(Content) Seeding

Das Seeding ist Teil des Content Marketings, genauer des Content Outreachs, und beschreibt die gezielte Platzierung und Verbreitung von Inhalten im Internet, um die eigene Reichweite, Bekanntheit und das Vertrauen zu steigern. Es gibt dabei verschiedene Strategien zum verlässlichen Erreichen dieser Ziele. Kern aller Strategien ist es, einen Mehrwert für die Zielgruppe zu schaffen, die eigene Werbebotschaft in die Welt zu tragen und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Gerade für das moderne Online Marketing ist die Bedeutung sehr hoch. Denn eine erfolgreiche Kampagne geniert nicht nur eine hohe Reichweite über viele Kanäle, sondern erzeugt auch wertvolle Backlinks. Dies ist vor allem für google-konformen Linkaufbau relevant.

Der Begriff Seeding kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch „säen“ oder „aussäen“. Im Namen steckt somit bereits die Definition des Wortes: Die eigenen Inhalte werden über das Internet ausgesät (verbreitet). Sind Saat (eigener Inhalt) und Boden (fremde Website) von guter Qualität, dann streut die Saat erneut und verbreitet sich immer weiter. Die Ernte muss nicht mal eingesammelt werden, sondern kommt von selbst in Form von gesteigerten Interaktionen, wie Links, Shares, Kommentaren und Seitenbesuchen. Es entsteht somit eine Viralität, was die Verbreitung der Inhalte beschleunigt.

Das Bild ist eine grafische Darstellung des Seeding-Prozesses. Dabei sind 4 Schritte verbildlicht.
1. Step (grün): Eigener Content wird als Saat auf dem Boden, also den fremden Websites, verteilt.
2. Step (gelb): Dort wächst und gedeiht er.
3. Step (rot): Die "Saat" wächst und die Grundlage für eine weitere Aussaat in Form von weiterer Verbreitung der Website im Netz ist gelegt.
4. Step (blau): Nach einer Weile trägt die Saat ihre erste Ernte. Weitere Samen (bzw. Links) werden dank Likes, Shares, Kommentaren, etc. verbreitet, die weitere Erträge in Form von Backlinks bilden.
Der Seeding-Prozess: Von der Aussaat zur Ernte

Arten von Seeding im Marketing

Wie im Marketing üblich gibt es auch hier verschiedene Arten, die je nach Situation und Branche mal besser und mal schlechter passen. Insgesamt gibt es zwei Arten, die ähnlich funktionieren und das gleiche Ziel haben. Der Unterschied liegt vor allem im aufgebrachten Aufwand. Beim sogenannten einfachen Seeding setzt man vor allem darauf den Content auf den eigenen Kanälen zu veröffentlichen und die eigene Reichweite durch Deine Followerschaft zu nutzen. Bei der zweiten Art, dem erweiterten Seeding, geht man aktiv auf Influencer zu und versucht diese von den eigenen Inhalten zu überzeugen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass der Content viral geht und eine sehr große Anzahl von Menschen erreicht.

Wann macht einfaches Seeding Sinn?

Es gibt verschiedene Szenarien für ein erfolgreiches einfaches Seeding. So besteht eine höhere Chance viral zu gehen, wenn der Content hervorragend recherchiert, aufbereitet und verfasst ist. In diesem Fall kann man bereits mit wenig Followern bzw. Seitenbesuchern durch Likes, Shares und Kommentare einen großen Streueffekt erreichen. Auch bei einer sehr großen Anzahl an Followern ist die Möglichkeit hoch, dass sie die veröffentlichten Inhalte oft teilen und für Viralität sorgen. Zu guter Letzt ist der vermutlich größte Faktor beim einfachen Seeding eine Portion Glück, die Erfolg von Misserfolg trennt. Das liegt daran, dass es oft ist ein Zusammenspiel zwischen vielen Einzelteilen, die für einen viralen Beitrag verantwortlich sind. Das notwendige Fingerspitzengefühl oder eine Zusammenarbeit mit Spezialisten ist hierbei deshalb von Vorteil.

