SMX 2026 Recap: Die wichtigsten SEO, AI und Marketing Insights der Konferenz
13.03.2026
06 min
eologyeo:newsSMX 2026 Recap: Die wichtigsten SEO, AI und Marketing Insights der Konferenz
Die SMX (Search Marketing Expo) gehört zu den wichtigsten internationalen Konferenzen für SEO, SEA, Digital Marketing und Search Innovation. Jedes Jahr treffen sich hier Experten und Expertinnen aus der Search- und Marketingbranche, um aktuelle Entwicklungen rund um Google, KI-Suche, Performance Marketing und Content-Strategien zu diskutieren.
Die SMX München 2026 fand im International Congress Center München (ICM) statt und brachte wieder zahlreiche internationale Speaker auf die Bühne. Im Fokus standen in diesem Jahr vor allem AI Search, Brand Visibility, neue SEO-Strategien und die Zukunft von Marketing-KPIs.
eology-Team auf der SMX 2026
In diesem Recap findest Du die wichtigsten Erkenntnisse aus ausgewählten Vorträgen – kompakt zusammengefasst.
Verlorener Traffic, neues Konsumentenverhalten, alternative Kanäle: Content-Strategie 2026
Dr. Beatrice Eiring auf der Bühne und das Team eology als Support auf der SMX 2026
Dr. Beatrice Eiring zeigte in ihrem Vortrag, dass Traffic-Verluste oft nur ein Symptom sind. Die eigentliche Veränderung liegt im neuen Konsumenten- und Suchverhalten.
Immer mehr Menschen nutzen KI-Systeme, Social Media oder Plattformen wie YouTube, um sich vor einer Kaufentscheidung zu informieren. Dadurch verschiebt sich ein großer Teil der Recherche noch vor den Website-Besuch.
Ein häufiges Problem: Viele Inhalte konzentrieren sich stark auf Traffic und Reichweite, während wichtige Elemente des Sales-Prozesses fehlen – etwa Einwandbehandlung oder konkrete Entscheidungshilfen.
Wichtige Erkenntnisse für die Content-Strategie
Für eine erfolgreiche Content-Strategie 2026 müssen Inhalte stärker auf die Customer Journey und Kaufmotive ausgerichtet werden. Dazu zählen beispielsweise:
Bequemlichkeit
Preis / Wirtschaftlichkeit
Prestige
Sicherheit
Technologie und Innovation
Gleichzeitig gewinnt Multi-Channel-Content weiter an Bedeutung. Besonders YouTube und Short-Form-Content werden zunehmend in KI-Antworten und AI Overviews integriert.
Der zentrale Takeaway:
Content muss sich stärker am Entscheidungsprozess der Nutzer orientieren – nicht nur an Suchanfragen.
AI in der Praxis: Warum erfolgreiche Deployments Vertrauen brauchen
Boaz Ashkenazy (Augmented AI Labs) zeigte in seinem Vortrag „Beyond the AI Hype: Hard-Won Lessons from Enterprise Deployments“, dass der Unterschied zwischen AI-Demo und realem Einsatz enorm ist.
Viele Unternehmen bauen beeindruckende Prototypen – doch die tatsächliche Nutzung im Unternehmen bleibt oft aus.
Zentrale Erkenntnisse
Trust is the product – Vertrauen entscheidet über den Erfolg von AI-Tools.
Accuracy allein reicht nicht – Nutzer müssen auch verstehen, wann ein Modell halluziniert.
Guardrails müssen zum Risiko passen – z. B. durch Quellen, Zitate oder Kontrollmechanismen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das sogenannte Adoption-Paradox: Selbst funktionierende Tools werden nicht genutzt, wenn sie keinen klaren Mehrwert im Arbeitsalltag bieten.
Zwei Faktoren entscheiden über Adoption
Relief: reduziert das Tool Stress, Zeitaufwand oder Risiko?
Agency: fühlen sich Nutzer durch das Tool leistungsfähiger?
Erst wenn Vertrauen → Nutzung → Skalierung zusammenkommen, lassen sich AI-Systeme im Unternehmen erfolgreich orchestrieren.
Neue SEO-Strategien: Wie Google wirklich denkt
Carolyn Shelby erklärte in „Inside Google’s Head“, warum klassische SEO-Strategien immer weniger funktionieren. Der wichtigste Punkt: Google verändert seine Richtung nicht – es beschleunigt sie nur. Googles Ziel: Friction reduzieren
„Friction“ beschreibt die Anzahl der Schritte bis zur Antwort. Google arbeitet kontinuierlich daran, diese Schritte zu reduzieren.
Das Ergebnis:
AI Overviews
Direct Answers
weniger Klicks auf Websites
Ein entscheidender Wandel: Nicht mehr ganze Seiten konkurrieren – sondern einzelne Content-Fragmente.
Neue SEO-Best Practices
Damit Inhalte von Google extrahiert werden können, müssen sie klar strukturiert sein:
klare Überschriften
kurze Absätze
Listen
deklarative Aussagen
query-orientierte Formulierungen
Wenn Informationen nicht extrahiert werden können, werden sie auch nicht verwendet.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Entities gewinnen an Bedeutung, während klassische Ranking-Positionen an Relevanz verlieren. Das neue Ziel lautet daher:
Nicht mehr nur ranken – sondern Teil der Antwort werden.
PPC im AI-Zeitalter: Automatisierung richtig nutzen
Aaron Levy (Optmyzr) analysierte in seinem Vortrag, was aktuell in Google Ads wirklich funktioniert. Viele Marketer empfinden PPC durch Automatisierung als komplexer statt einfacher.
