Studentenpräsentationen zu KI, GEO und Social Commerce und wir mit Praxis-Insights aus dem Agenturalltag dabei. Hier ist unser Recap vom THWS E-Commerce Tag. ... WeiterlesenTheorie trifft Praxis: eology beim THWS E-Commerce Tag
| 12.05.2026 | 03 min |
Carousel Posts gehören längst zu den stärksten Content-Formaten im Social Media Marketing. Statt einer einzigen statischen Botschaft ermöglichen sie es, Inhalte in mehreren Slides zu erzählen – strukturiert, interaktiv und mit deutlich höherer Verweildauer als Einzelbilder. Studien zeigen regelmäßig: Wer zum Wischen animiert, gewinnt Aufmerksamkeit. Genau das honorieren Algorithmen.
Jede Plattform bespielt das Format etwas anders. Die erste Slide entscheidet dabei immer: Sie muss sofort Neugier wecken und zum Weiterswipen animieren – mit einem klaren Hook, starkem Visual oder einer offenen Frage.
Wie Carousel Posts auf den verschiedenen Plattformen funktionieren
Kanal | Bildformat | Upload-Format |
|---|---|---|
Instagram | 1:1 (quadratisch) oder 4:5 (hochkant) | JPG/PNG, bis zu 10 Slides |
Facebook | 1:1 (quadratisch) | JPG/PNG, bis zu 10 Slides |
LinkedIn | 1:1 oder 4:5 | PDF (Dokument-Post) |
TikTok | 9:16 (hochkant) | JPG/PNG, mehrere Bilder |
Tabelle: Carousel Formate auf den verschiedenen Kanälen
Instagram und Facebook eignen sich ideal für Tutorials, Vorher-Nachher-Vergleiche oder Produkt-Showcases. LinkedIn performt besonders stark bei Thought Leadership, Schritt-für-Schritt-Guides oder Listicles. TikTok ist ein wachsendes Format für Discovery-Content, das vor allem jüngere Zielgruppen erreicht.
Neue Features: Separate Captions und Peek-Design
Das spannendste aktuelle Update kommt von Instagram: Die Plattform testet offenbar separate Captions pro Slide für Carousel Posts. Creator und Brands sollen Infos künftig direkt passend zur jeweiligen Slide platzieren können, statt alles in eine einzige lange Caption zu packen. Gerade bei Tutorials, Infografiken oder Produkt-Posts könnte das einen echten Unterschied machen: Nutzerinnen und Nutzer müssten nicht mehr zwischen Caption und Bildern hin- und herspringen, sondern bekämen die Infos direkt passend zum jeweiligen Visual ausgespielt. Noch scheint die Funktion nur für ausgewählte Accounts verfügbar zu sein. Instagram selbst hat den Test bislang nicht offiziell angekündigt.

Auch bei LinkedIn fällt eine Veränderung auf: Laut Beobachtungen aus der Community soll LinkedIn aktuell testen, dass im Feed bereits ein Teil der nächsten Slide sichtbar ist. Ein sogenanntes Peek-Design, das den Swipe-Reiz noch stärker triggern soll. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
✅ Hook auf Slide 1. Die erste Slide ist dein Versprechen. Eine klare Aussage, eine provokante Frage oder eine starke Zahl, die sofort Neugier weckt.
✅ Ein Gedanke pro Slide: Nicht alles auf einmal. Jede Slide sollte genau eine Idee transportieren. Wer zwei Punkte pro Slide packt, verliert den Lesefluss.
✅ Breadcrumbs einbauen! Kleine Teaser am Ende jeder Slide halten die Neugier am Leben, etwa „Der entscheidende Schritt kommt gleich“ oder eine kurze Vorschau auf die nächste Slide.
✅ 7 bis 10 Slides: genug Tiefe für echten Mehrwert, aber kompakt genug für eine hohe Completion Rate.
✅ Mobile first designen: Über 60 % der LinkedIn-Sessions finden auf dem Smartphone statt. Schriftgröße mindestens 24 pt, maximal 6 bis 8 Zeilen Text pro Slide.
✅ Originaler Content, denn Plattformen wie Instagram priorisieren zunehmend eigene Inhalte. Reposts und zusammenkopierte Inhalte verlieren Reichweite.
✅ Starker CTA auf der letzten Slide! Die letzte Slide braucht eine klare Handlungsaufforderung: speichern, kommentieren, folgen oder einen Link aufrufen.
Jule Langheim studierte Medienmanagement an der Technischen Hochschule Würzburg. Bei eology ist sie im Marketingteam verantwortlich für die Contenterstellung und die Vermarktung der Agentur über die Social-Media-Kanäle.
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