Warum Selbstverteidigung?
Teamevent mal anders: Rund 15 eos wussten vergangenen Freitag nicht wirklich was sie erwartet. Bis auf das Stichwort „Selbstverteidigung“ war wenig bekannt über das anstehende Teamevent. Viele von uns hatten bei dem Begriff direkt Schläge, Griffe oder spektakuläre Techniken im Kopf. Doch im Mittelpunkt stand nicht der Kampf, sondern das eigene Sicherheitsgefühl. Denn echte Selbstverteidigung beginnt schon mit der eigenen Haltung, der Aufmerksamkeit und in der Fähigkeit, Situationen frühzeitig zu erkennen und sich möglichst schnell aus der Situation zu befreien.
Deshalb umso wichtiger: Immer auf das eigene Bauchgefühl hören und vertrauen. Du musst niemanden besiegen. Du musst nur sicher nach Hause kommen.
Wie war der Workshop aufgebaut?
Trainer Eric von True Martial Arts kombinierte in dem Workshop Theorie und Praxis auf eine sehr zugängliche Weise. Zunächst ging es darum, was Sicherheit für den einzelnen bedeutet und was die Erwartungen an den Workshop sind. Von einfachen, effektiven Techniken, Deeskalation von Situationen oder allgemeiner Gefahrenvermeidung – „Man hat einfache Sachen gelernt, die jeder im Ernstfall anwenden kann, ohne dass man Erfahrung im Kampfsport haben muss“, fasste ein Teilnehmer zusammen. Neben klassischen Übungen standen auch Themen wie Distanz, Körpersprache und Achtsamkeit im Fokus.
Besonders einprägsam waren praktische Learnings wie „Drehen statt ziehen“, aufmerksam auf das Umfeld achten, lieber die offene Hand als die Faust nutzen und den Angreifer irgendwie aus dem Gleichgewicht bringen.
Zwischendurch wurde es dann auch „handgreiflich“ und in Zweierteam testeten die eos Reaktionszeit, sich aus Klammergriffen zu befreien oder den Umgang mit gleich mehreren Angreifern.
eology beim Selbstverteidigungskurs
Quelle: eology
Zwischen Menschlichkeit und wichtigen Tricks
Trotz des ernsten Themas war die Atmosphäre durchweg positiv und vertrauensvoll. „Es war ein super Miteinander. Obwohl das Thema sehr ernst war, gab es auch lockere Momente“, so eine Stimme aus dem Team. Auch skeptische Erwartungen wurden widerlegt: „Ich dachte, es werden nur Mindset-Sachen ohne Mehrwert – aber nope, viel Praxis und Hemmungsabbau.“ Besonders toll war auch, wie individuell auf die Impulse eingegangen wurde und wie viel Raum für Austausch und Vertrauen entstand.
Am Ende nahmen alle mehr mit als nur Techniken. Eine Teilnehmerin betonte: „Hat richtig viel Spaß gemacht und ich hatte danach auf jeden Fall ein besseres Gefühl bezüglich möglichen brenzlichen Situationen.“ Oder wie es ein Teilnehmer formulierte: „Ich gehe mit einer aufmerksameren Haltung raus und einer Nicht-Opfer Haltung.“ Es war ein richtig cooles Teamevent, bei dem jeder aus der Komfortzone gekommen ist und etwas Neues mitnehmen konnte und auch der Zusammenhalt im Team und der Respekt zwischen den Kollegen war spürbar.