google zufolge noch bis in das Jahr 2024 andauern. Somit müssen die Nutzer nicht mehr befürchten, dass ihre Daten ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung verfolgt oder weitergegeben werden. Daraus folgt, dass Werbetreibende andere Wege finden müssen, um ihre Dienste zu monetarisieren.

Wie wird die Zukunft ohne Cookies aussehen?

Markenerwähnungen in sozialen Medien, Blogs, Foren und darüber hinaus können mit der Methode des Social Listening beobachtet werden. Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen, die Haltung der Öffentlichkeit gegenüber ihrer Marke zu bewerten. Zu diesem Zweck müssen keine Cookies verwendet werden, da Daten, die allen Unternehmen zur Verfügung stehen, genutzt werden, um verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen.

Um dauerhaftes Vertrauen und langfristige Beziehungen ohne Cookies zu schaffen, ist es wichtig, dass Unternehmen ihre Zielgruppe genau kennen. Lege deshalb bei der Kommunikation Deiner Marke Wert auf Transparenz und Datenschutz. Analysiere die geschützten Daten, die Du sammeln kannst und setze Prioritäten für Content-Strategien, die Dir helfen, Daten über Deine Zielgruppe zu sammeln. Nutze außerdem Social Listening, um Lebensstil, Verbraucherinteressen und Trends zu überwachen.

Trend 2: Soziale Medien mit neuem sozialem Standard

Die Auswirkungen von Fake News sind überall zu spüren. Diese haben negative Auswirkungen auf Unternehmen, Menschen und sogar Regierungen. Deepfakes werden immer häufiger. Dabei handelt es sich um Videos, die mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden und Aktivitäten bestimmter Personen wiedergeben, die nie wirklich stattgefunden haben.

Verbraucher erwarten ein gewisses Vertrauen im Umgang mit den Inhalten. Aus diesem Grund wird sich die Nachfrage nach Integrität und Authentizität im Jahr 2023 wahrscheinlich verstärken. Dies macht es erforderlich, dass Unternehmen und soziale Mediennetzwerke ihre Ansätze entsprechend ändern.

Trend 3: Dezentralisierte Social Networks

Kritiker äußern zunehmend Bedenken hinsichtlich der geringen Möglichkeiten die Nutzung sozialer Netzwerke zu kontrollieren. Was veröffentlicht wird, wie die Daten gespeichert werden, welche Zensurtaktiken angewandt werden und andere Entscheidungen werden von den Plattformbetreibern bestimmt, anstatt den Nutzer mit einzubeziehen. Als Reaktion darauf sind dezentrale Netzwerke (z. B. LOL, Phaver, Mastodon, Steemit) aufgetaucht, die den Nutzern ein höheres Maß an Autonomie bieten. Diese dezentralen Netzwerke werden im Jahr 2023 nicht führend sein, aber sicherlich das Interesse der führenden Plattformen wecken. Es ist wahrscheinlich, dass die großen sozialen Websites mehr tun werden, um die von den Kunden geäußerten Sorgen auszugleichen und ihnen vielleicht sogar mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu ermöglichen. Auch Social Networks wie die App „Be Real“, Kryptowährungen, NFTs und Blockchain beschäftigen in diesem Jahr die Social Media Welt.

Trend 4: Content wird multisensorisch – Internet of Senses

Jährlich werden Vorhersagen über den neuesten Formattrend wie Kurzvideos oder Social Audio gemacht. Langfristig dominiert jedoch nicht nur ein Format. Der Trend entwickelt sich immer weiter zu einem „Internet der Sinne“, bei dem virtuelle Sinneserfahrungen durch Technologien geschaffen werden. Aus diesem Grund ist ein Multi-Channel-Ansatz notwendig.

Es geht nicht nur darum, die Kunden auf interaktive Weise anzusprechen, sondern ihnen einen leichteren Zugang zu den Inhalten zu ermöglichen, die sie von einem Unternehmen erwarten. Die Investitionen in die Verbesserung digitaler Erlebnisse werden weitergehen, mit beispielsweise zusätzlichen sensorischen Komponenten wie Gamification und digitalen Einkaufszentren.

