Google My Business: Der ultimative Guide inkl. Profitipps zur Optimierung

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Es ist Donnerstag Mittag. Du hast einen wichtigen Termin mit einem potenziellen neuen Kunden. In fünf Minuten ist das Treffen vor dem Berliner Bahnhof. Über WhatsApp hast Du schon herausgefunden, dass der neue Geschäftspartner italienisches Essen mag. Er fragte: „Kennst dort ein gutes italienisches Restaurant?“ Was tun? Natürlich auf Google.de folgendes eintippen: „Italienisches Restaurant in der Nähe“.

Was Google daraufhin anzeigt, könnte ungefähr so aussehen, je nachdem wo sich der Suchende gerade befindet:

Das ist die allseits bekannte lokale Suche. Wie man einen eigenen solchen Eintrag anlegt und diesen optimiert, ist Thema dieses Beitrags.

Google My Business in Zahlen

Google hat die lokale Suche in den letzten Jahren sehr stark ausgebaut und stellt für Geschäfteinhaber immer mehr spannende Marketingfunktionen zur Verfügung. Falls Du ein lokales Unternehmen betreibst, dann ist es jetzt an der Zeit, sich einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten zu verschaffen. Aber lohnt sich das überhaupt?

Wie viel Potenzial bietet die lokale Suche?

Google My Business (GMB) ist mit Abstand die effektivste Möglichkeit über die Suchmaschine an lokale Kunden zu kommen. GMB gibt es bereits seit 2014. Im selben Jahr und in 2018 veröffentlichte die Suchmaschine Studien, die umfangreich Aufschluss über das Verhalten von Konsumenten in der lokalen Suche geben:

  • 80 % aller Suchenden nutzen laut Google die lokale Suche. 82 % nutzen „in der Nähe“ Suchanfragen (Quelle: Search Engine Land, 2018).
  • 2014: 50 % der Konsumenten, die eine lokale Suchanfrage auf dem Smartphone durchführen, besuchen ein Geschäft innerhalb eines Tages. Ebenso 34 % der Suchenden auf dem Computer.
  • 2016: 76 % der Suchenden besuchen ein Geschäft innerhalb eines Tages nach einer Suche auf dem Smartphone, davon kaufen 28 %.
© Google
  • 18 % der lokalen Suchanfragen führen zu einem Kauf innerhalb eines Tages. Bei allgemeinen Suchanfragen sind es nur 7 %.
  • Konsumenten suchen überall und zu jeder Gelegenheit (im Bus, Geschäft, auf der Arbeit, im Restaurant, der Bar, im Hotel, am Flughafen etc.) nach lokalen Informationen.
  • In 2018 gab es im Vergleich zu den zwei Jahren davor eine Steigerung von 900 % bei Suchanfragen mit Schema „___ in der Nähe“ (Think with Google, 2018).

Die Datenlage kann eindeutiger nicht sein: Lokale Suchanfragen sind enorm wichtig und werden immer wichtiger. Wer ein lokales Geschäft betreibt und die Möglichkeiten von Google My Business noch nicht nutzt, lässt sehr viel Potenzial verstreichen.

Was genau ist Google My Business?

GMB ist eine kostenlose Plattform, die dabei hilft, das eigene Unternehmen in der Google-Suche und auf Google-Maps zu präsentieren. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen oder der Anbieter wenigstens (potenziellen) „Gesichtskontakt“ mit dem Kunden haben könnte. GMB ist primär für Restaurants, Friseure, Blumenläden etc. vorgesehen. Allerdings können auch Agenturen und andere Unternehmen ohne Laufkundschaft GMB erfolgreich nutzen.

GMB-Formulare lassen sich einfach ausfüllen. Es gibt sogar die Möglichkeit, mehr als nur Standardinfos, wie Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Website etc., anzugeben. Auch Aktionen und andere Events lassen sich in einer Art Miniblog bewerben. Auf Bildern und Videos lässt sich die Location und das eigene Angebot präsentieren. Eine direkte Kontaktaufnahme über die Suchergebnisseite ist möglich – sogar via SMS.

Es kommen immer wieder kleine und größere Funktionen dazu. Es lohnt sich hier am Ball zu bleiben und neue Möglichkeiten auszuprobieren, sobald sie rauskommen.

Für wen ist Google My Business gedacht?

