WordPress: So kannst Du mit WordPress eine Website erstellen

WordPress: So kannst Du mit WordPress eine Website erstellen

10 min

WordPress ist eines der bekanntesten Systeme, wenn es darum geht, eine eigene Website aufzubauen. Egal ob Blog, Unternehmensseite oder Online-Shop, mit WordPress kannst Du viele verschiedene Arten von Websites erstellen.

Der große Vorteil liegt darin, dass Du keine Programmierkenntnisse brauchst. Statt komplizierten Code zu schreiben, arbeitest Du über eine grafische Oberfläche. Inhalte lassen sich ähnlich einfach bearbeiten wie in einem Textverarbeitungsprogramm.

In diesem Artikel erfährst Du:

  1. Was ist WordPress?
  2. Wie kannst Du mit WordPress eine Website erstellen?
  3. Welche Rolle spielen Themes und Plugins bei WordPress?
  4. Was ist WooCommerce bei WordPress?
  5. Welche Alternativen gibt es zu WordPress?
  6. Was sind häufige Fehler bei der Erstellung einer WordPress Website?
  7. Das Wichtigste zu WordPress auf einen Blick

Was ist WordPress?

WordPress ist ein sogenanntes Content-Management-System (CMS). Damit kannst Du Inhalte auf Deiner Website verwalten, ohne selbst programmieren zu müssen.

Statt Code zu schreiben, arbeitest Du über ein Backend, also eine Verwaltungsoberfläche. Dort kannst Du neue Seiten erstellen, Texte bearbeiten oder Bilder hochladen.

Die wichtigsten Bereiche im WordPress-Backend sind zum Beispiel:

Viele Websites bestehen genau aus diesen Elementen. WordPress bündelt sie in einer übersichtlichen Oberfläche, sodass Du Deine Website sehr einfach verwalten kannst.

Wie kannst Du mit WordPress eine Website erstellen?

Wenn Du mit WordPress eine Website erstellen möchtest, besteht der Prozess aus mehreren grundlegenden Schritten. Auch wenn das zunächst technisch klingt, ist der Aufbau einer WordPress-Website heute deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren.

Viele Hosting-Anbieter haben ihre Systeme so optimiert, dass Du WordPress innerhalb weniger Minuten installieren und nutzen kannst. Wichtig ist vor allem, dass Du die einzelnen Schritte in der richtigen Reihenfolge umsetzt.

Im Grunde läuft der Aufbau einer WordPress-Website in vier zentralen Phasen ab:

Die Grafik zeigt die vier Schritte, um eine Webseite mit WordPress zu erstellen: Domain registrieren und Hosting buchen, WordPress installieren, ein passendes Theme auswählen und WordPress Plugins installieren.
Abbildung 1: In 4 Schritten eine Webseite mit WordPress erstellen
Quelle: eology

Im Folgenden schauen wir uns diese Schritte genauer an.

1. Domain registrieren und Hosting buchen

Bevor Du überhaupt mit WordPress arbeiten kannst, brauchst Du zwei grundlegende Dinge: eine Domain und ein Webhosting.

Die Domain ist die Internetadresse Deiner Website. Sie sorgt dafür, dass Besucher Deine Website im Browser aufrufen können. Neben der Domain brauchst Du auch ein Hosting-Paket. Beim Hosting wird der Speicherplatz bereitgestellt, auf dem Deine Website gespeichert wird. Jeder Besucher, der Deine Website aufruft, lädt die Inhalte von diesem Server.

Viele Anbieter haben sich speziell auf WordPress spezialisiert und bieten sogenannte Managed WordPress Hosting Pakete an. Diese erleichtern die technische Einrichtung erheblich. Sobald Domain und Hosting eingerichtet sind, kannst Du mit dem nächsten Schritt beginnen: der Installation von WordPress.

2. WordPress installieren

Nachdem Dein Hosting eingerichtet ist, kannst Du WordPress installieren. Bei den meisten Hosting-Anbietern funktioniert das heute über eine sogenannte 1-Klick-Installation.

Das bedeutet, dass Du WordPress nicht manuell herunterladen oder konfigurieren musst. Stattdessen erledigt das Hosting-System die meisten technischen Schritte automatisch.

