Seeding

Das Seeding ist Teil des Content Marketings, genauer des Content Outreachs, und beschreibt die gezielte Platzierung von Inhalten im Internet, um die eigene Reichweite, Bekanntheit und das Vertrauen zu steigern. Es gibt dabei verschiedene Strategien zum verlässlichen Erreichen dieser Ziele. Kern aller Strategien ist es, einen Mehrwert für die Zielgruppe zu schaffen.

Gerade für das moderne Online Marketing ist die Bedeutung sehr hoch. Denn eine erfolgreiche Kampagne geniert nicht nur eine hohe Reichweite über viele Kanäle, sondern erzeugt auch wertvolle Backlinks. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch „säen“ oder „aussäen“. Im Namen steckt also bereits die Definition für Seeding: Die eigenen Inhalte werden über das Internet ausgesät (verbreitet). Sind Saat (eigener Inhalt) und Boden (fremde Website) von guter Qualität, dann streut die Saat erneut und verbreitet sich immer weiter. Die Ernte muss nicht mal eingesammelt werden, sondern kommt von selbst in Form von Links, Shares, Kommentaren und Seitenbesuchen.

Der Seeding-Prozess: Von der Aussaat zur Ernte
Der Seeding-Prozess: Von der Aussaat zur Ernte

Arten von Seeding im Marketing

Wie im Marketing üblich gibt es auch hier verschiedene Arten, die je nach Situation und Branche mal besser und mal schlechter passen. Insgesamt gibt es zwei Arten, die ähnlich funktionieren und das gleiche Ziel haben. Der Unterschied liegt vor allem aufgebrachten Aufwand. Beim sogenannten einfachen Seeding setzt man vor allem darauf den Content auf den eigenen Kanälen zu veröffentlichen und die eigene Reichweite zu nutzen. Bei der zweiten Art, dem erweiterten Seeding, geht man aktiv auf Influencer zu und versucht diese von den eigenen Inhalten zu überzeugen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass der Content viral geht und eine sehr große Anzahl von Menschen erreicht.

Wann macht einfaches Seeding Sinn?

Es gibt verschiedene Szenarien für ein erfolgreiches einfaches Seeding. So besteht eine höhere Chance viral zu gehen, wenn der Content hervorragend recherchiert, aufbereitet und verfasst ist. In diesem Fall kann man bereits mit wenig Followern bzw. Seitenbesuchern durch Likes, Shares und Kommentare viel erreichen. Auch bei einer sehr großen Anzahl an Followern ist die Möglichkeit hoch, dass sie die veröffentlichten Inhalte oft teilen. Zu guter Letzt ist der vermutlich größte Faktor beim einfachen Seeding eine Portion Glück. Denn oft ist es ein Zusammenspiel zwischen vielen Einzelteilen, die für einen viralen Beitrag verantwortlich sind.

Eins steht allerdings fest: Die Reichweite der eigenen Kanäle sollte man immer nutzen. Diese erreichen verlässlich und kostenlos Nutzer, selbst wenn der Inhalt nicht viral geht. Außerdem macht ein erster Test mittels einfachem Seeding Sinn, um den Content zu prüfen. War die Performance nicht gut, sollte eine Optimierung am Inhalt vorgenommen werden, bevor im erweiterten Seeding die verschiedenen Influencer kontaktiert werden.

Erweitertes Seeding bringt den extra Schub an Reichweite

Mit Hilfe von erweitertem Seeding kann der erstellte Inhalt leichter und weitreichender verbreitet werden. Hierfür werden gezielt Influencer und Webseiten herausgesucht, die gut mit der festgelegten Zielgruppe übereinstimmen. Diese Multiplikatoren werden anschließend kontaktiert und gebeten den Content zu veröffentlichen oder ihn zu verlinken. Je nachdem wie bekannt der Influencer bzw. die Website ist, kann dies auch einen gewissen Geldbetrag kosten.

Allerdings ist erweitertes Seeding nicht nur für die Reichweite und Bekanntheit gut, sondern auch für den sogenannten Social Proof. Dieser zeigt Lesern, dass ein Unternehmen seriös ist und sich in der Thematik gut auskennt. Deshalb ist diese Methode für gute Inhalte immer eine sehr gute Möglichkeit, um nicht nur den Nutzern, sondern auch der eigenen Marketing-Kampagne einen echten Mehrwert zu liefern.

Seeding Strategien für eine erfolgreiche Kampagne

Neben einfachem und erweitertem Seeding gibt es noch weitere Unterscheidungen. So lassen sich mit diversen Strategien verschiedene Ziele verfolgen. Wie sie diese Ziele erreichen, steht jedoch von Anfang an fest: Einen Mehrwert für Leser und Nutzer erzeugen, um dadurch Reichweite, Bekanntheit und Vertrauen zu verbessern. Die beiden Strategien unterscheiden sich bei der Platzierung dieses Mehrwerts und beim Erreichen der Ziele.

