KI-Slop und Fake-Profile: So reagieren LinkedIn und Instagram

KI-Slop und Fake-Profile: So reagieren LinkedIn und Instagram

16.09.202602 min

LinkedIn meldet einen deutlichen Anstieg seiner Maßnahmen gegen unauthentische Aktivitäten, während Instagram ab sofort strenger gegen ungekennzeichnete KI-Profile vorgeht. Für Unternehmen und Creator bedeutet das: Echtheit wird zur Pflicht, nicht mehr zur Kür.

Mit wachsender Verbreitung generativer KI kämpfen Plattformen zunehmend mit automatisierten Kommentaren, gekauftem Engagement und KI-generierten Profilen, die sich als reale Menschen ausgeben. Zwei aktuelle Updates zeigen, wie ernst die Netzwerke das Problem inzwischen nehmen.

LinkedIn: 46 Prozent mehr Maßnahmen gegen Fake-Aktivität

Laut aktuellem DSA-Transparenzbericht hat LinkedIn im ersten Halbjahr 2026 46 Prozent mehr Fälle unauthentischer Aktivität erkannt und geahndet als im zweiten Halbjahr 2025. Trotz eines Zuwachses auf 56,5 Millionen aktive Nutzer in der EU. Im Fokus stehen vor allem automatisierte Kommentare aus Engagement-Pods, also Gruppen, die sich gegenseitig Likes und Kommentare zusichern, um den Algorithmus zu täuschen. Auch externe Tools für automatisiertes Posten sowie KI-generierte Interaktionen ohne echten inhaltlichen Mehrwert werden ebenfalls als unauthentische Aktivität erkannt.

Was das für Dich bedeutet:

Wer auf LinkedIn organisch wachsen will, sollte auf Engagement-Pods und automatisierte Tools verzichten. Echte, fachliche Beiträge werden jetzt stärker belohnt als skalierte Scheinaktivität.

Instagram benennt Kennzeichnungspflicht für KI-Profile um

Instagram wandelt das bisherige Label „AI Creator“ in „AI-generated profile“ um. Es kennzeichnet künftig Profile, bei denen die sichtbare Identität eine KI-generierte Person ist, nicht bloß KI-gestützte Bearbeitung einzelner Inhalte. Wer ein solches Profil betreibt, muss das Label aktiv über die Profileinstellungen setzen.

AI Creator Accounts müssen zukünftig entsprechend labeln
Quelle: brandbeatss
Konkret heißt das:

Betreibst Du einen KI-Avatar oder KI-Influencer-Account, musst Du ihn aktiv mit dem Label „AI-generated profile“ kennzeichnen, sonst drohen Reichweitenverluste und der Ausschluss aus Empfehlungen.

Was Du jetzt beachten solltest:

Für Unternehmen und Marketer heißt das: Transparenz wird zum Rankingfaktor, auf Instagram direkt über Reichweiteneinschränkungen, auf LinkedIn indirekt durch die verstärkte Priorisierung authentischer Inhalte im Feed.

Autor:in

Alina Runge
Alina Runge Werkstudentin Marketing

Alina Runge studiert Mediendesign an der IU. Sie untersützt das Marketing-Team bei der Contenterstellung und Vermarktung der Agentur über die Social-Media-Kanäle sowie der Durchführung von Events. Außerdem ist Alina nebenbei als Fotografin selbständig.