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Seeding (Content Seeding)
Was ist Seeding?
Seeding ist eine Maßnahme des Content Marketings und gehört zum Bereich Content Outreach. Der Begriff beschreibt die gezielte Platzierung und strategische Verbreitung von Inhalten über externe Plattformen, Kanäle und Multiplikatoren, um Reichweite, Bekanntheit und Vertrauen nachhaltig zu steigern. Ziel von Seeding ist es, relevante Inhalte dort auszuspielen, wo sich die passende Zielgruppe bereits aufhält, und so organische Interaktionen wie Shares, Kommentare oder Verlinkungen auszulösen. Zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Seeding ist ein klarer Mehrwert für die Zielgruppe, da Inhalte nur dann freiwillig weiterverbreitet werden.
Im modernen Online Marketing spielt Seeding eine wichtige Rolle, da es weit über reine Reichweitensteigerung hinausgeht. Eine erfolgreiche Seeding-Strategie sorgt für kanalübergreifende Sichtbarkeit, stärkt die Markenwahrnehmung und kann zusätzlich qualitativ hochwertige Backlinks erzeugen. Dadurch ist Seeding auch für einen google-konformen Linkaufbau relevant, da Verlinkungen nicht künstlich erzeugt, sondern durch relevante Inhalte verdient werden.
Der Begriff Seeding stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „säen“ oder „aussäen“. Diese Bedeutung verdeutlicht das Prinzip sehr anschaulich: Eigene Inhalte werden gezielt im Internet verteilt, ähnlich wie Saatgut auf fruchtbarem Boden. Treffen hochwertige Inhalte auf passende Plattformen oder Communities, verbreiten sie sich weiter – etwa durch erneutes Teilen, Verlinken oder Kommentieren. Die „Ernte“ entsteht dabei automatisch in Form von steigender Reichweite, Interaktionen, Seitenbesuchen und Sichtbarkeit. Auf diese Weise kann Seeding eine virale Dynamik entwickeln, die die Verbreitung der Inhalte zusätzlich beschleunigt.
Abgrenzung: Seeding, Influencer Marketing und Content Distribution
Seeding wird häufig mit Influencer Marketing oder klassischer Content Distribution verwechselt, unterscheidet sich jedoch klar in Zielsetzung und Vorgehensweise. Beim Seeding steht nicht die bezahlte Platzierung im Vordergrund, sondern die organische Weiterverbreitung von Inhalten über passende Plattformen, Communities oder Meinungsführer. Ziel ist es, durch relevanten Content freiwillige Interaktionen wie Shares, Kommentare oder Verlinkungen auszulösen.
Im Gegensatz dazu basiert Influencer Marketing in der Regel auf einer kommerziellen Zusammenarbeit mit reichweitenstarken Personen, bei der Inhalte gegen Vergütung veröffentlicht werden. Die Verbreitung ist planbar, aber weniger organisch. Content Distribution wiederum beschreibt primär die technische oder strategische Ausspielung von Inhalten über eigene und bezahlte Kanäle, etwa über Newsletter, Social Ads oder Content-Plattformen.
Seeding nimmt somit eine Sonderrolle im Online Marketing ein: Es verbindet hochwertigen Content mit gezieltem Outreach, ohne auf klassische Werbeformate angewiesen zu sein. Dadurch wirkt Seeding authentischer, nachhaltiger und kann langfristig Vertrauen, Sichtbarkeit und Reichweite aufbauen.
Der Seeding Prozess

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Arten von Seeding im Marketing
Im Marketing lassen sich unterschiedliche Arten von Seeding unterscheiden, die je nach Ziel, Branche und verfügbaren Ressourcen eingesetzt werden. Grundsätzlich verfolgen alle Seeding-Varianten das gleiche Ziel: Inhalte gezielt zu verbreiten und organische Reichweite sowie Interaktionen zu erzeugen. Der wesentliche Unterschied liegt im Aufwand und in der Reichweitenhebelung.
Beim einfachen Seeding werden Inhalte zunächst über die eigenen Kanäle ausgespielt, etwa über die Unternehmenswebsite, Social-Media-Profile oder Newsletter. Die Verbreitung erfolgt dabei primär über die bestehende Followerschaft und eigene Netzwerke. Diese Form eignet sich besonders für den Einstieg oder zur Aktivierung bereits vorhandener Reichweite.
Das erweiterte Seeding geht einen Schritt weiter und setzt auf die gezielte Ansprache externer Multiplikatoren, wie Influencer, Blogger, Journalisten oder Community-Betreiber. Ziel ist es, diese von den Inhalten zu überzeugen, sodass sie diese freiwillig weiterverbreiten. Durch die zusätzliche Reichweite und Glaubwürdigkeit der Multiplikatoren steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass Inhalte eine virale Dynamik entwickeln und eine wesentlich größere Zielgruppe erreichen.

