70.000 KI-Antworten im Check – Was die Blinq-Analyse über Sichtbarkeit in ChatGPT & Co. verrät
12.02.2026
02 min
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In einer aktuellen Untersuchung hat das Analyse-Unternehmen Blinq über 70.000 Antworten großer Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity ausgewertet, um herauszufinden, welche Quellen diese KI-Systeme am häufigsten für ihre Antworten nutzen – und was das für Online Marketer bedeutet.
Bei LLMs handelt es sich um KI-Modelle, die mit enormen Textmengen trainiert wurden und auf dieser Basis eigenständig Antworten generieren. Sie greifen nicht klassisch auf einen Index wie eine Suchmaschine zurück, sondern kombinieren Trainingswissen mit aktuellen Webquellen.
Corporate Websites dominieren deutlich
Ein zentrales Ergebnis der Analyse: über 51 % aller zitierten Inhalte stammen von Corporate Websites, also firmeneigenen Blogs, Webseiten und Landing Pages – dem sogenannten Owned Content. Das zeigt, dass dieser weiterhin eine dominierende Rolle spielt, wenn es darum geht, in KI-Antworten aufzutauchen.
Darüber hinaus entfielen 13,3 % der Zitate auf Review-Medien, die oft genutzt werden, um Produkt- oder Dienstleistungsinformationen zusammenzufassen. Weitere 10 % stammten jeweils aus der Fachpresse und von nutzergenerierten Inhalten (UGC), während reine News-Seiten nur 8,9 % der Quellen ausmachten.
Das bedeutet: Eigene Inhalte bilden das Fundament der KI-Sichtbarkeit, weil sie konsistent, vertrauenswürdig und inhaltlich strukturiert sind – Faktoren, nach denen LLMs ihre Quellen auswählen.
Abbildung 1: Medientypen als Quellen in LLMs Quelle: Blinq
Welche Rolle spielt Social Media in KI-Quellen?
In der Blinq-Analyse zeigt sich, dass Plattformen wie Reddit, YouTube und LinkedIn einen erheblichen Anteil an den von LLMs genutzten Quellen haben:
Reddit liegt mit 15,33 % der zitierten URLs an der Spitze.
YouTube folgt mit 14,34 %.
LinkedIn macht 6,09 % aus.
Entwickelt man Content, der in solchen Communities häufig geteilt und diskutiert wird, steigt die Chance, dass KI-Modelle sie als Referenz heranziehen.
Abbildung 1: URLs als Quellen in LLMs Quelle: Blinq
Zusammen bilden Review-Seiten und nutzergenerierte Inhalte fast 23,3 % der genutzten Quellen – ein Hinweis darauf, dass LLMs authentische, „menschliche“ Inhalte bevorzugen.
Welche News-Quellen werden zitiert?
Auch klassische Medien werden von KI-Modellen genutzt, allerdings in geringerem Umfang:
Bei den in der Analyse betrachteten News-Quellen dominieren Chip (34,2 %), Utopia (10,7 %), WELT (9,8 %) und TechRadar (6,3 %). Dies zeigt, dass News-Seiten zitiert werden, aber stärker dort, wo konkrete, umfassende Antworten gefragt sind – etwa Produktvergleiche oder Fachwissen.
Insgesamt greifen LLMs in fast 20 % der Fälle auf Nachrichten- und Fachmedien zurück. Diese Zahlen zeigen, dass für Content-Strategien nicht nur quantitative Reichweite zählt, sondern auch die Art und Tiefe der Inhalte, die KI-Modelle als vertrauenswürdig einstufen.
Abbildung 1: News-Seiten als Quellen in LLMs Quelle: Blinq
So wirst Du in den LLMs sichtbar
Was kannst Du tun, damit Deine Inhalte in KI-Antworten ausgespielt werden?
Richte Deine Inhalte klar auf konkrete Fragen und Probleme Deiner Zielgruppe aus.
Strukturiere Deine Artikel sauber mit verständlichen Zwischenüberschriften und präzisen Aussagen.
Baue Deine Website als zentrale Wissensquelle systematisch aus.
Positioniere Dich aktiv in relevanten Communities wie Reddit oder LinkedIn.
Nutze YouTube und andere Videoformate, um Deine Expertise sichtbar zu machen.
Setze auf nachhaltige Themenführerschaft statt auf kurzfristige Trendthemen.
Du möchtest mehr zu dem Thema wissen? In unserem Magazin Artikel erfährst Du alles, was Du über LLMs wissen musst!
Jule Langheim studierte Medienmanagement an der Technischen Hochschule Würzburg. Bei eology ist sie im Marketingteam verantwortlich für die Contenterstellung und die Vermarktung der Agentur über die Social-Media-Kanäle.
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