Google Ads ergänzt Richtlinien um Klausel für Clickbait-Anzeigen

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Ab 15.07.2020 tritt eine Änderung an den Google Ads-Richtlinien zur Falschdarstellung in Kraft, die sich auf sogenannte Clickbaiting-Anzeigen bezieht. Diese enthalten reißerische Bilder oder Texte und sollen den Nutzer dazu anregen, auf die Anzeige zu klicken. Des Weiteren bezieht sich die Ergänzung auch auf Ads, die durch starke negative Gefühle oder mit negativen Lebensereignissen Druck zum Handeln auf den Nutzer aufbauen.

Zwei verschiedene Arten von Anzeigen sind von der neuen Bestimmung betroffen.

Clickbait-Anzeigen zur Steigerung der Zugriffe

Dazu gehören Anzeigen, die vorgeben, Folgendes zu einer Dienstleistung oder einem Produkt preiszugeben:

  • Skandale
  • Geheimnisse
  • Reißerische Informationen

Typische Formulierungen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise „Das glaubst Du nie“ oder „Finde es hier heraus“. Diese sollen den Nutzer zum Klick animieren, damit er den kompletten Zusammenhang der Ad versteht.

Im Bezug auf Fotos sind vor allem diese Darstellungen nicht mehr erlaubt:

  • Echte Unfälle oder Katastrophen
  • Deutlich erkennbar veränderte und vergrößerte Körperteile
  • Polizeifotos
  • Vorher-Nachher-Bilder mit unverkennbaren Körperveränderungen

Clickbait-Anzeigen mit Druck zum unverzüglichen Handeln

Hier geht es vor allem um negative Lebensereignisse, zum Beispiel Krankheit, Verhaftung, Tod, Unfälle, Insolvenz oder Tod. Diese sollen beim Nutzer Schuldgefühle, Angst oder andere schlechte Gefühle auslösen. Letztendlich ist das Ziel einen so großen Druck aufzubauen, dass der Nutzer unverzüglich handelt. Ein Beispiel dafür sind Werbungen, die den User vor angeblich Schaden bewahren sollen. Darin wird er gedrängt, Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen, zu abonnieren oder nicht mehr zu verwenden. Dazu gehören aber auch Ads, die Scherzen, Angst, Schock oder Leid zeigen, um Dienstleistungen sowie Produkte zu bewerben.

Was das für Marketers bedeutet

Google sagt Clickbait den Kampf an, wobei die obenstehenden Beispiele eben nur das sind: Beispiele. Unzulässig sind zukünftig jegliche Ad-Variationen mit irgendeiner Form von Clickbait. Marketers, die diese Ansätze fahren, müssen ihre Strategie also schleunigst überdenken. Damit setzt Google klar das Zeichen für mehr Seriosität und User-Freundlichkeit im digitalen Werbemarkt.

 

Ann-Kathrin Grottke hat ihr Medienmanagementstudium mit dem Bachelor abgeschlossen und ist Teil des eology-Marketing-Teams. Sie kümmert sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.

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