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Wann macht einfaches Seeding Sinn?
Es gibt verschiedene Szenarien für ein erfolgreiches einfaches Seeding. So besteht eine höhere Chance viral zu gehen, wenn der Content hervorragend recherchiert, aufbereitet und verfasst ist. In diesem Fall kann man bereits mit wenig Followern bzw. Seitenbesuchern durch Likes, Shares und Kommentare einen großen Streueffekt erreichen. Auch bei einer sehr großen Anzahl an Followern ist die Möglichkeit hoch, dass sie die veröffentlichten Inhalte oft teilen und für Viralität sorgen. Zu guter Letzt ist der vermutlich größte Faktor beim einfachen Seeding eine Portion Glück, die Erfolg von Misserfolg trennt. Das liegt daran, dass es oft ist ein Zusammenspiel zwischen vielen Einzelteilen, die für einen viralen Beitrag verantwortlich sind. Das notwendige Fingerspitzengefühl oder eine Zusammenarbeit mit Spezialisten ist hierbei deshalb von Vorteil.

Die Reichweite der eigenen Kanäle sollte man immer nutzen. Diese erreichen verlässlich und kostenlos Nutzer, selbst wenn der Inhalt nicht viral geht. Außerdem macht ein erster Test mittels einfachem Seeding Sinn, um den Content zu prüfen. War die Performance nicht gut, sollte eine Optimierung am Inhalt vorgenommen werden, bevor im erweiterten Seeding oder durch weitere OffPage-Maßnahmen die verschiedenen Influencer kontaktiert werden.
Erweitertes Seeding bringt den extra Schub an Reichweite
Mithilfe von erweitertem Seeding kann der erstellte Inhalt leichter und weitreichender verbreitet bzw. gestreut werden. Hierfür werden gezielt Influencer und Webseiten herausgesucht, die gut mit der festgelegten Zielgruppe übereinstimmen. Diese Multiplikatoren werden anschließend kontaktiert und gebeten den Content zu veröffentlichen oder ihn zu verlinken. Die dortigen Erwähnungen zahlen wiederum auf Dein Image und Deine Besucherzahlen ein.