Beim Content Seeding werden die Inhalte auf thematisch relevanten Webseiten und Plattformen veröffentlicht. Während das Social Seeding, auch Viral Seeding genannt, mit Social Media Influencern zusammenarbeitet, um von deren Reichweite zu profitieren. Auch das Social Seeding ist ein Teil des Content Seedings. Allerdings konnte es in den letzten Jahren, durch eine permanent steigende Relevanz, einen eigenen Zweig innerhalb des Marketings ausbilden.

Content Seeding

Die Definition von Content Seeding steckt ebenfalls im Namen: Es werden Inhalte (Content) gezielt ausgesät. Die Ziele sind Reichweite, Vertrauen und Bekanntheit genieren und zu steigern. Mit Hilfe diverser Kanäle verbessert sich die eigene Markenpräsenz im Internet. Dabei muss aber stets darauf geachtet werden, dass die Influencer und Webseiten thematisch zur Zielgruppe passen.

Außerdem können mit Hilfe des Content Seedings wertvolle Backlinks aufgebaut werden, die zusätzlich zu den genannten Vorteilen auch noch die SEO Leistung der eigenen Internetseite verbessern. Besonders wertvoll sind Backlinks von qualitativ hochwertigen Seiten, die bei Google einen hohen Trust-Wert besitzen. Dadurch wird eine ganzheitliche Option des Marketings geboten.

Social Seeding

Social Media Seeding ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Zielgruppe über soziale Medien gut erreichbar ist. Hier versucht man mit Hilfe von Multiplikatoren eine kritische Masse an Nutzern zu erreichen, bevor der Content schließlich viral geht und zum Selbstläufer wird. Diese Mindestanzahl an erreichten Personen variiert stark und ändert sich ständig. Deshalb ist es wichtig die Leistung der Kampagne genau zu analysieren und eventuell neu zu justieren, falls der geplante Erfolg noch ausbleibt.

Dabei können bereits Influencer mit einer kleinen Anzahl an Followern sehr effektiv sein, um den Content an die passende Zielgruppe zu bringen. Denn neben guten Inhalten ist vor allem die thematische Nähe zwischen Influencer und Content wichtig. So erzeugt ein Beitrag sehr wahrscheinlich mehr Erfolg bei einem kleinen Influencer, der sich mit Online Marketing beschäftigt, als bei einem großen Lifestyle-Influencer.

Bedeutung von Seeding für SEO

Insbesondere für die effektive Suchmaschinenoptimierung ist Seeding sehr wichtig. Denn häufig erzeugt eine gute SKampagne neue Backlinks für die eigene Internetseite. Diese nutzt Google, um zu bewerten wie vertrauenswürdig und relevant eine Website ist. Oft korreliert eine gute Position in den Suchergebnissen direkt mit der Anzahl und der Qualität der Backlinks. Mit Hilfe von Seeding können nicht nur neue Backlinks, sondern auch Backlinks von Webseiten mit einem sehr hohen Vertrauenswert aufgebaut werden. Seeding erhöht also nicht nur die Reichweite, sondern steigert auch die Leistung der gesamten Internetseite.

Aber nicht nur Backlinks sind relevant für SEO. Es hilft bereits, wenn der Name der eigenen Internetseite oder Firma irgendwo im Text auf der fremden Website zu finden ist. Deshalb ist es ratsam Nutzern die Möglichkeit zu bieten, eine Infografik direkt auf ihre Website einzubinden. So kann sichergestellt werden, dass im alt- und title-tag der Firmenname steht und Google leichter nachvollziehen kann, woher die Infografik stammt.

Fragen zum Thema Seeding:

Was ist Seeding?

Seeding ist das gezielte platzieren von eigenen Inhalten über diverse Kanäle und Multiplikatoren, um die Reichweite, Bekanntheit und das Vertrauen in die eigene Marke zu steigern. Dabei werden Influencer sowie Webseitenbetreiber kontaktiert und gebeten den eigenen Content zu veröffentlichen.

Was genau bedeutet Seeding im Marketing-Kontext?

Seeding ist ein fester Bestandteil von Marketing. Bereits das Veröffentlichen von Inhalten auf der eigenen Webseite oder Social Media Kanälen ist eine Art des Seedings. Durch erweitertes Seeding versucht man mit dem eigenen Content noch mehr Menschen zu erreichen.

Welche Vorteile bietet Content Seeding?

Die Vorteile von Content Seeding sind vielfältig. Zum einen steigert es die eigene Reichweite, Bekanntheit und Vertrauen. Zum anderen verbessert Seeding durch Backlinks und Shares die SEO Leistung der eigenen Website.

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