Der Installationsprozess läuft meist so ab:

  1. Du meldest Dich im Hosting-Konto an
  2. Du wählst die Option WordPress installieren
  3. Du legst einen Benutzernamen und ein Passwort fest
  4. Das System installiert WordPress automatisch

Nach der Installation kannst Du Dich im WordPress-Dashboard anmelden. Im Dashboard findest Du die zentrale Steuerung Deiner Website. Hier kannst Du:

Gerade am Anfang lohnt es sich, das Dashboard ein wenig zu erkunden, um ein Gefühl für die Struktur von WordPress zu bekommen.

3. WordPress Theme auswählen

Nachdem WordPress installiert ist, solltest Du Dich als Nächstes um das Design Deiner Website kümmern. Dieses wird durch sogenannte WordPress Themes bestimmt.

Ein WordPress Theme ist im Grunde eine Designvorlage, die festlegt, wie Deine Website aussieht. Dazu gehören unter anderem:

WordPress bietet eine große Bibliothek mit kostenlosen Themes, die Du direkt im Backend installieren kannst. Der Ablauf sieht normalerweise so aus:

  1. Im Dashboard den Bereich Design Themes öffnen
  2. Auf Theme hinzufügen klicken
  3. ein Theme auswählen
  4. auf Aktivieren klicken

Besonders beliebt sind moderne und flexible Themes wie:

Diese Themes sind vor allem deshalb beliebt, weil sie:

Bei der Auswahl eines Themes solltest Du darauf achten, dass es regelmäßig aktualisiert wird und mit der aktuellen WordPress-Version kompatibel ist.

Ein gutes Theme sorgt nicht nur für ein schönes Design, sondern verbessert auch die Benutzerfreundlichkeit und Ladegeschwindigkeit Deiner Website.

4. WordPress Plugins installieren

Nachdem das Design Deiner Website steht, kannst Du zusätzliche Funktionen über WordPress Plugins hinzufügen.

Plugins sind Erweiterungen, mit denen Du WordPress um neue Möglichkeiten ergänzen kannst. Das Plugin-System ist einer der größten Vorteile von WordPress, weil Du Deine Website damit sehr flexibel erweitern kannst.

Typische Funktionen von WordPress Plugins sind zum Beispiel:

Die Installation eines Plugins funktioniert ähnlich wie bei Themes. Der Ablauf ist meistens folgender:

  1. Im Dashboard den Bereich Plugins Installieren öffnen
  2. ein Plugin über die Suchfunktion finden
  3. auf Installieren klicken
  4. anschließend Aktivieren

Trotz der großen Auswahl solltest Du Plugins mit Bedacht einsetzen. Zu viele Erweiterungen können die Ladegeschwindigkeit Deiner Website negativ beeinflussen. Viele erfolgreiche Websites arbeiten mit 5 bis 10 gut ausgewählten Plugins, die regelmäßig aktualisiert werden.

Welche Rolle spielen Themes und Plugins bei WordPress?

Bei WordPress spielen Themes und Plugins eine zentrale Rolle, weil sie bestimmen, wie Deine Website aussieht und welche Funktionen sie bietet. Während WordPress Themes vor allem das Design und Layout Deiner Website festlegen, sorgen WordPress Plugins für zusätzliche Funktionen und Erweiterungen. Dadurch kannst Du Deine Website flexibel anpassen und genau auf Deine Anforderungen zuschneiden. Diese Kombination aus Design und Erweiterbarkeit ist einer der Gründe, warum WordPress so vielseitig einsetzbar ist.

WordPress Themes – Das Design Deiner Website

Während WordPress die technische Grundlage bildet, bestimmen WordPress Themes das Design Deiner Website. Im WordPress-Backend findest Du eine große Auswahl an kostenlosen Themes. Diese kannst Du direkt installieren und aktivieren.

Viele Websitebetreiber nutzen jedoch Premium WordPress Themes. Diese kosten meist zwischen 30 und 100 Euro, bieten dafür aber deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Das richtige Theme ist wichtig, weil es nicht nur das Design bestimmt, sondern auch Ladezeit, Benutzerfreundlichkeit und SEO-Performance Deiner Website beeinflusst.