Je nachdem wie bekannt der Influencer bzw. die Website ist, kann dies auch einen gewissen Geldbetrag kosten.
Allerdings ist erweitertes Seeding nicht nur für die Reichweite und Bekanntheit gut, sondern auch für den sogenannten Social Proof. Dieser zeigt Lesern, dass ein Unternehmen seriös ist und sich in der Thematik gut auskennt. Deshalb ist diese Methode für gute Inhalte immer eine sehr gute Möglichkeit, um nicht nur den Nutzern, sondern auch der eigenen Marketing-Kampagne einen echten Mehrwert zu liefern und Dich als Experte zu positionieren.
Seeding Strategien für eine erfolgreiche Kampagne
Neben einfachem und erweitertem Seeding gibt es noch weitere Unterscheidungen. So lassen sich mit diversen Strategien verschiedene Ziele verfolgen. Wie sie diese Ziele erreichen, steht jedoch von Anfang an fest: Einen Mehrwert für Leser und Nutzer erzeugen, um dadurch Reichweite, Bekanntheit und Vertrauen zu verbessern. Die beiden Strategien unterscheiden sich bei der Platzierung Deines Mehrwert-Contents und beim Erreichen der Ziele.
Beim Content Seeding werden die Inhalte auf thematisch relevanten Webseiten und Plattformen veröffentlicht. Hierfür ist natürlich im ersten Schritt eine ausführliche Recherche dieser notwendig. Das Social Seeding, auch Viral Seeding genannt, arbeitet wiederum mit Social Media Influencern zusammen, um von deren Reichweite zu profitieren. Auch das Social Seeding ist ein Teil des Content Seedings, kann aber differenziert betrachtet werden. Das liegt vor allem daran, dass in den letzten Jahren durch eine permanent steigende Relevanz von Influencern gab, wodurch sich ein eigener Zweig innerhalb des Marketings gebildet hat.
Content Seeding
Die Definition von Content Seeding steckt ebenfalls im Namen: Es werden Inhalte (Content) gezielt ausgesät. Die Ziele sind Reichweite, Vertrauen und Bekanntheit generieren und zu steigern. Mithilfe diverser Kanäle verbessert sich die eigene Markenpräsenz im Internet. Dabei muss aber stets darauf geachtet werden, dass die recherchierten Webseiten thematisch zur Zielgruppe passen.
Außerdem können mithilfe des Content Seedings wertvolle Backlinks aufgebaut werden, die zusätzlich zu den genannten Vorteilen auch noch die SEO Leistung der eigenen Internetseite verbessern. Besonders wertvoll sind Backlinks von qualitativ hochwertigen Seiten, die bei Google einen hohen Trust-Wert besitzen. Dadurch wird eine ganzheitliche Option des Marketings geboten.
Social Seeding
Social Media Seeding ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Zielgruppe über soziale Medien gut erreichbar ist. Hier versucht man mithilfe von Multiplikatoren eine kritische Masse an Nutzern zu erreichen, bevor der Content schließlich viral geht und zum Selbstläufer wird. Diese Mindestanzahl an erreichten Personen variiert stark und ändert sich ständig. Deshalb ist es wichtig, die Leistung der Kampagne genau zu analysieren und eventuell neu zu justieren, falls der geplante Erfolg noch ausbleibt.
Dabei können bereits Influencer mit einer kleinen Anzahl an Followern, sogenannte Micro-Influencer, sehr effektiv sein, um den Content an die passende Zielgruppe zu bringen. Denn neben guten Inhalten ist vor allem die thematische Nähe zwischen Influencer und Content wichtig. So erzeugt ein Beitrag sehr wahrscheinlich mehr Erfolg bei einem kleinen Influencer, der sich mit Online Marketing beschäftigt, als bei einem großen Lifestyle-Influencer.
Bedeutung von Seeding für SEO
Insbesondere für die effektive Suchmaschinenoptimierung ist Seeding sehr wichtig. Denn häufig erzeugt eine gute Kampagne neue Backlinks für die eigene Internetseite. Diese nutzt Google, um zu bewerten, wie vertrauenswürdig und relevant eine Website ist. Oft korreliert eine gute Position in den SERPs direkt mit der Anzahl und der Qualität der Backlinks. Mithilfe von Seeding können nicht nur neue Backlinks, sondern auch Backlinks von Webseiten mit einem sehr hohen Vertrauenswert aufgebaut werden. Seeding erhöht also nicht nur die Reichweite, sondern steigert auch die Leistung der gesamten Internetseite.
Aber nicht nur Backlinks sind relevant für SEO. Es hilft bereits, wenn der Name der eigenen Internetseite oder Firma irgendwo im Text auf der fremden Website zu finden ist. Deshalb ist es ratsam, Nutzern die Möglichkeit zu bieten, eine Infografik direkt auf ihre Website einzubinden. So kann sichergestellt werden, dass im alt- und title-tag der Firmenname steht und Google leichter nachvollziehen kann, woher die Infografik stammt.
10 Tipps für erfolgreiches Seeding
Jetzt, da Du weißt, was Seeding überhaupt ist, wollten wir Dir natürlich auch konkrete Tipps an die Hand geben, die Du für eine erfolgreiche Seeding-Kampagne unbedingt beachten solltest.
- Vorbereitung ist alles: Definiere Deine Zielgruppe und kenne deren Interessen und Bedürfnisse.
- Sorge für Inhalte mit Mehrwert: Dein Seeding-Content muss hochwertig, einzigartig, holistisch, relevant und teilenswert sein.
- Nutze das richtige Content-Format: Egal, ob Ratgeber, Whitepaper, E-Book, Infografik, Studien, usw. – mit dem richtigen Content-Format erreichst Du Deine Zielgruppe.
- Recherche, Recherche, Recherche: Finde thematisch passende Seiten und Influencer, mit denen Du kooperieren kannst.
- Blicke über den Tellerrand hinaus: Manchmal lohnt es sich, um die Ecke zu denken. Geht es beispielsweise um Content Seeding für einen Giftköder-Ratgeber für Hunde ist dieser nicht nur für Hundebesitzer interessant. Auch eine Kooperation mit Tierärzten, Tierschutzorganisationen oder Hunde-Influencern in den sozialen Medien wäre durchaus denkbar.
- Plane Dein Budget: Nicht alle Verlinkungen sind kostenlos! Verliere deshalb niemals Dein Budget aus den Augen, sonst kann es teuer werden.
- Analysiere thematisch ähnliche Verlinkungen: Mithilfe von Analysetools kannst Du sehen, welche Seiten bereits auf ähnliche Themen verlinken und deshalb auch für Deine Seeding-Kampagne relevant sein könnten.
- Behalte Wettbewerber im Auge: Auch Inhalte Deiner Wettbewerber können hilfreich sein, wenn es darum geht, geeignete Themen oder passende Linkgeber zu finden.
- Versuche Experten an Bord zu holen: Bekannte Gesichter oder Spezialisten der Branche erregen Aufmerksamkeit und zeigen Expertise.
- Verliere Dein Ziel nicht aus den Augen: Egal, ob mehr Aufmerksamkeit, Reichweite, Rankings oder Conversions – Dein Ziel solltest Du Dir bei jeder Kontaktaufnahme bewusst machen und hinterfragen, ob Dir der entsprechende Linkgeber dabei hilft.

Olga Fedukov absolvierte ihr Studium im Bereich Medienmanagement an der Fachhochschule Würzburg. Im Marketingteam von eology ist sie verantwortlich für die ganzheitliche Vermarktung der Agentur über diverse Kanäle. Darüber hinaus übernimmt sie die Planung und Koordination des Content-Bereichs auf der Website sowie der eology-Webinare.
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