LinkedIn Post Proofreader: KI korrigiert statt schreibt

LinkedIn Post Proofreader: KI korrigiert statt schreibt

30.09.202602 min

LinkedIn ersetzt sein bisheriges KI-Schreibtool durch den „Post Proofreader“. Premium-Mitglieder können ihre Entwürfe damit korrigieren, kürzen oder auf Lesbarkeit prüfen lassen. Ganze Beiträge schreibt die KI nicht mehr.

Bislang konnten Premium-Mitglieder ihre Posts per KI komplett umschreiben lassen. Diese Funktion hat LinkedIn im August 2026 entfernt. Hintergrund ist die wachsende Kritik an sogenanntem KI-Slop, also generischen, austauschbaren Inhalten ohne eigene Perspektive. Seit August können Mitglieder solche Beiträge über die Option „Seems like AI slop“ melden. Laut LinkedIn haben das bereits in den ersten zwei Wochen mehr als eine Million Mitglieder getan. Inzwischen gilt die Meldefunktion auch für Kommentare.

Wie funktioniert der LinkedIn Post Proofreader?

Der Proofreader erzeugt keinen neuen Text, sondern arbeitet mit Deinem eigenen Entwurf. Seine Vorschläge erscheinen direkt im Text mit einer Änderungsverfolgung, ähnlich wie in einem Textverarbeitungsprogramm. Jede Änderung kannst Du einzeln annehmen oder ablehnen. Zur Auswahl stehen drei Optionen:

LinkedIn verfolgt damit ein klares Ziel: Die Tools sollen die Verständlichkeit verbessern, ohne Deine eigene Stimme zu verändern. Der Proofreader ist Teil eines größeren Maßnahmenpakets, zu dem auch neue Klassifikatoren und eine stärkere Abwehr gegen Automatisierung gehören. Laut LinkedIn sind die Aufrufe von Inhalten, die als KI-Slop eingestuft werden, dadurch bereits um 40 Prozent gesunken.

Was das für Dich bedeutet:

Mit einem Premium-Account kannst Du KI weiterhin als Lektor nutzen, der Inhalt selbst muss aber von Dir kommen. Wer auf LinkedIn sichtbar bleiben will, setzt deshalb auf eigene Perspektiven und echte Expertise statt auf generische KI-Texte.

Autor

Alina Runge
Alina Runge Werkstudentin Marketing

Alina Runge studiert Mediendesign an der IU. Sie untersützt das Marketing-Team bei der Contenterstellung und Vermarktung der Agentur über die Social-Media-Kanäle sowie der Durchführung von Events. Außerdem ist Alina nebenbei als Fotografin selbständig.