Neue Studie: Google verwendet Meta-Description nur zu ca. 30%

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Snippets sind in der Regel der erste Kontakt, den ein Internetuser mit einer Website hat. Diese werden in den SERPs der Google Suche angezeigt und ziehen sich ihre Daten im Normalfall aus den Meta-Daten einer Seite. Pflegst Du keine Meta-Daten ein oder sind diese nicht relevant bzw. funktionieren nicht f√ľr die entsprechende Seite, generiert Google automatisch ein Snippet aus dem Web-Content.

Um herauszufinden, wie oft Google sich wirklich an den hinterlegten Meta Daten bedient, hat der Marketing-Dienstleister Portent jetzt eine neue Studie durchgef√ľhrt und folgende Fragen gestellt: Wie oft ignoriert Google die Meta-Beschreibungen? Wie oft zeigt Google irgendeinen anderen Text in seiner SERP an? Erst k√ľrzlich ver√∂ffentlichte Ahrefs eine √§hnliche Untersuchung und stellte fest, dass eingepflegte Meta-Beschreibungen zu 63% bei Top 10-Rankings ignoriert werden. Auch die Studie von Portent liefert √§hnliche Ergebnisse. Sie zeigt, dass nur ca. 30 % der Meta-Descriptions auch so verwendet werden, wie sie in den Meta-Daten hinterlegt ist. Im Umkehrschluss hei√üt das, dass in ca. 70 % der F√§lle eine Ver√§nderung von Google an der Beschreibung vorgenommen wird. Doch woran liegt das und was bedeutet das f√ľr Dich?

Achtung Spoiler: Wer gute Meta-Angaben hinterlegt, der hat auch gute Chancen, dass diese tatsächlich ausgespielt werden!

Gr√ľnde, wieso Google Meta-Descriptions ab√§ndert

Grundlage der Studie war eine Liste mit 30.000 Keywords, die Portent aus Keyword-Recherchen f√ľr bestehenden und fr√ľheren Kunden gezogen hat. Markenbegriffe wurden komplett herausgefiltert. Die Schl√ľsselw√∂rter wurden anschlie√üend in STAT Search Analytics eingegeben und mithilfe von Ranglisten sowohl f√ľr Desktop- als auch mobile Suchergebnisse analysiert.

In der Untersuchung kristallisierten sich folgende Gr√ľnde heraus, wieso Anpassungen an den Beschreibungen vorgenommen werden mussten:

  1. Descriptions sind f√ľr die jeweilige Rahmenbedingung, in der sie sich befinden, einfach nicht passend.
  2. Descriptions sind nicht richtig auf die entsprechenden Längen optimiert, d.h. die hinterlegten Inhalte sind zu lange oder zu kurz.
  3. Descriptions fassen den Inhalt der Webseite nicht gut zusammen und geben dem Nutzer so nicht den richtigen Einblick ‚Äď das ist h√§ufig bei automatisch erstellten Metas der Fall.

Das zeigt: Wer optimierte Meta-Descriptions f√ľr Google bereitstellt, kann sich ggf. einen Wettbewerbsvorteil sichern!

Spannende Ergebnisse aus der Studie

Abänderungen aufgrund der Rahmenbedingungen

Grob gesagt hat die Studie drei verschiedene Bedingungen gefunden, unter denen Google Meta-Beschreibungen umschreibt:

  • First-Page Rankings
  • Suchvolumen
  • L√§nge der Suchanfrage

Bei First-Page Rankings wurde folgendes sichtbar:

  • 71% bei mobilen Suchergebnissen wurden umgeschrieben
  • 68% bei Desktop-Suchergebnissen wurden umgeschrieben

Somit kann man hier feststellen, dass die Meta-Beschreibung nur in ca. 30% der Fälle tatsächlich so bleibt, wie sie in den Meta-Daten zu finden ist. Allerdings hängen diese Zahlen nicht mit der Position der Seite in den SERPs zusammen.

Folgenderma√üen sieht die Umschreibrate f√ľr die ersten drei Ergebnisseiten aus:

Bei beiden Grafiken kannst Du sehen, dass bei der vierten bis sechsten SERP Position ein ‚ÄěAusschlag‚Äú ist. Somit erkennst Du, dass Google hier h√§ufiger Hand an die Beschreibungen legt und diese umschreibt. Wieso, fragt man sich also. Hierbei kann nur spekuliert werden. Vermutlich liegt es daran, dass so die Relevanz dieser Suchergebnisse gesteigert werden soll. Somit scheinen diese Meta-Descriptions nicht perfekt auf den Nutzer optimiert zu sein. Um Klicks nicht nur auf Position 1-3, sondern ebenfalls auf die nachfolgenden zu verteilen, nimmt Google also Anpassungen vor. Das kannst Du vermeiden, in dem Du Deine Meta-Daten selbst manuell anpasst und austestest, mit welchen Meta-Daten Du eventuell bessere Positionen und damit mehr Klicks erzielen kannst.

In Zusammenhang mit dem Suchvolumen zeigte die Studie, dass es umso wahrscheinlicher wird, dass Google eine Meta-Description ab√§ndert, desto geringer das Suchvolumen bei Google ist. Dies kann man m√∂glicherweise damit erkl√§ren, dass optimierte Meta-Daten h√§ufig dann hinterlegt werden, wenn das Suchvolumen hoch ist. Steckt also hinter einer Suchanfrage viel potenzieller Traffic, dann machen sich Seitenbetreiber schon auch √∂fter die M√ľhe die Meta-Daten von Hand anzupassen. Diese werden von Google dann auch ausgespielt. Da das f√ľr Suchanfragen mit weniger Suchvolumen seltener der Fall ist, gibt es hier Ab√§nderungen der automatisierten Meta-Beschreibungen durch Google.