WordPress Plugins – Funktionen erweitern

Eine der größten Stärken von WordPress sind die WordPress Plugins. Sie funktionieren ähnlich wie Apps auf Deinem Smartphone. Mit Plugins kannst Du Deiner Website zusätzliche Funktionen hinzufügen, ohne programmieren zu müssen.

Trotz der großen Auswahl solltest Du Plugins bewusst einsetzen. Zu viele Erweiterungen können die Performance Deiner Website negativ beeinflussen. In vielen Fällen reichen einige wenige, gut gepflegte Plugins völlig aus.

WordPress WooCommerce – Einen Online-Shop erstellen

WordPress eignet sich nicht nur für Blogs oder Unternehmensseiten. Mit dem Plugin WordPress WooCommerce kannst Du auch einen vollständigen Online-Shop erstellen. WooCommerce erweitert WordPress um alle wichtigen E-Commerce-Funktionen.

Nach der Installation kannst Du:

WooCommerce unterstützt viele Funktionen, die für moderne Online-Shops wichtig sind.

Dazu gehören zum Beispiel:

Gerade für kleine und mittlere Online-Shops ist WordPress WooCommerce eine sehr beliebte Lösung.

Alternativen zu WordPress

Trotz seiner Beliebtheit ist WordPress natürlich nicht die einzige Möglichkeit, eine Website zu erstellen. Es gibt einige Alternativen zu WordPress, die je nach Projekt sinnvoll sein können. Website-Baukästen wie Wix oder Squarespace richten sich vor allem an Einsteiger. Sie ermöglichen es, Websites per Drag-and-Drop zu erstellen.

Der Vorteil liegt in:

Andere Content-Management-Systeme wie Joomla, Drupal oder TYPO3 sind eher für größere oder technisch anspruchsvollere Websites gedacht. Viele Nutzer entscheiden sich dennoch für WordPress, weil es einen sehr guten Mittelweg zwischen Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit bietet.

Was sind häufige Fehler bei der Erstellung einer WordPress Website?

Wenn Du mit WordPress eine Website erstellen möchtest, ist der Einstieg meist einfacher als erwartet. Dennoch gibt es einige typische Fehler, die gerade Anfänger häufig machen. Diese können sich negativ auf die Ladegeschwindigkeit, die Sicherheit oder sogar auf das Google-Ranking Deiner Website auswirken.

Bessere Platzierungen dank zielgerichteter SEO? Wir zeigen Dir hier, auf welche SEO-Faktoren es ankommt!

Zum Glück lassen sich viele dieser Probleme leicht vermeiden, wenn Du von Anfang an einige grundlegende Dinge beachtest. Im Folgenden findest Du die häufigsten Fehler bei WordPress Websites und Tipps, wie Du sie umgehen kannst.

Zu viele WordPress Plugins installieren

Einer der häufigsten Fehler ist die Installation von zu vielen WordPress Plugins. Da es tausende Erweiterungen gibt, ist die Versuchung groß, möglichst viele Funktionen hinzuzufügen.

Doch jedes Plugin kann sich auf die Performance Deiner Website auswirken. Zu viele Plugins können dazu führen, dass Deine Website einen geringeren Pagespeed hat oder sogar technische Probleme entstehen.

Typische Probleme durch zu viele Plugins sind:

Statt möglichst viele Plugins zu installieren, solltest Du Dich auf einige wenige, gut gepflegte Erweiterungen konzentrieren.

Eine gute Strategie ist es, nur Plugins zu verwenden, die wirklich notwendig sind, zum Beispiel:

Qualität ist hier deutlich wichtiger als Quantität.

Ein schlechtes oder veraltetes WordPress Theme verwenden

Das WordPress Theme bestimmt nicht nur das Design Deiner Website, sondern beeinflusst auch die technische Leistung.

Ein schlecht programmiertes oder veraltetes Theme kann Probleme verursachen wie:

Achte deshalb darauf, ein Theme zu wählen, das:

Viele moderne WordPress Themes wie Astra oder GeneratePress sind speziell darauf ausgelegt, schnell zu laden und gut mit Plugins zusammenzuarbeiten.

