SMX München 2020 – Wir waren für Dich vor Ort!

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Die Search Marketing Expo, kurz SMX, ist Deutschlands größte Konferenz für Suchmarketing. Natürlich lassen wir uns das nicht entgehen und nutzen die Gelegenheit neue Learnings und Einblicke in die Branche zu erhalten. Einige Experten des eology-Teams waren deshalb vor Ort und haben interessantes Wissen mit zurück ins Büro gebracht. Da sich die SMX mit Suchmarketing im Allgemeinen befasst, konnten unsere eos spannende Insights zu Online-Content, SEO und SEA gewinnen.

Wie eine so große Messe in Corona-Zeiten abläuft, welche Vorträge sich das Team angehört hat und welche Learnings sie davon mitgenommen haben, erfährst Du im Folgenden.

Die SMX und Corona

Als angesehene Konferenz in der D/A/CH-Region war es natürlich klar, dass die SMX 2020 auch mit Corona stattfinden soll. Ein Alternativkonzept musste also her, da es zu riskant wäre, die gleiche Masse an Menschen zuzulassen. Aus diesem Grund wurde die diesjährige Konferenz zu einem Hybrid aus Präsenz- und Digital-Veranstaltung. Einige der Ticketkäufer durften vor Ort live dabei sein, für die restlichen wurden die Vortäge online übertragen. Die Anzahl der Vor-Ort-Besucher war dabei exakt auf die ausgewählten Tickets begrenzt. Es gab somit keine Möglichkeit vor Ort Zutritt zu erwerben. Zudem galten für alle Anwesenden auf dem Gelände die mittlerweile allseits bekannten Regeln: Abstand halten, Hände desinfizieren und Maskenpflicht, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Dementsprechend wurden Hörsäle mit einem passenden Mindestabstand bestuhlt und ausreichend Desinfektionsmittel öffentlich zur Verfügung gestellt. Da das inzwischen für alle die gängige Tagesordnung ist und auch die Organisation im Voraus perfekt vorbereitet war, gab es keine Probleme und die SMX konnte unkompliziert von statten gehen.

Hier waren unsere SEOs unterwegs

Wir waren mit gleich drei Suchmaschinenoptimierern vor Ort: Stefanie Niggemann, Daniel Frent und dem Head Of der Abteilung Christian Stephan. Zwei Vorträge fanden sie dabei besonders spannend:

  • 10 SEO Tipps für den E-Commerce von Bastian Grimm
  • The Art of Crawling von Markus Hoevener

10 SEO Tipps für den E-Commerce

Bastian Grimm legte dabei einen etwas anderen Fokus. Statt schlichtweg auf einen Vortrag zu setzen, thematisierte er SEO-Probleme und Lösungen für Onlineshops in einem ausführlichen Workshop. Folgende Tipps erarbeitete er dabei:

  1. Nicht jede Produktvariante benötigt auch eine indexierte URL. Die Potentiale sollten besser auf einer URL gebündelt werden mit Hilfe eines Canonical Tag.
  2. Produkte, welche über mehrere Pfade erreichbar sind, sollten nur eine fixe URL besitzen.
  3. Brand-Filter vs. Brand-(Kategorie-)Seite. Der interne Wettbewerb sollte möglichst geringgehalten werden. Entscheidung für eine Website ist sinnvoller, um Duplikate zu vermeiden!
  4. Die facettierte Navigation sollte nicht crawlbar sein. Dies führt lediglich zu Duplicate Content und Kannibalisierung. Das Gleiche gilt für automatisch generierte Hierarchien.
  5. Bei der Verwaltung von alten oder nicht verfügbaren Produkten sollte situativ reagiert werden. Entweder die Produkte direkt aus dem Index nehmen oder Weiterleitung, Fehlerseiten oder Infolayer einrichten.
  6. Indexierungsstrategie überlegen. Welche Seiten sollen in den Index? Folgende Bereiche sollten beachtet werden: Sortierung, Faceted Navigation. Filter, Pager, Varianten, Warenkorb, Merkzettel, Login, Paginierung.
  7. Content-Qualität gewährleisten in dem die Indexierung von sehr ähnlichen Artikeln vermieden wird. Wiederkehrende Elemente auslagern.
  8. Structured Data nutzen und Product Markup einsetzen.
  9. Pflege der Sitemap: Diese sollte auffindbar sein und nur URLs mit 200-Status beinhalten.
  10. AMP für E-Commerce: Wird nur bei extrem langsamen Shop-Seiten empfohlen.

The Art of Crawling

Bei diesem Beitrag handelte es sich um ein spannendes Interview, in dem Markus Hoevener spannende Einblicke in seine gesammelten Erfahrungen über Tools und die Grenzen des Crawlings gab. Da dieses die Grundlage eines jeden SEO-Projektes ist, waren unsere Experten hier natürlich besonders gespannt auf neue Learnings. Der nachhaltigste Tipp war dabei, immer den Fokus auf das Ziel des Crawls zu legen. Nur, wer weiß, welche Bereiche aus welchem Grund analysiert werden sollen, kennt den „Schlüssel zum Erfolg“. Es ist deshalb ratsam eine kleine Recherche im Voraus anzustellen, um so im Nachgang beim Crawlen Zeit einzusparen. Eine klare Empfehlung von Markus Hoevener war das Tool Screaming Frog, mit dessen Hilfe bestimmte Bereiche bereits vor dem Crawl ausgeschlossen werden können.