Allgemeine Suchmaschinenoptimierung und Onlinemarketingaktivitäten, die ein nationales oder internationales Publikum ansprechen sollen, sind oft sehr aufwändig und kostenintensiv. Nicht so Google My Business, das hauptsächlich für Unternehmen mit wenig Ressourcen ausgelegt ist.

Nach einer kurzen Einarbeitung ist das eigene Listing schnell erstellt. Wer alles richtig macht, ist dann meist fertig. Allerdings lässt sich deutlich mehr aus einem Listing herausholen, wenn es regelmäßig um Inhalte und Marketingaktivitäten ergänzt wird. Hierbei kann es wieder sinnvoll sein, eine Agentur mit der Aktualisierung und Erweiterung des eigenen Profils zu beauftragen.

Gerade für Website-Betreiber, die bisher wenig bis nichts im Bereich SEO unternommen haben, ist Google My Business besonders interessant. Höchste Zeit einmal Schritt für Schritt durch den Anmeldeprozess und den Profilaufbau zu gehen.

Bei Google My Business anmelden

Die Anmeldung könnte nicht einfacher sein. Auf der Landingpage zu Google My Business (Deutschland, Österreich, Schweiz) reicht ein Klick auf „Jetzt loslegen“.

Falls noch kein Google-Konto vorhanden ist, bietet es sich an, direkt eins zu erstellen.

Entweder ein neues Konto erstellen, was für das eigene Business genutzt werden soll, oder ein vorhandenes Konto verwenden.
Google My Business lässt sich einfach finden. Eine Suche auf Google führt schon zum Ziel.
Jetzt loslegen klicken.
Den Namen des Unternehmens ausfüllen.
Bitte unbedingt darauf achten, dass der Name des Unternehmens immer genau die eine Schreibweise hat. Ansonsten könnte es in der Zukunft passieren, dass Google durcheinander kommt.
Es sind eventuell mehrere Versuche notwendig, um genau die richtige Hauptkategorie zu finden. Es ist jedoch immer besser, eine bestehende Kategorie zu nutzen.
Ein Ladenlokal mit Kundenbesuch wählt an dieser Stelle „Ja“.
Beim Ausfüllen der Adresse hilft Google meist. Das Eintippen der Straße hat gereicht. Den Rest hat Google automatisch ausgefüllt.
Google hat richtig erkannt, dass wir die Adresse der Staatsoper in Berlin angegeben haben. Die Fiktive Pizzaberatung Berlin wird es nicht wirklich geben, daher kein Problem .
Gibt es einen Einzugskreis, wie z. B. bei einer Pizzeria, dann „Ja“ auswählen.
Telefonnummer und Website angeben, falls vorhanden.
Der Eintrag wurde erfolgreich erstellt.
Die Bestätigung ist besonders wichtig, denn nur so erhält das Unternehmen Zugriff auf viele wichtige Funktionen und Features von Google My Business. Per Postkarte ist in der Regel zu empfehlen. Google sendet dann einen fünfstelligen Code in einem Brief. Mit diesem Code lassen sich alle Features freischalten.
Endlich geschafft. Die Registrierung hat gerade einmal 5 Minuten gedauert. Die sind gut investiert.

Die wichtigsten Features von Google My Business im Überblick

Nach der Registrierung gibt es noch eine Menge zu tun. Das Listing ist erst zu 30 % ausgefüllt. Jedes zusätzlich ausgefüllte Feld birgt Potenzial für mehr Kunden. Hier geht es Punkt für Punkt durch die einzelnen Funktionen (das linke Menü).

Beiträge

Google liefert bereits ein hervorragendes Beispiel für einen Beitrag. Die lassen sich für unterschiedliche Aktionen verwenden, um so Interessenten anzulocken. Angebote, Events, Rabattaktionen, Partys – je mehr im Laden los ist, desto attraktiver wird er in der Regel.

Bild (Hände halten Teig): Artur Rutkowski über Unsplash.

Hier ein Beispiel für „Angebot“. Es lassen sich einfach der Zeitraum definieren und bis zu 10 Bilder hochladen.

Außerdem können weitere Details zum Angebot ausgefüllt werden, ein Gutscheincode, ein Link zum Einlösen (so lässt sich das alles auch online tracken) und die Nutzungsbedingungen, die in Deutschland nicht fehlen dürfen.

Neuigkeiten sind einfache Meldungen, die sich aber dennoch mit einem Button versehen lassen.

Unter den Möglichkeiten für den Button: Reservieren, Online bestellen, Kaufen, Weitere Informationen und Anmeldung.