Keine regelmäßigen Updates durchführen

WordPress entwickelt sich ständig weiter. Daher erscheinen regelmäßig Updates für:

Diese Updates enthalten oft wichtige Verbesserungen für:

Wenn Updates ignoriert werden, kann Deine Website anfällig für Sicherheitslücken werden. Eine einfache Regel lautet daher:

Halte WordPress, Themes und Plugins immer auf dem neuesten Stand.

Vor größeren Updates ist es jedoch sinnvoll, ein Backup Deiner Website zu erstellen.

Keine Backups erstellen

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Fehlen von regelmäßigen Backups. Technische Probleme können jederzeit auftreten, zum Beispiel durch:

Ohne Backup kann es schwierig sein, Deine Website wiederherzustellen. Deshalb solltest Du unbedingt ein automatisches Backup-System einrichten. Viele Hosting-Anbieter bieten bereits integrierte Backup-Funktionen an.

Alternativ kannst Du auch spezielle WordPress Plugins verwenden, die automatisch Sicherungskopien Deiner Website erstellen. Ein gutes Backup-System sorgt dafür, dass Du Deine Website im Notfall schnell wiederherstellen kannst.

Suchmaschinenoptimierung vernachlässigen

Viele Websitebetreiber konzentrieren sich zunächst auf das Design und vergessen dabei die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Dabei ist SEO entscheidend, damit Deine Website überhaupt über Google gefunden wird.

Zu den wichtigsten SEO-Grundlagen gehören:

Ein gutes WordPress SEO Plugin kann Dir dabei helfen, Deine Inhalte besser zu optimieren. Diese Tools helfen Dir zum Beispiel dabei:

So vermeidest Du Fehler und profitierst langfristig

WordPress ist ein sehr leistungsfähiges System, doch wie bei jeder Software gibt es einige Dinge, auf die Du achten solltest.

Die häufigsten Fehler bei WordPress Websites sind:

Wenn Du diese Punkte von Anfang an berücksichtigst, kannst Du viele Probleme vermeiden und Deine Website langfristig erfolgreich betreiben.

Das Wichtigste zu WordPress auf einen Blick

WordPress gehört heute zu den vielseitigsten und am häufigsten genutzten Systemen, wenn es um den Aufbau moderner Websites geht. Mit etwas Einarbeitung kannst Du mit WordPress eine Website erstellen, die sowohl optisch ansprechend als auch technisch auf einem professionellen Niveau umgesetzt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du einen Blog, eine Unternehmensseite oder eine umfangreichere Plattform aufbauen möchtest – WordPress bietet Dir die nötige Flexibilität, um ganz unterschiedliche Projekte umzusetzen.

Ein großer Vorteil von WordPress ist die Kombination aus WordPress Themes, WordPress Plugins und Erweiterungen wie WordPress WooCommerce. Während Themes das Design und die Struktur Deiner Website bestimmen, sorgen Plugins dafür, dass Du neue Funktionen hinzufügen kannst – zum Beispiel Kontaktformulare, Sicherheitslösungen oder SEO-Tools. Mit WooCommerce lässt sich WordPress sogar problemlos in einen vollständigen Online-Shop verwandeln, über den Du Produkte oder Dienstleistungen verkaufen kannst.

Natürlich gibt es auch einige Alternativen zu WordPress, etwa Website-Baukästen oder andere Content-Management-Systeme. Dennoch bietet WordPress für viele Projekte eine besonders gute Mischung aus Flexibilität, Kostenkontrolle und Benutzerfreundlichkeit. Gerade weil das System so weit verbreitet ist und ständig weiterentwickelt wird, bleibt WordPress für viele Websitebetreiber eine der attraktivsten Lösungen, um langfristig eine professionelle und erweiterbare Website aufzubauen.

Kathas Herz schlägt seit ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation für Marketing. Als Teil des eology-Marketing-Teams kümmert sie sich um das Messe- und Eventmanagement der Agentur. Außerdem teilt Katha gern ihr gesammeltes eology-Wissen in Magazinen, Blogs und Zeitschriften.

Kathrin
Bertelmann
, Marketing Manager k.bertelmann@eology.de +49 9381 58290127