Das haben sich unsere Paid Ads-Experten nicht entgehen lassen

Auch unsere Paid Ads-Experten konnten spannende Beiträge auf der SMX verfolgen. Hier gab es viele Vorträge, die sich aus gegebenem Anlass mit dem Thema „SEA in Zeiten von Corona“ beschäftigten. Dort wurde der Fokus daraufgelegt, wie Suchanfragen, Nutzerverhalten und Wording von Anzeigentexten durch die aktuelle Krise beeinflusst werden. Außerdem waren Automatisierung und Datenanreicherung große Themen. Beides begleitet uns schon eine Weile, denn wer wünscht sich nicht mehr Output mit weniger Arbeit?

Ein weiteres wichtiges Augenmerk wurde auf Google Shopping gelegt. Wie steht die Funktion des Suchmaschinenriesen im Vergleich zur direkten Konkurrenz Amazon da? Wie werden Shopping Kampagnen am effektivsten aufgebaut? Wie werden smarte Strategien am besten eingesetzt? Zusammenfassend gibt es folgende Key Learnings für unsere Paid Ads-Experten:

  • Situationen immer im Auge behalten, beobachten und dann die Kampagnen entsprechend der Situation anpassen. Isoliertes Arbeiten führt zu Misserfolgen.
  • Automatisierung nimmt einen noch größeren Stellenwert ein als bisher. Auch hier heißt es: Augen auf für Neuerungen! Intelligente Daten können einem das Leben erleichtern und durch geschickte Integration und Datenanreicherung Zeit und Arbeit einsparen.

Das konnten wir im Bereich Online-Content für euch in Erfahrung bringen

Auch für Online-Content war einiges an Vorträgen geboten, die unseren Experten weitere Einblicke in diesen spannenden Bereich geben konnten. Besonders interessant und am Zahn der Zeit war dabei der Beitrag von Social Media Expertin Judith SchachtSoll ich jetzt auch noch TikTok machen?“. Sie gab dabei einen Einblick in den relativ jungen Kanal gepaart mit witzigen Insights in die Welt einer freien Journalistin, die sich für Feldforschungs- und Schulungszwecke nicht zu schade ist.

Ebenfalls interessant war Jana Lavrovs Vortrag „Hochqualitativer Content statt leerer Inhalte: SEO-getriebener Qualitätsjournalismus“. Der Track bot spannende Einblicke, wie ein so großes Online-Tageszeitungsportal wie ZEIT ONLINE es im Zuge eines Website-Relaunchs geschafft hat, erfolgreich die Brücke zwischen journalistischen Inhalten und SEO zu schlagen. Dabei ging es nicht nur um das Etablieren von Suchmaschinenoptimierung in Texte, die eigentlich nur den Leser als Ziel haben, sondern ebenfalls darum, wie die ZEIT ONLINE-Redakteure mittlerweile selbst über verschiedenste SEO-Skills verfügen und Suchmaschinenoptimierung in Fleisch und Blut übernommen haben.

Was gab es sonst noch Interessantes?

Wie jedes Jahr ist die SMX auch Schauplatz für die Verleihung des SEMY-Awards. Diese hat im Normalfall einen immer ähnlichen Ablauf: Eine Jury wählt die Gewinner aus und kürt diese. Doch dieses Jahr kam es anders. Die SMX-Besucher vor Ort und die, die zuhause aus dem Homeoffice Teil der Konferenz waren, konnten gemeinsam darüber abstimmen, wer der Gewinner des diesjährigen SEMY-Awards ist. Dafür erhielt jeder Nominierte einen kurzen Zeit-Slot von fünf Minuten, in dem er Zeit hatte seinen Case so zu präsentieren, dass er das Publikum überzeugte. Dieses stimmte im Nachgang via Smartphone darüber ab, wer der diesjährige Sieger wird.

Fazit

Alles in allem war es einfach mal wieder schön, dass eine Konferenz stattgefunden hat – wenn auch anders als üblich. Doch die SMX-Veranstalter konnten ihre Wandlungsfähigkeit zeigen und überzeugten die Besucher durch das angepasste Konzept und einer Mischung aus Digital- und Präsenz-Veranstaltung. Auch, wenn dieses Jahr das Kontakte knüpfen und networken nicht so einfach war, wie die Jahre zuvor, war es einfach schön, mal wieder an einer Veranstaltung teilzunehmen, die eine aufkeimende „Normalität“ vermitteln konnte.

 

Lara Meyer hat ihr Bachelorstudium der Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Betriebswirtschaft der Medien, an der FH in Würzburg abgeschlossen. Als Teil des eology-Marketing-Teams kümmert sie sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.

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