Twitter f├╝hrt Story-Funktion ein: Fleets

23.11.2020 03 min

Snapchat machte es vor, viele weitere machten es nach: Stories. Instagram und Facebook setzen schon eine ganze Weile auf dieses Content-Format. K├╝rzlich zog dann ebenfalls LinkedIn nach. Jetzt kommt das Feature auch beim Kurznachrichtendienst Twitter an. Fleets, so hei├čt das Feature bei Twitter, soll den Nutzern als eine Erg├Ąnzung zu den urspr├╝nglichen Tweets dienen und ihnen eine weitere M├Âglichkeit geben ihre Messages und Gedanken unkompliziert in die Welt zu verbreiten.

Das kann das neue Twitter-Feature

Fleets funktionieren ├Ąhnlich wie die bereits bekannten Story-Formate: Sie sind 24 Stunden sichtbar, bevor sie wieder gel├Âscht werden, sind nicht teilbar (oder in diesem Fall retweetbar) und k├Ânnen auch nicht geliked werden. M├Âchte man auf Inhalte der Story reagieren, funktioniert das wie bei Instagram nur ├╝ber Direct Messages oder den integrierten Reaktionsbutton. Um Fleets anzuschauen, musst Du, genau wie bei der Social Media-Konkurrenz, zuerst auf den Avatar des Twitter-Nutzers klicken. Daraufhin ├Âffnen sich die Story-Inhalte. Ebenfalls ├Ąhnlich zu Instagram ist die Position, in der Du Fleets findest: In der App sind sie oben an die Startseite gepinnt.

Das kommt uns doch alles sehr bekannt vor. Neu an dieser Idee scheint tats├Ąchlich nur der Name zu sein. Kayvon Beykpour, Head of Products bei Twitter, ├Ąu├čerte sich wie folgt zur neuen Funktion:

ÔÇ×I know what youÔÇÖre thinking: ÔÇťTHIS SOUNDS A LOT LIKE STORIES!ÔÇŁ. Yes, there are many similarities with the Stories format that will feel familiar to people. There are also a few intentional differences to make the experience more focused on sharing and seeing peopleÔÇÖs thoughts.ÔÇť

ÔÇö Kayvon Beykpour, Product Lead bei Twitter

Aus diesen Gr├╝nden setzt Twitter auf Fleets

Mit Fleets m├Âchte Twitter seinen Nutzern eine neue Plattform bieten, auf der sie ihre Meinung ├Ąu├čern k├Ânnen, ohne Angst haben zu m├╝ssen, dass die Inhalte permanent in der Timeline bleiben oder von anderen Nutzern kommentiert, geliked oder geteilt werden.

Dennoch kommt das neue Feature bei den Nutzern bisher nicht so gut an, wie erhofft. Sie bem├Ąngeln, dass es nie gew├╝nscht wurde und andere, wichtigere Features weiterhin nicht ber├╝cksichtigt und umgesetzt werden.

Zus├Ątzlich dazu wird der Name des neuen Story-Features stark kritisiert. ├ťbersetzt man „fleet“ ins Deutsche bedeutet es ÔÇ×fl├╝chtigÔÇť. Soweit so gut… Doch der Begriff hat gerade in Amerika weitere Bedeutungen, die bei der Namensfindung wohl au├čer Acht gelassen wurden. Produkte, die in den USA f├╝r Einl├Ąufe verwendet werden, hei├čen ebenfalls Fleets. Au├čerdem ist es in der Homosexuellen-Szene ein Synonym f├╝r Analsex. Somit h├Ątte die Namenswahl wohl etwas gelungener ausfallen k├Ânnen.

Lara Meyer hat ihr Bachelorstudium der Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Betriebswirtschaft der Medien, an der FH in W├╝rzburg abgeschlossen. Als Teil des eology-Marketing-Teams k├╝mmert sie sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.

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