Events sind mit dem Angebot vergleichbar. Der Produktbeitrag ist aber definitiv noch interessant.

Hier lässt sich ein beliebiges Produkt mit Preis oder Preisspanne bewerben. Die eigenen Produkte direkt auf Google in den Suchergebnissen: Genial!

Zu den Beiträgen ist allgemein noch anzumerken, dass sie nicht permanent sind. Nach einer Woche werden sie laut Google archiviert. Man muss sie leider jede Woche neu einstellen.

Info – Der Kern von Google My Business

Im Bereich Info lassen sich alle erdenklichen Informationen über das Unternehmen eintragen. Das ist auch zu empfehlen. Je gründlicher man hier vorgeht, desto mehr belohnt einen Google, bzw. desto größer sind einfach die Chancen gefunden bzw. angezeigt zu werden.

Oft genug möchte man mehr als eine Kategorie auswählen. Zum Beispiel gibt es diverse Läden, die nebenbei auch Post annehmen. Hier könnte die Zusatz-Kategorie „Postamt“ funktionieren.

Im Bereich Unternehmensstandort zeigt Google die Location dann auch auf der Maps-Karte an.

Einzugsgebiete sind wichtig für Unternehmen, die in einem engen Umkreis agieren. Selbstverständlich lassen sich gleich mehrere solcher Einzugsgebiete einstellen.

Öffnungszeiten lassen sich sehr genau hinterlegen…

… und sogar eigene Zeiten für Feiertage lassen sich frei definieren. Betriebsferien? Kein Problem.

Es ist kein Problem mehrere Telefonnummern zu hinterlegen.

Die primäre Website lässt sich ohne Probleme auch später noch nachtragen. Aber Google My Business kann noch mehr.

Wer ein Friseur-, Beauty-, Nagel- oder Massagestudio betreibt, kann seine Interessenten direkt auf die Terminbuchungsseite schicken.

Für Dienstleister optimal: Es lassen sich alle Dienstleistungen je Unternehmenkategorie bestimmen.

Die Attribute sind hochinteressant: Google unterscheidet zwischen faktischen und subjektiven Attributen. Faktische Attribute kann das Unternehmen selbst auswählen. Subjektive Attribute wie „Bei Einheimischen beliebt“ basieren laut Google auf den Meinungen von Google-Nutzern, die das Geschäft besucht haben und Feedback hinterlassen.

Außerdem kommt es darauf an, welche Kategorien ein Unternehmen auswählt, denn nicht jedes Attribut ist in jeder Kategorie verfügbar. Google schlägt selbst mögliche Attribute vor. Wenn diese jedoch bekannt sind, dann kann man durchaus die eigenen Kunden darauf aufmerksam machen.

Google: „Es gibt zum Beispiel Attribute zu akzeptierten Zahlungsarten, Barrierefreiheit oder dazu, ob ein Unternehmen LGBTQ-freundlich ist.“

Die Unternehmensbeschreibung erlaubt es, das Angebot an Dienstleistungen oder Produkten und die eigenen Alleinstellungsmerkmale, die Unternehmensgeschichte und andere hilfreiche Informationen zu veröffentlichen. Werbung ist hier aber fehl am Platz, dafür gibt es eigene Felder. Es stehen 750 Zeichen zur Verfügung. Man sollte hier jedoch unbedingt den Namen des Unternehmens und auch die Lokalität 2-3 mal wiederholen.

Statistiken und Rezesionen

Die Bereiche Statistiken und Rezensionen füllen sich erst später mit Daten. Im Bereich Statistiken liefert Google Daten zum Erfolg des Listings. Im Bereich Rezensionen lassen sich die Bewertungen lesen und beantworten. Das direkte Löschen ist nicht möglich. Wenn eine Rezension allerdings gegen die Richtlinien verstößt, kannst du dies bei Google melden. Wenn alles gut geht, löscht Google diese Rezension. Das kann allerdings eine Weile dauern.

Textnachrichten

Sogar der Empfang von Fragen via SMS ist möglich. So können Kunden direkt mit dem Unternehmen kommunizieren. Unter gewissen Umständen kann man so vielleicht Kunden informieren, ob es Produkte im Laden vorrätig gibt oder einfach individuelle Deals schließen. Sicher ein Wettbewerbsvorteil, falls richtig gemacht.

