Googles March 2019 Core Update

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Das March 2019 Core Update ist ein globales Update des Ranking-Algorithmus. Es ist das erste bestätigte Update von Google im Jahr 2019. Der offizielle Rollout begann am 12.03.2019. Solche Updates haben meist eher geringe Auswirkungen, helfen aber dabei, die Suchergebnisse nach und nach zu verbessern.

Dennoch treten vor allem bei sensiblen Suchanfragen, beispielsweise im Bereich Gesundheit, Rankingverschiebungen auf. Googles Algorithmus geht immer mehr dazu über, Expertise, Autorität und Vertrauen (EAT) stärker zu gewichten. Dies war bereits bei den sogenannten Medic-Updates der Fall. Das aktuelle ist allerdings eher weniger als eine Weiterentwicklung der Medic-Updates zu verstehen. Vielmehr baut die Suchmaschine konsequent ihre Strategie hin zu Mobile First und User Experience weiter aus. Auch in den Wochen nach dem Ausrollen des Updates nimmt sie zusätzliche Anpassungen in den Rankings vor. Deshalb sind die Auswirkungen nicht immer sofort spürbar. Das heißt, dass Seiten, die im Zuge des Updates Verluste hinnehmen mussten, sich wieder erholen können.

Wer sind die Verlierer und Gewinner des Updates?

Ähnlich wie bei den Medic-Updates trugen vor allem Websites aus dem Your-Money-Your-Life-Bereich Ranking- und Sichtbarkeitsverluste davon. Google vertraut in diesem Gebiet Seiten mehr, die einen breiten Themenfokus haben und die bei den Nutzern durch Branding ein großes Vertrauen genießen. In diesem Zusammenhang ranken Nischenwebsites schlechter. Ins Gewicht fällt außerdem die User Experience. Seiten aus dem Medizinwesen gelten gerne als „Content-Schleudern“, die nicht auf Nutzererfahrung, sondern auf Content-Fülle optimieren. Ein beispielhafter Verlierer ist die Website apotheken-umschau.de, die letztes Jahr noch als Gewinner aus dem Medic-Update hervorging.
Vom Update profitieren konnten beispielsweise Autoseiten oder die Seite netdoktor.de. Auch größere Brands haben Erfolg, da Google ihnen mehr Trust zuspricht. Was zusätzlich auffällt: Viele der Gewinner bestechen durch eine gut optimierte mobile Seite.
Eine Liste der größten Verlierer- und Gewinner-Websites findest Du auf dem Sistrix-Blog.

Und was nun?

Du bist einer der Verlierer des Updates? Dann bewahre zunächst einmal Ruhe und warte weitere Entwicklungen ab. Ziehe keine voreiligen Schlüsse, sondern betreibe Ursachenforschung. Dazu solltest Du die folgenden vier Tipps beachten:

Tipp 1

Behalte die Intention des Nutzers im Blick. Stelle Dir für ein gutes Ranking immer die Frage: Was möchte der Nutzer mit seiner Suche erreichen? In diesem Zusammenhang ist es zusätzlich wichtig zu verstehen, ob die Suchanfrage eher informationeller oder transaktioneller Natur ist.

Tipp 2

Baue langfristig Ihre Marke und das Vertrauen darin auf. Dadurch wirst Du unabhängiger von Updates, da Nutzer nicht mehr hauptsächlich über die organische Suche auf Ihre Seite gelangen. Vielmehr gewinnt der Direct Traffic an Bedeutung. Außerdem klicken Nutzer eher auf ihnen bekannte Seiten, was wiederum zusätzlich Ihre Nutzersignale verbessert.

Tipp 3

Biete auf Ihrer Website die bestmögliche User Experience. Dazu zählt beispielsweise die Ladezeit, aber auch die Lesbarkeit und Struktur der Seite auf verschiedenen Devices.

Tipp 4

Lese und verstehe die Google Quality Rater Guidelines. Das sind Richtlinien, die Google für die manuelle Überprüfung von Websites zur Hand nimmt. Darin sind unter anderem Kriterien zur Bewertung des Contents, der Reputation, der Navigation und viele mehr enthalten. Das Nachvollziehen dieser Guidelines hilft, auch in Zukunft sichere Angebote für den Nutzer anzubieten.

 

Ann-Kathrin Grottke hat ihr Medienmanagementstudium mit dem Bachelor abgeschlossen und ist Teil des eology-Marketing-Teams. Sie kümmert sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.

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