Eins steht allerdings fest:

Die Reichweite der eigenen Kanäle sollte man immer nutzen. Diese erreichen verlässlich und kostenlos Nutzer, selbst wenn der Inhalt nicht viral geht. Außerdem macht ein erster Test mittels einfachem Seeding Sinn, um den Content zu prüfen. War die Performance nicht gut, sollte eine Optimierung am Inhalt vorgenommen werden, bevor im erweiterten Seeding oder durch weitere OffPage-Maßnahmen die verschiedenen Influencer kontaktiert werden.

Erweitertes Seeding bringt den extra Schub an Reichweite

Mithilfe von erweitertem Seeding kann der erstellte Inhalt leichter und weitreichender verbreitet bzw. gestreut werden. Hierfür werden gezielt Influencer und Webseiten herausgesucht, die gut mit der festgelegten Zielgruppe übereinstimmen. Diese Multiplikatoren werden anschließend kontaktiert und gebeten den Content zu veröffentlichen oder ihn zu verlinken. Die dortigen Erwähnungen zahlen wiederum auf Dein Image und Deine Besucherzahlen ein.

Gut zu wissen:

Je nachdem wie bekannt der Influencer bzw. die Website ist, kann dies auch einen gewissen Geldbetrag kosten.

Allerdings ist erweitertes Seeding nicht nur für die Reichweite und Bekanntheit gut, sondern auch für den sogenannten Social Proof. Dieser zeigt Lesern, dass ein Unternehmen seriös ist und sich in der Thematik gut auskennt. Deshalb ist diese Methode für gute Inhalte immer eine sehr gute Möglichkeit, um nicht nur den Nutzern, sondern auch der eigenen Marketing-Kampagne einen echten Mehrwert zu liefern und Dich als Experte zu positionieren.

Seeding Strategien für eine erfolgreiche Kampagne

Neben einfachem und erweitertem Seeding gibt es noch weitere Unterscheidungen. So lassen sich mit diversen Strategien verschiedene Ziele verfolgen. Wie sie diese Ziele erreichen, steht jedoch von Anfang an fest: Einen Mehrwert für Leser und Nutzer erzeugen, um dadurch Reichweite, Bekanntheit und Vertrauen zu verbessern. Die beiden Strategien unterscheiden sich bei der Platzierung Deines Mehrwert-Contents und beim Erreichen der Ziele.

Beim Content Seeding werden die Inhalte auf thematisch relevanten Webseiten und Plattformen veröffentlicht. Hierfür ist natürlich im ersten Schritt eine ausführliche Recherche dieser notwendig. Das Social Seeding, auch Viral Seeding genannt, arbeitet wiederum mit Social Media Influencern zusammen, um von deren Reichweite zu profitieren. Auch das Social Seeding ist ein Teil des Content Seedings, kann aber differenziert betrachtet werden. Das liegt vor allem daran, dass in den letzten Jahren durch eine permanent steigende Relevanz von Influencern gab, wodurch sich ein eigener Zweig innerhalb des Marketings gebildet hat.

Content Seeding

Die Definition von Content Seeding steckt ebenfalls im Namen: Es werden Inhalte (Content) gezielt ausgesät. Die Ziele sind Reichweite, Vertrauen und Bekanntheit genieren und zu steigern. Mithilfe diverser Kanäle verbessert sich die eigene Markenpräsenz im Internet. Dabei muss aber stets darauf geachtet werden, dass die recherchierten Webseiten thematisch zur Zielgruppe passen.

Außerdem können mithilfe des Content Seedings wertvolle Backlinks aufgebaut werden, die zusätzlich zu den genannten Vorteilen auch noch die SEO Leistung der eigenen Internetseite verbessern. Besonders wertvoll sind Backlinks von qualitativ hochwertigen Seiten, die bei Google einen hohen Trust-Wert besitzen. Dadurch wird eine ganzheitliche Option des Marketings geboten.

Social Seeding

Social Media Seeding ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Zielgruppe über soziale Medien gut erreichbar ist. Hier versucht man mithilfe von Multiplikatoren eine kritische Masse an Nutzern zu erreichen, bevor der Content schließlich viral geht und zum Selbstläufer wird. Diese Mindestanzahl an erreichten Personen variiert stark und ändert sich ständig. Deshalb ist es wichtig, die Leistung der Kampagne genau zu analysieren und eventuell neu zu justieren, falls der geplante Erfolg noch ausbleibt.