Fotos

Im Bereich Fotos lassen sich Bilder und Videos zum Unternehmen veröffentlichen.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein Logo und ein Titelbild hochzuladen. Videos verwendet kaum jemand. Daher ist hier klar ein Wettbewerbsvorteil herauszuholen. Google unterscheidet zwischen Innen-, Außenaufnahmen und Bildern vom Arbeitsplatz selbst.

Produkte

Der Produktebereich ist sicher nicht dazu gedacht ein ganzes Supermarkt-Sortiment zu veröffentlichen. Aber für Läden mit einer überschaubaren Anzahl von Produkten ist das eine geniale Möglichkeit auf das eigene Sortiment aufmerksam zu machen. Es empfiehlt sich hier die beliebtesten Produkte anzubieten. Vielleicht auch um potenzielle Kunden in den Laden zu bekommen.

Ein Klick auf „Jetzt loslegen“ öffnet den Produktgenerator.
Hier lässt sich komfortabel ein Produkt inkl. eigener Kategorie, Preis und großzügiger Textbeschreibung anlegen. Es ist sogar möglich, einen Link zu einem Bestellformular anzugeben.
So sieht das neue Produkt dann im Backend aus.

Leistungen

Auch Leistungen lassen sich über Google My Business anbieten:

Zuerst werden sie einer Liste hinzugefügt.
Danach auf eine angelegte Leistung klicken und Preis und Beschreibung hinzufügen.

Website

Falls Dein Unternehmen noch keine Website hat, dann kannst Du Dir schnell eine selbst erstellen.

Es ist auch nicht nötig eine Domain zu registrieren. Für den Anfang reicht die Domain, die Google zu Verfügung stellt. Hier im Beispiel fiktive-pizzaberatung-berlin.business.site.
Im Website-Editor lassen sich verschiedene Designs auswählen. Text lässt sich modifizieren und Bilder hinzufügen.

Je nach Business ist zu empfehlen auf eine richtige Website umzustellen. Obwohl das auch nicht in jedem Fall Sinn macht.

Nutzer

Solltest Du Hilfe benötigen oder diese Arbeit einfach von Profis betreuen lassen wollen, dann ist hier der richtige Menüpunkt gefunden.

Weitere Funktionen

Die wichtigsten Einstellungen sind damit gemacht. Aber es gibt noch deutlich mehr.

Beispielsweise kann man einen externen Spezialisten damit beauftragen einen virtuellen Rundgang zu filmen (rechts), der dann so funktioniert wie die Google-StreetView. Betrachter können dann virtuell durch das Ladenlokal laufen. Google stellt auf Wunsch automatisch einen Kontakt her. Es handelt sich aber nicht um einen Google-Mitarbeiter, sondern um externe Spezialisten. Wie nützlich so etwas ist, kommt sicher auch darauf an wie „cool“ das eigene Ladenlokal, Restaurant oder Büro ist.

Wenn es einmal gut läuft, dann eröffnen sich viele weitere Möglichkeiten, z. B. über Google-Anzeigen. Außerdem lassen sich gleich mehrere Standorte definieren.

Google My Business optimieren

Wer in einem Bereich agiert, in dem es nicht viel Konkurrenz gibt, für den reicht es unter Umständen schon aus, alle GMB-Felder so gründlich wie möglich auszufüllen. Wer allerdings ein Restaurant, eine Pizzeria, ein Nagelstudio, Friseursalon oder ein vergleichbar etabliertes Geschäftsmodell verfolgt und dabei viel lokale Konkurrenz hat, der muss versuchen, sich von dieser abzusetzen. Hier die besten Tipps:

  1. Nähe: In der Regel gewinnt das Listing/Unternehmen, was für den Suchenden am nächsten ist. Daher ist eine geschickte Auswahl der Location die beste Optimierungsstrategie. Allerdings ist es durchaus möglich, dass ein entfernteres Listing sich durchsetzt. Dazu muss aber auch wirklich alles andere stimmen.
  2. On-Page-Optimierung: Der eigenen Website kommt immer noch eine tragende Rolle bei der Optimierung zu. Was auf dieser Seite steht, kann Google mit dem eigenen Listing abgleichen und nochmals bestätigen, wie sehr das vorliegende Business es verdient hat weiter oben zu ranken. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, die eigene Website mit ausreichend Keywords zu versorgen. Ein „Hochzeitsfotograf Peters München“ sollte nicht nur bei GMB hinterlegt sein, sondern auch ausreichend auf der eigenen Website wiederholt werden. Bitte immer daran denken, dass die Texte einen Besucher nicht verschrecken sollten. Aber Besucher sind heutzutage suchmaschinenoptimierte Texte gewohnt, daher ist es okay, die zu optimierenden Begriffe pro Seite 3–5 mal einzubauen (kommt natürlich auf die Länge an).
  3. GMB-Optimierung: Innerhalb von GMB sollten natürlich alle Register gezogen werden:
    1. Die richtigen Kategorien wählen. Damit Google das Listing auch zu passenden Suchanfragen zeigen kann, muss man die bestmögliche Kategorie wählen. Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen den Kategorien, die zur Auswahl stehen und den Suchbegriffen, unter denen das Listing angezeigt wird. Anders gesagt, wenn nicht die richtige Kategorie ausgewählt wird, dann zeigt Google das Listing auch nicht an.
      Profitipp: Nicht immer ist klar, welche Kategorien zur Auswahl stehen oder Sinn machen. Hier hilft vielleicht eine Suche auf Google-Maps weiter und ein Blick in den Quelltext. Dort sind unter Umständen die Kategorien aufgelistet, die die Mitbewerber eingegeben haben.
    2. Ideal ist es, wenn der Name des Unternehmens auch die Hauptkategorie enthält. Aber Vorsicht: Hier sollte abgewogen werden, ob die Nutzung von Keywords im Namen eventuell als zu „spammig“ rüberkommt. Wenn Kategorie-Begriffe erstmal im Namen sind, dann muss genau dieser Name auch überall verwendet werden – also auch auf allen externen Websites.
      Profitipp: Falls es unter Deinem Suchbegriff Keyword-Spammer gibt, die in GMB Kewords unterbringen, aber auf der eigenen Website einen anderen Namen haben, dann kannst Du dies ebenfalls an Google melden, indem Du eine Änderung an deren Listing vorschlägst.
    3. Es ist von großem Vorteil, alle relevanten Kategorien für das Business auszuwählen. Natürlich nur, wenn diese auch Sinn machen, z. B. „Italienisches Restaurant“ und „Pizzeria“.
    4. Auch in der Unternehmensbeschreibung sollte das Hauptkeyword mehrfach vorkommen.
    5. Mit einem Dienst wie GeoImgr lassen sich Bilder mit Geo-Koordinaten versehen, wenn diese z. B. nicht automatisch von Kamera auf die korrekte Art und Weise in das Bild eingebettet wurden. Selbst wenn die Kamera oder das Smartphone es richtig machen, so kann es sein, dass die Koordination beim Export verloren gehen. Also lieber auf Nummer Sicher gehen und einen Dienst wie GeoImgr verwenden. Erst dann bei GMB hochladen.
      Profitipp: Bilder aus der Umgebung rund um das Geschäft können ebenfalls bei der Optimierung helfen, wenn diese mit den richtigen Koordinaten versehen sind.
  4. Bewertungen: Selbst wenn das Listing nicht allzu gut optimiert ist, authentische Rezensionen trumpfen die meisten anderen Optimierungstechniken. Sie helfen zwar nicht direkt beim Ranking. Jedoch macht es kaum Sinn in den Top-Ergebnissen ohne Bewertungen zu ranken, wenn die Konkurrenz viele solche hat. Für Kunden ist es nicht immer besonders reizvoll, eine Bewertung für ein Unternehmen zu schreiben. Oft haben sie dazu einfach keine Zeit oder Lust, auch wenn sie vom Unternehmen begeistert sind. Daher ist es sicher eine gute Idee kreativ nachzuhelfen, z. B. durch Gespräche mit den Kunden, wenn sie im Laden sind, strategisches Verteilen von Rabattkarten etc.