Die größten Herausforderungen
Datenqualität
Datenschutz
fehlende Integrationen
steigende Kosten
Skill-Gap im Team
Wichtige Performance-Learnings
Bid-Strategien
Mindestens 50 Conversions in 30 Tagen für zuverlässige Automatisierung
Bei Budgets unter 10.000 € funktionieren Maximize-Strategien gut
Responsive Search Ads
Erfolgreiche Muster:
2+ RSA pro Anzeigengruppe
keine übermäßige Nutzung von Pinning
Description-Länge von 51–60 Zeichen
Titel mit 21–30 Zeichen
PMAX und Automatisierung
Performance Max bleibt weiterhin kontrovers:
Vorteile:
starke Automatisierung
gute Skalierung
Nachteile:
wenig Transparenz
wenig Kontrolle
Eine Empfehlung aus dem Vortrag: PMAX zunächst isoliert testen, um den tatsächlichen Effekt auf die Performance zu messen.
AI-Monitoring: Warum klassische SEO-KPIs nicht mehr ausreichen
Thomas Pelham (OtterlyAI) und Mathias Ptacek (Rankscale) beschäftigten sich mit der Frage, wie Sichtbarkeit in AI-Systemen gemessen werden kann.
Ein überraschendes Ergebnis: Weniger als 1 % der Nutzer besuchen Websites direkt über ChatGPT. AI-Search funktioniert daher eher wie Brand Marketing als klassisches SEO.
Der Fokus verschiebt sich damit von Traffic-Optimierung hin zu Markenpräsenz in AI-Antworten.
Digital PR wird zum entscheidenden Ranking-Signal
Shannon McGuirk zeigte, dass Digital PR im AI-Zeitalter wichtiger wird als je zuvor.
Warum?
Links = Trust Signals
Mentions = Entity Validation
Experten = Glaubwürdigkeitsanker
Besonders relevant sind Inhalte, die häufig von LLMs zitiert werden.
Formate mit hoher AI-Sichtbarkeit
Expertenkommentare
datenbasierte Studien
Reviews
How-to-Guides
Umfragen
Der wichtigste Faktor bleibt jedoch die Zielgruppe. AI Visibility beginnt mit einem tiefen Verständnis Deiner Buyer Personas.
Neue Marketing-KPIs: Warum Klicks nicht mehr zählen
Jono Alderson stellte eine provokante These auf: „Clicks never measured what really mattered.“ SEO-Dashboards messen häufig Interface-Artefakte wie Rankings oder Traffic – aber nicht die tatsächliche Wirkung.
Das neue Bewertungsmodell
Zukunftsorientierte Marketing-KPIs sollten sechs Bereiche abdecken:
Experience Integrity
Ladezeiten
Usability
Task Completion Rate
Physical Availability
Präsenz auf Plattformen
Marktplätze
strukturierte Daten
Mental Availability
Markenbekanntheit
Brand-Search-Anteil
Distinctiveness
erkennbare Markenassets
visuelle Identität
Reputation
Sentiment
konsistente Markenstory
Commercial Proof
Preisresistenz
echte Nachfrage
Visibility ist dabei nur das Ergebnis – nicht die Ursache.
LLM-Crawler: Neue Herausforderungen für technische SEO
Amanda King beleuchtete die zunehmende Aktivität von LLM-Bots wie ChatGPT, Claude oder Perplexity. Ein interessantes Verhältnis: 1.500 Crawls führen im Durchschnitt zu nur einem Besuch auf der Website.
Wichtige Empfehlungen
Bots nicht pauschal blockieren
Logfiles regelmäßig analysieren
Inhalte schnell und leicht abrufbar machen
LLM-Crawler greifen häufig auf vereinfachte Versionen von Websites ohne JavaScript zurück. Daher sollten Inhalte klar strukturiert und serverseitig verfügbar sein.
Brand Entities: Warum Marken wichtiger werden als Keywords
Emily Grossman erklärte, warum sich Search von „Strings to Things“ entwickelt. Das bedeutet: Suchmaschinen verstehen Inhalte zunehmend über Entitäten statt Keywords.
Damit eine Marke erkannt wird, müssen folgende Fragen klar beantwortet werden:
Was ist Deine Marke?
Wofür steht sie?
Mit welchen Themen ist sie verbunden?
Wo wird sie erwähnt?
Maßnahmen für Entity SEO
konsistente Markenbeschreibung
strukturierte Daten (z. B. SameAs)
Digital PR
starke „About“-Seite
Der wichtigste Punkt: AI entdeckt keine neuen Marken – sie wählt aus bekannten Entitäten aus.
SMX 2026 zeigt eine neue Realität für Search
Die SMX 2026 hat deutlich gemacht, dass sich SEO und Marketing in einer tiefgreifenden Transformation befinden.
Wichtige Trends:
AI verändert Suchmaschinen grundlegend
Brand Visibility wird wichtiger als Rankings
Content muss extrahierbar und strukturierbar sein
Marketing-KPIs verschieben sich von Klicks zu Markenwirkung
Für Unternehmen bedeutet das: SEO entwickelt sich wieder stärker in Richtung ganzheitliches Marketing. Wer langfristig sichtbar bleiben will, muss daher Marke, Inhalte, PR und technische SEO enger miteinander verzahnen.
Antonios Smyrnaios ist Teil der SEO-Abteilung bei eology. Mit vorheriger Erfahrung in der Content Erstellung, analysiert er die Websites von Kunden auf inhaltlicher sowie technischer Ebene und erarbeitet Empfehlungen für Maßnahmen zur Steigerung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
Beim Selbstverteidigungskurs bei eology stand nicht der Kampf im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit, Situationen frühzeitig zu erkennen und sich sicher daraus zu befreien. ... Weiterleseneology x Selbstverteidigungskurs