√Ąhnlich wie das Suchvolumen, hat auch die L√§nge der Suchanfrage Einfluss darauf, ob die Meta-Beschreibung abge√§ndert wird oder nicht. Auch hier f√§llt auf, dass die Meta Daten bei langen Suchanfragen h√§ufiger von Google abge√§ndert werden. Der Grund k√∂nnte genau wie eben beschrieben sein, dass bei k√ľrzeren, umk√§mpfteren Suchanfragen die Meta-Daten bereits schon von Hand optimiert und individuell erstellt werden. Diese nimmt Google dann auch an. Bei weniger umk√§mpften, langen Suchbegriffen sind vermutlich h√§ufiger noch automatische oder keine Meta-Daten gepflegt, was dazu f√ľhrt, dass sich Google selbst m√∂glichst relevante Informationen sucht.

Abänderungen auf Grund der Länge

Ein weiterer klarer Grund, weshalb Google Meta-Descriptions ändert, liegt in deren Länge. Oftmals sind die Beschreibungen zu lang und einfach nicht auf die maximale Pixelbreite optimiert, die die Vorgaben seitens Google sind. Außerdem gibt es klare Faktoren, welche die Länge einer Meta-Description beeinflussen:

  • Displaybreite ‚Äď mobile vs. Desktop
  • Einbindung von Ver√∂ffentlichungsdaten

Diese werden jedoch h√§ufig ignoriert oder bei der Meta-Erstellung nicht bedacht. Auch bei automatisch erstellten Metas fallen diese Faktoren einfach unter den Tisch, weshalb f√ľr Google Handlungsbedarf besteht.

Die maximale Zeichenzahl der Beschreibung variiert je nach Einflussfaktoren. Laut Studie bewegt sich die aktuelle Description-L√§nge zwischen 156 und 165 Zeichen am Desktop ‚Äď solange kein Ver√∂ffentlichungsdatum hinzugef√ľgt wird. Wird ein Datum mit angezeigt, sinkt die Zeichenzahl auf 142. Schreibt Google jedoch die Beschreibung um, ist die Anzahl ohne Datum bei 160 bis 167 Zeichen und mit Datum bei 147 bis 149 Zeichen.

In der mobilen Version sieht das Ganze nochmal etwas anders aus. Hier beeinflusst die Displaybreite ebenfalls die L√§nge der Meta-Beschreibung. Die maximale Zeichenzahl ohne Datum liegt hier bei 118 bis 121 Zeichen und mit Datum bei 95 bis 105 Zeichen. Wird hier die Beschreibung von Google abge√§ndert sind Zeichen von 114 bis 121 Zeichen ohne Datum und 99 bis 105 Zeichen mit Datum m√∂glich. Interessant ist hier, dass Google den eigenen Beschreibungen ein wenig mehr Platz einr√§umt. Aber Achtung: Das ist aber nicht so ausgepr√§gt, dass es empfehlenswert w√§re jetzt immer Google die Entscheidung zu √ľberlassen, was in der eigenen Beschreibung stehen soll!

OHNE UMSCHREIBUNG VON GOOGLEMIT UMSCHREIBUNG VON GOOGLE
Mobil ohne Datum118-121 Zeichen114-121 Zeichen
Mobil mit Datum95-105 Zeichen99-105 Zeichen
Desktop ohne Datum156-165 Zeichen160-167 Zeichen
Desktop mit Datum142 Zeichen147-149 Zeichen

Inhalte werden nicht gut in der Description zusammengefasst

Automatisch generierte Inhalte oder schlecht formulierte Beschreibungen geben dem Nutzer oft nicht ausreichende Informationen, was ihn auf der Webseite erwartet. Das sorgt f√ľr erh√∂hte Absprungraten und sendet negative Signale an Google. Aus diesem Grund werden Meta-Beschreibungen oft h√§ndisch optimiert oder andernfalls von Google angepasst. Durch die manuelle Anpassung von Metas kannst Du au√üerdem die anderen Faktoren, die f√ľr eine Umschreibung sorgen k√∂nnten, im Blick behalten und direkt in die Optimierung mit einflie√üen lassen. So kannst Du beeinflussen, ob Deine Beschreibungen Teil der nicht abge√§nderten 30% sind oder eben nicht und Dir dadurch klare Wettbewerbsvorteile sichern!

Fazit

Diese Studie zeigt Dir, dass im Bereich Meta-Descriptions ein gro√ües Potenzial vergraben liegt. Du solltest die Meta-Daten wichtiger Unterseiten auf jeden Fall manuell pflegen und Dir Gedanken machen, was dort hinterlegt wird! Das Title Tag ist dabei bereits lange ein direkter Rankingfaktor und mithilfe der Meta-Description kannst Du zus√§tzlich beeinflussen, was Google den Suchenden in der SERPs √ľber Deine Seite erz√§hlt. So kannst Du Klickraten beeinflussen und die Nutzer von Dir √ľberzeugen. Das funktioniert aber eben nur, wenn es gut gemacht wird und sowohl L√§nge, als auch die Relevanz entsprechend beachtet und abgedeckt sind.

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Lara Meyer hat ihr Bachelorstudium der Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Betriebswirtschaft der Medien, an der FH in W√ľrzburg abgeschlossen. Als Teil des eology-Marketing-Teams k√ľmmert sie sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.

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