OpenAI, der Entwickler hinter dem KI-Chatbot ChatGPT, plant, künftig Werbung direkt in ChatGPT-Unterhaltungen anzuzeigen. Bislang wurde der Dienst vor allem über Abonnements wie Plus oder Go und kostenpflichtige Unternehmenslösungen finanziert, doch die steigenden Betriebskosten haben das Unternehmen offenbar zu einem Strategiewechsel bewegt. Nach monatelangen Spekulationen und Testläufen steht der Plan nun kurz vor dem Start, zunächst in den USA, später wahrscheinlich auch weltweit. Millionen Nutzerinnen und Nutzer werden betroffen sein, darunter auch viele in Deutschland.
Wie Werbung im Chat aussehen soll
Nach der aktuellen Planung von Open AI werden Werbeanzeigen am unteren Rand der Chat-Antworten angezeigt, wenn es zum jeweiligen Thema passende Produkte oder Services gibt. OpenAI betont, dass diese Anzeigen klar von den regulären Antworten getrennt und deutlich als Werbung gekennzeichnet werden sollen. Nutzer können zudem Personalisierung ausschalten oder Daten löschen, die für Werbeanzeigen verwendet werden.
Was bedeutet das für die Nutzer?
In Deutschland könnten rund 23 Millionen Menschen von der neuen Werbeeinführung betroffen sein – das sind vor allem Nutzer der kostenlosen Version von ChatGPT. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil der deutschen Nutzer zahlt derzeit für ein Abo, weshalb dieser Schritt viele Nutzer erstmals direkt mit Werbung in KI-Unterhaltungen konfrontieren wird. OpenAI verspricht, Gesprächsinhalte nicht an Werbetreibende weiterzugeben und keine Daten zu verkaufen – die Konversationen bleiben also privat. Auch in sensiblen Gesprächen, etwa zu Gesundheit oder Politik, sollen keine Anzeigen auftauchen.
Während OpenAI die Einnahmen durch Werbung als wichtigen Schritt zur Finanzierung des kostenfreien Dienstes sieht, warnen Experten vor möglichen Risiken, zum Beispiel, dass die Grenze zwischen neutraler KI-Antwort und Werbung verwischen könnte.
Teures Werbeumfeld für Unternehmen
Für Werbetreibende selbst bringt der neue Kanal besondere Herausforderungen: Laut Branchenberichten sollen Anzeigen auf ChatGPT deutlich teurer sein als klassische Ad-Formate, mit rund 60 US-Dollar pro 1 000 Views – im Vergleich zu deutlich niedrigeren Preisen bei sozialen Plattformen. Zudem wird anfangs nur ein begrenzter Satz an Leistungsdaten für Kampagnen-Auswertungen bereitgestellt.
Welches Abo-Modell für Dich?
Plan | Preis/Monat (ca.) | Werbung | KI-Modelle & Leistung | Nachrichten & Uploads | Zielgruppe |
|---|
Free | 0 € | Ja, Werbung geplant (Free & Go betroffen) | Grundfunktionen, beschränkter Zugriff auf GPT-5/Instant usw. | Begrenzte Nutzung | Gelegenheitsnutzer, Einstieg |
Go | ca. 8 € | Ja, Werbung geplant (Free & Go) | Erweiterter GPT-5-Zugriff im Vergleich zu Free | Mehr Nachrichten & Uploads als Free | Häufigere Nutzung, aber nicht Profi |
Plus | ca. 23 € | Nein – werbefrei | Leistungsfähigere Modelle, schneller, mehr Tools | Stärkere Limits & Priorität | Viele Privatnutzer, Vielschreiber |
Pro | ca. 229 € | Nein – werbefrei | Profi-KI-Zugriff, unbegrenzte Nutzung | Große Kontingente, max. Leistung | Power-User, Profis |
Business | ca. 29-34 € / Nutzer | Nein – werbefrei | Team-Features, Admin-Tools | Umfangreiche Nutzung, Sicherheit | Teams, KMU |
Enterprise | Individuelle Preise | Nein – werbefrei | Großes Feature- & Compliance-Paket | Maximal skalierbar | Große Unternehmen |
Übersicht über die Abomodelle bei OpenAI
Wenn du Werbung vermeiden willst, lohnt sich ein Wechsel zum Plus-Abo oder höher. Diese bieten nicht nur werbefreies Chatten, sondern auch deutlich erweiterte Funktionen, Kapazitäten und stabilere Zugänge gegenüber den kostenlosen oder günstigeren Modellen.