Google Ads übernimmt automatisch Angebote und Gutscheine von Websites

Google Ads übernimmt automatisch Angebote und Gutscheine von Websites

13.10.202603 min

Google Ads holt sich Deine Angebote jetzt selbst von Deiner Website: Seit dem 12. Oktober 2026 erkennt Google laut einer E-Mail an Werbetreibende automatisch Gutscheine, Rabatte und Deals auf Deinen Landingpages und spielt sie als Angebots-Assets in Such- und Performance-Max-Kampagnen aus. Die Funktion heißt „Automatische Angebote“ (englisch: Automated Promotions) und ist standardmäßig aktiv.

Wir fassen für Dich zusammen, wie die Funktion arbeitet, welche Kampagnen betroffen sind und wie Du sie prüfst oder abschaltest.

Das Wichtigste in Kürze

Google begründet den Schritt mit weniger manuellem Aufwand: Nutzer sollen gültige Angebote sehen, ohne dass Du etwas einrichten musst. Du wirst laut Google automatisch angemeldet, behältst aber die volle Kontrolle.

So funktionieren automatische Angebote

Google durchsucht Deine Landingpages nach aktiven Aktionen und verwandelt sie in Angebots-Assets. Das offizielle Hilfedokument nennt dazu ein Beispiel: Bewirbt Deine Landingpage „20 % Rabatt auf schwarze Pullover“, extrahiert Google diese Info. Der Rabatt erscheint dann direkt in den Suchergebnissen, wenn Nutzer nach Deinen Produkten suchen.

Die Angebote können laut Google in der Google-Suche, aber auch im breiteren Anzeigeninventar von Google ausgespielt werden. Ziel sind sowohl Online-Käufe als auch Besuche im Ladengeschäft.

Jedes automatische Angebot ist nur für weniger als 24 Stunden ausspielbar. Danach kann Google es erneut aktivieren, solange das System bestätigen kann, dass die Aktion noch sichtbar auf Deiner Website steht.
Laut Google soll sich das ändern, sobald das System auch Start- und Enddaten einer Aktion auslesen kann.

Welche Kampagnen betroffen sind

Automatische Angebote greifen nur, wenn alle drei Voraussetzungen aus dem Google-Hilfedokument erfüllt sind:

  1. Du hast eine aktive Such- oder Performance-Max-Kampagne mit Standort-Assets, dazu zählen auch lokale Kampagnen.
  2. In der Kampagne laufen keine manuell angelegten Angebote.
  3. Die Kampagne entspricht den Werberichtlinien von Google Ads.

Damit zielt die Funktion vor allem auf Unternehmen mit physischem Standort. Reine Online-Shops ohne Standort-Assets sind derzeit außen vor. Allerdings schreibt Google in der E-Mail, dass die Funktion „derzeit“ nur für diese Kampagnen gilt. Ob Google den Umfang später ausweitet, ist offen.

Manuelle Angebote haben Vorrang. Sobald Du selbst ein Angebots-Asset hinterlegst, überspringt Google die Kampagne.

So prüfst und deaktivierst Du die Funktion

Die Einstellung gilt immer für das gesamte Google-Ads-Konto, eine Steuerung pro Kampagne gibt es nicht. Wer mehrere Konten betreut, muss die Funktion also Konto für Konto abschalten. Eine zentrale Einstellung für Verwaltungskonten nennt Google nicht.

Automatische Angebote abschalten

  1. Öffne im Menü Kampagnen den Bereich Assets.
  2. Klicke in der Filterleiste auf das Dreipunkt-Menü und wähle „Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene“.
  3. Klicke auf dieser Seite erneut auf das Dreipunkt-Menü und öffne die erweiterten Einstellungen.
  4. Stelle „Automatische Angebote“ auf „Aus“ und gib bei Bedarf einen Grund an.

Automatische Angebote im Konto finden

  1. Öffne im Menü Kampagnen den Bereich Assets.
  2. Wähle in der Filterleiste den Asset-Typ „Angebot“.
  3. In der Spalte „Hinzugefügt von“ erkennst Du automatische Angebote an der Kennung „Google AI“. Fahre mit der Maus darüber, um zu sehen, woher Google das Angebot hat.

Was Du jetzt tun solltest

Für den Umgang mit der Funktion hast Du drei Möglichkeiten:

Fazit: Prüfe zuerst, ob Deine Kampagnen überhaupt Standort-Assets nutzen. Falls ja, entscheide bewusst, ob Google Deine Rabatte übernehmen darf, und stimme Dich mit dem Team ab, das Eure Website pflegt.

Autor

Alina Runge
Alina Runge Werkstudentin Marketing

Alina Runge studiert Mediendesign an der IU. Sie untersützt das Marketing-Team bei der Contenterstellung und Vermarktung der Agentur über die Social-Media-Kanäle sowie der Durchführung von Events. Außerdem ist Alina nebenbei als Fotografin selbständig.