Die Unternehmen müssen sich weiterhin Gedanken machen, wie sie ihre Zielgruppen mit einem neuartigen und bemerkenswerten Format ansprechen können. Mit der Ausweitung des Metaversums wird das Jahr 2023 viele Möglichkeiten bieten und die Reise zum Internet der Sinne beschleunigen.

Trend 5: Social Commerce

Social Commerce ist ein schnell wachsender Trend, der bis 2023 weiter an Fahrt gewinnen wird. Er bezieht sich auf die Nutzung von Social-Media-Plattformen, um Online-Transaktionen zu erleichtern. Dazu gehören Aktivitäten wie der Kauf und Verkauf von Produkten, Zahlungen und Kundenservice.

Der Anstieg des Social Commerce wird durch die wachsende Zahl von Menschen vorangetrieben, die soziale Medien für Einkaufszwecke nutzen. Diese Entwicklung wurde durch die Pandemie noch beschleunigt, da immer mehr Menschen aus Gründen der Bequemlichkeit und Sicherheit auf Online-Shopping zurückgreifen.

Unternehmen müssen sich darauf konzentrieren, ein nahtloses Einkaufserlebnis auf allen Social-Media-Plattformen zu schaffen. Dazu gehört, dass Kunden die Möglichkeit haben, Produkte direkt über ihre Feeds zu kaufen, und dass sie personalisierte Empfehlungen und Rabatte erhalten. Unternehmen sollten auch in Technologien wie Chatbots und virtuelle Assistenten investieren, um einen besseren Kundenservice zu bieten.

Trend 6: Das Metaverse

Das Metaverse-Konzept, eine Mischung aus digitaler, erweiterter und echter Realität, sorgte im vergangenen Jahr erstmals für Aufsehen. Jetzt wird der Trend immer wichtiger. Facebook bemüht sich um ein Meta-Rebranding, während führende Tech-Unternehmen wie Microsoft und Tencent ihre eigenen Metaverse-Ideen vorgestellt haben.

Das Metaverse wird die ultimative Plattform für Nutzer sozialer Medien sein, um miteinander in Kontakt zu treten, Erfahrungen auszutauschen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Unternehmen sollten in Erwägung ziehen, in Technologien wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) zu investieren, um für ihre Kunden immersive Erlebnisse zu schaffen. Außerdem sollten sie sich auch auf die Erstellung von Inhalten konzentrieren, die auf das Metaversum zugeschnitten sind, wie z. B. interaktive Spiele und virtuelle Geschäfte. 

Trend 7: Predicitive Analytics

Predictive Analytics ist ein leistungsfähiges Instrument, das im Jahr 2023 zunehmend an Bedeutung im Marketing gewinnen wird. Diese Technologie nutzt Daten und Algorithmen, um zukünftige Ergebnisse und Verhaltensweisen vorherzusagen. In vielen anderen Branchen ist diese Methode schon etabliert.

Unternehmen können Predictive Analytics nutzen, um ihre Kunden besser zu verstehen und ihre Bedürfnisse zu antizipieren. Beispielsweise können sie damit Kundensegmente mit ähnlichen Interessen oder Vorlieben identifizieren oder die Abwanderungsrate von Kunden vorhersagen. Sie können es auch nutzen, um Marketingkampagnen zu optimieren und die richtigen Zielgruppen mit den richtigen Botschaften anzusprechen. Predictive Analytics können auch zur Verbesserung des Kundendienstes und zur Entwicklung effektiverer Produkte und Dienstleistungen eingesetzt werden.

Trend 8: Authentischer Umweltschutz statt Greenwashing

Die Umweltkrise wird immer dringlicher und die Unternehmen müssen handeln. Viele betreiben jedoch Greenwashing, d. h. sie machen falsche Behauptungen über ihre Umweltschutzbemühungen. Dies kann dem Ruf und der Glaubwürdigkeit eines Unternehmens schaden.

Im Jahr 2023 sollten sich Unternehmen auf echten Umweltschutz statt auf Greenwashing konzentrieren. Das bedeutet, dass sie echte Maßnahmen ergreifen müssen, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und in nachhaltige Praktiken wie erneuerbare Energiequellen, Abfallvermeidung und die Verwendung umweltfreundlicher Materialien zu investieren. Die Unternehmen sollten auch sicherstellen, dass ihre Umweltpolitik transparent und für die Kunden leicht zugänglich ist.