Dabei können bereits Influencer mit einer kleinen Anzahl an Followern, sogenannte Micro-Influencer, sehr effektiv sein, um den Content an die passende Zielgruppe zu bringen. Denn neben guten Inhalten ist vor allem die thematische Nähe zwischen Influencer und Content wichtig. So erzeugt ein Beitrag sehr wahrscheinlich mehr Erfolg bei einem kleinen Influencer, der sich mit Online Marketing beschäftigt, als bei einem großen Lifestyle-Influencer.

Bedeutung von Seeding für SEO

Insbesondere für die effektive Suchmaschinenoptimierung ist Seeding sehr wichtig. Denn häufig erzeugt eine gute Kampagne neue Backlinks für die eigene Internetseite. Diese nutzt Google, um zu bewerten, wie vertrauenswürdig und relevant eine Website ist. Oft korreliert eine gute Position in den SERPs direkt mit der Anzahl und der Qualität der Backlinks. Mithilfe von Seeding können nicht nur neue Backlinks, sondern auch Backlinks von Webseiten mit einem sehr hohen Vertrauenswert aufgebaut werden. Seeding erhöht also nicht nur die Reichweite, sondern steigert auch die Leistung der gesamten Internetseite.

Aber nicht nur Backlinks sind relevant für SEO. Es hilft bereits, wenn der Name der eigenen Internetseite oder Firma irgendwo im Text auf der fremden Website zu finden ist. Deshalb ist es ratsam, Nutzern die Möglichkeit zu bieten, eine Infografik direkt auf ihre Website einzubinden. So kann sichergestellt werden, dass im alt- und title-tag der Firmenname steht und Google leichter nachvollziehen kann, woher die Infografik stammt.

10 Tipps für erfolgreiches Seeding

Jetzt, da Du weißt, was Seeding überhaupt ist, wollten wir Dir natürlich auch konkrete Tipps an die Hand geben, die Du für eine erfolgreiche Seeding-Kampagne unbedingt beachten solltest.

  1. Vorbereitung ist alles: Definiere Deine Zielgruppe und kenne deren Interessen und Bedürfnisse.
  2. Sorge für Inhalte mit Mehrwert: Dein Seeding-Content muss hochwertig, einzigartig, holistisch, relevant und teilenswert sein.
  3. Nutze das richtige Content-Format: Egal, ob Ratgeber, Whitepaper, E-Book, Infografik, Studien, usw. – mit dem richtigen Content-Format erreichst Du Deine Zielgruppe.
  4. Recherche, Recherche, Recherche: Finde thematisch passende Seiten und Influencer, mit denen Du kooperieren kannst.
  5. Blicke über den Tellerrand hinaus: Manchmal lohnt es sich, um die Ecke zu denken. Geht es beispielsweise um Content Seeding für einen Giftköder-Ratgeber für Hunde ist dieser nicht nur für Hundebesitzer interessant. Auch eine Kooperation mit Tierärzte, Tierschutzorganisationen oder Hunde-Influencern in den sozialen Medien wäre durchaus denkbar.
  6. Plane Dein Budget: Nicht alle Verlinkungen sind kostenlos! Verliere deshalb niemals Dein Budget aus den Augen, sonst kann es teuer werden.
  7. Analysiere thematisch ähnliche Verlinkungen: Mithilfe von Analysetools kannst Du sehen, welche Seiten bereits auf ähnliche Themen verlinken und deshalb auch für Deine Seeding-Kampagne relevant sein könnten.
  8. Behalte Wettbewerber im Auge: Auch Inhalte Deiner Wettbewerber können hilfreich sein, wenn es darum geht, geeignete Themen oder passende Linkgeber zu finden.
  9. Versuche Experten an Bord zu holen: Bekannte Gesichter oder Spezialisten der Branche erregen Aufmerksamkeit und zeigen Expertise.
  10. Verliere Dein Ziel nicht aus den Augen: Egal, ob mehr Aufmerksamkeit, Reichweite, Rankings oder Conversions – Dein Ziel solltest Du Dir bei jeder Kontaktaufnahme bewusst machen und hinterfragen, ob Dir der entsprechende Linkgeber dabei hilft.
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