    Profitipp: Keywords in den Reviews können durchaus einen kleinen Boost geben. Aber wie genau dabei vorgehen, ohne das Risiko einzugehen, dass Kunden es „etwas zu gut“ mit einem meinen? Eine Möglichkeit besteht darin, Kunden darum zu bitten, bei einer Umfrage teilzunehmen, z. B. könnten sie ein Formular ausfüllen. Wenn sie mit dem Angebot zufrieden sind, können sie das dort direkt einfügen. Die besten Bewertungen kann man jetzt wiederum selbst nehmen, leicht „verbessern“ und mit ein paar Keywords aufwerten. Danach fragt man diese Kunden, ob sie bereit wären, ihre Bewertung bei Google einzureichen. So landen online nur die besten Bewertungen, die auch noch auf Keywords optimiert sind. Für den Kunden, der bereit ist, ein Feedback abzugeben, wird der ganze Vorgang ebenfalls stark vereinfacht.
  5. On-Page-Optimierung: Auch die Unternehmenswebsite sollte natürlich so gut wie möglich optimiert sein. Je mehr lokale Signale auf dieser zu finden, desto besser. Natürlich alles im Rahmen – ein Besucher der Website soll natürlich immer noch das Gefühl haben, dass die Website für ihn/sie geschrieben wurde. Klassicherweise verwendet man das Hauptkeyword, also z. B. „Italienisches Restaurant Berlin Mitte 10115“ in den Überschriften, in 1-2 Paragrafen, in den Dateinamen der Bilder und Videos, in der Alt-Attributen und Titeln (bei Videos) etc. Allerdings nicht immer exakt die gleiche Zeichenfolge, sondern stets Variationen davon. Sonst wird es zu spammig.
  6. Google spiegeln: Wo möglich sollten Schreibweisen so umgesetzt werden, dass sie genau so aussehen, wie auf Google selbst.
Einheit bewahren: Wenn Google bei den Zeitangaben „18:00-00:00“ schreibt, nicht „18 – 0 Uhr“ schrieben
  1. Schema verwenden: Für WordPress gibt es zum Beispiel das Plugin „Local Business Schema Lite by WP-Speed“, mit dem es möglich ist, ein sogenanntes Schema für die Website zu definieren. So werden alle Informationen des Unternehmens für Google lesbar im Quelltext hinterlegt. Ein weiteres Indiz für Google, dass es das Unternehmen tatsächlich gibt. Für Deine Website mag es ein anderes Plugin geben, falls Du kein WordPresss nutzt. Im Zweifel einfach an einen Experten wenden.
  2. Andere Verzeichnisse: Es kann durchaus Sinn machen, sich in alle relevanten, lokalen Verzeichnisse einzutragen. Auch hier darauf achten, dass Schreibweisen immer exakt übereinstimmen, also z. B. nicht einmal „Musterstraße 123“ und das andere mal „Musterstr. 123“ schreiben.
    Whitespark bietet übrigens eine exzellente Liste zum Einstieg: Top 20 Citation Sources in Germany. Auch eine Suche nach stadt-spezifischen Verzeichnissen kann sich lohnen.
  3. Linkaufbau: Links spielen auch im Rahmen der lokalen Suchmaschinenoptimierung eine Rolle. Der Vorteil hier: Es sind deutlich weniger Links notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Auch, wenn der Linkaufbau theoretisch von jedem Unternehmen selbst gemacht werden kann. In der Regel lohnt es sich, hierfür eine Agentur zu beauftragen. Linkaufbau kann sehr zeitaufwändig sein und es ist durchaus möglich Fehler zu machen. Wende Dich also im Zweifelsfall an einen Experten.
    Profitipp: Eine einfache Methode an relevante Businesslinks zu kommen: Tritt als Sponsor bei einem lokalen Event auf. Oft nehmen Dich die Sponsoren gerne gegen einen kleinen Betrag auf ihre Website.
  4. Engagement: Google weiß alles. So kommt es einem manchmal vor. Das liegt daran, dass die Suchmaschine aufgrund der Verbreitung von Android, Chrome und selbst durch Kreditkartentransaktionen, erkennen kann, wie viel tatsächlich in einem Geschäft „abgeht“. Davon abgesehen, ist es vielleicht eine gute Idee in klassische Marketingaktivitäten zu investieren, um so für mehr Onlineengagement zu sorgen. Seien es Radiowerbung, Onlinewerbung (auch außerhalb von Google-Ads) oder andere Methoden, die dazu führen, dass mehr Menschen nach Deinem Geschäft suchen. Das kann potenziell dazu führen, dass Google immer öfter Dein Listing anzeigt.

Fazit

Google My Business ist für lokale Unternehmen ein absoluter Segen. Es bietet aktuell noch die Gelegenheit, ohne Investitionen an neue Kunden zu kommen, z. B. im Vergleich zu Facebook-Ads. Natürlich gilt auch hier: Bringen tut das nur was, wenn Deine Kundschaft nach Deinem Angebot sucht. Wenn das der Fall ist, dann solltest Du GMB unbedingt einmal eine Chance geben. Es ist kostenlos, einfach zu bedienen und kann schon in wenigen Tagen/Wochen die ersten neuen Kunden in den Laden bringen.

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