Die Nutzer sozialer Medien werden zunehmend für Umweltfragen sensibilisiert und Unternehmen sollten dies zu ihrem Vorteil nutzen. Sie sollten sich darauf konzentrieren, Inhalte zu erstellen, die ihre Kunden über nachhaltige Praktiken aufklären und informieren sowie sie ermutigen selbst Maßnahmen zu ergreifen. Unternehmen sollten soziale Medien auch nutzen, um ihre eigenen Umweltinitiativen zu fördern, z. B. Kampagnen oder Veranstaltungen, die das Bewusstsein für den Klimawandel oder die Umweltverschmutzung schärfen. Dies trägt dazu bei, Vertrauen bei den Kunden aufzubauen und zu zeigen, dass sich das Unternehmen für den Umweltschutz einsetzt.

Trend 9: Social Media als Kriterium für die Customer Experience

Im Jahr 2023 werden die sozialen Medien ein wichtiges Kriterium für das Kundenerlebnis sein. Unternehmen sollten soziale Medien nutzen, um mit Kunden in Kontakt zu treten und Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Das bedeutet, dass sie schnell auf Kundenanfragen reagieren und hilfreiche Informationen bereitstellen sollten. Unternehmen sollten soziale Medien auch nutzen, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu präsentieren und Inhalte zu erstellen, die bei ihrer Zielgruppe Anklang finden.

Soziale Medien können auch genutzt werden, um die Kundenzufriedenheit zu messen. Unternehmen sollten Metriken wie Likes, Kommentare, Shares und Views verfolgen, um sich ein Bild davon zu machen, wie die Kunden auf ihre Inhalte und Produkte reagieren. Sie können auch Tools zur Stimmungsanalyse verwenden, um das Kundenfeedback auf Social-Media-Plattformen zu analysieren und verbesserungsbedürftige Bereiche zu ermitteln.

Trend 10: Communitys 

Im Jahr 2023 sollten sich Unternehmen auf den Aufbau von Communitys rund um ihre Marke konzentrieren. Das bedeutet, einen Raum zu schaffen, in dem Kunden miteinander in Kontakt treten und ihre Erfahrungen mit den Produkten oder Dienstleistungen des Unternehmens austauschen können. Unternehmen sollten soziale Medien nutzen, um diese Gemeinschaften zu schaffen, indem sie virtuelle Events veranstalten, Wettbewerbe und Umfragen durchführen sowie Kundengespräche anregen. Insbesondere werden private Social Media Plattformen wie Discord, Signal oder Geneva immer beliebter, um eine persönlichere und engere Bindung mit seiner Zielgruppe zu erreichen.

Diese Communitys können auch genutzt werden, um Kundenfeedback zu neuen Produkten oder Dienstleistungen einzuholen. Die Unternehmen können dieses Feedback nutzen, um ihre Angebote zu verbessern und sicherzustellen, dass sie den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Communitys können auch dazu genutzt werden, Treueprogramme zu fördern und Kunden für ihr Engagement zu belohnen. 

Social Media Trends 2023 im Überblick
Social Media Trends 2023 im Überblick

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Social-Media-Trends im Jahr 2023 auf die Aufklärung und Information der Kunden über nachhaltige Praktiken, die Nutzung sozialer Medien bis hin zum Aufbau von Communitys rund um Marken konzentrieren werden. Unternehmen sollten diese Trends zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie Inhalte erstellen, die ihre Zielgruppe ansprechen. Außerdem liegt der Fokus auf schneller Reaktion im Hinblick auf Kundenanfragen und der regelmäßigen Auswertung von Metriken wie Likes, Kommentare, Shares und Views.

Olga Fedukov absolvierte ihr Studium im Bereich Medienmanagement an der Fachhochschule Würzburg. Im Marketingteam von eology ist sie verantwortlich für die ganzheitliche Vermarktung der Agentur über diverse Kanäle. Darüber hinaus übernimmt sie die Planung und Koordination des Content-Bereichs auf der Website sowie der eology-Webinare.

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