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Page Speed – Der Schnellere gewinnt!

In SEO-Kreisen dürfte es sich mittlerweile bis zu jedem herumgesprochen haben, dass die Seiten-Ladezeit zu einem elementaren Ranking-Faktor geworden ist. Internetnutzer sind ungeduldig. Testen Sie sich einmal selbst: Nach wie vielen Sekunden brechen Sie einen sehr langsam oder nicht ladenden Seitenaufruf ab? Die meisten User brechen bei einer Ladezeit von mehr als 2 Sekunden den Seitenaufruf ab. Viele Internet-User erwarten – insbesondere bei mobilen Suchanfragen – eine zügige Bereitstellung der von ihnen gewünschten Informationen. So können schnelle Ladezeiten sowohl positive Auswirkungen auf die Absprungrate, als auch auf die Return-to-Serp-Rate haben. Vor allem aber kann die Ladezeit großen Einfluss auf die Conversions nehmen.

Zwei Möglichkeiten die Seiten-Ladezeit einer Website zu messen, bieten die Tools „Page Speed Insights“ oder „Webpagetest“. Sie zeigen ebenfalls Optimierungspotenziale auf. So lässt sich die Seiten-Ladezeit beispielsweise durch die folgenden Anpassungen steigern:

  • Browser- & Server-Caching
  • Minimierung von HTTP-Requests
  • Unnötige (301)-Weiterleitungen reduzieren
  • Komprimierung von CSS und JavaScript
  • Gzip-Komprimierung
  • Bild-Optimierung
  • Inhalte per AJAX nachladen
  • Asynchrones Laden
  • Nutzen eines Content Delivery Networks (CDN)
  • Verwendung eines dedizierten Servers
  • Antwortzeit des Servers verbessern

HTTP/2 – Raketenantrieb fürs Web

Eine Alternative zu diesen klassischen Optimierungsansätzen bietet HTTP/2. Voraussetzung für die Nutzung der neuen Protokollversion ist die Verschlüsselung einer Website per SSL und deren Abruf durch HTTPS. Gegenüber HTTP/1 sind damit folgende Verbesserungen möglich:

  • Kommunikation zwischen Browser und Server auf einem Kanal
  • Stream Dependency
  • Komprimierte Header
  • Server Push

Ziel von HTTP/2 ist die Vermeidung von Zeitverlusten durch Latenz. Das bedeutet im Umkehrschluss mehr Geschwindigkeit beim Aufruf von Websites, wodurch sich wiederum das Nutzererlebnis verbessert. Auch wird HTTP/2 bereits von beliebten Browsern wie etwa Firefox oder Chrome unterstützt.
Ein weiteres wichtiges Thema im Zusammenhang mit HTTP/2 ist Multiplexing. Damit können nun mehrere Anfragen parallel erfolgen: Mehrere Anfragen werden zusammengefasst und über eine einzige Verbindung übertragen. Das vermeidet eine Verstopfung der Datenleitungen.

Abbildung 1: HTTP/2 und Multiplexing (Quelle: cloudflare.com)

Abbildung 1: HTTP/2 und Multiplexing (Quelle: cloudflare.com)

Cloudflare

Wie bereits weiter oben erwähnt, lässt sich die Seiten-Ladezeit mit Hilfe eines CDN optimieren. Cloudflare ist eines davon. Cloudflare ist ein globales Netzwerk, welches für exponentielle Skalierbarkeit konzipiert wurde. Es verfügt über mehr als 101 globale Rechenzentren. Auch bietet es mehrschichtige Sicherheit vor DDos-Attacken. Der Dienst von Cloudflare wird vor den eigentlichen Webserver geschaltet. Anschließend leistet er den Großteil der zu erledigenden Arbeit. Via Anycast wird für jede Anfrage eine Route zu einem Rechenzentrum angeboten, jedoch nur das regional nächste bearbeitet die Anfrage. Durch diese weltweit unmittelbare Nähe zum Anwender werden die Anfragen mit geringer Latenz ausgeführt. Cloudflare nimmt also den statischen Inhalt einer Website und speichert eine Kopie in der Nähe der Websitebesucher. Da der Inhalt näher am tatsächlichen Benutzer platziert wird, kann schneller auf Ressourcen zugegriffen werden.

Abbildung 2: Funktion von Cloudflare (Quelle: cloudflare.com)

Abbildung 2: Funktion von Cloudflare (Quelle: cloudflare.com)

Vorteile von Cloudflare auf einen Blick:

  • Websites werden schneller geladen (z.B. Grafiken werden gecacht und über das CDN ausgeliefert)
  • Cloudflare liefert seit einiger Zeit die gecachten Webseiten im neuen HTTP/2-Protokoll aus
  • Mehrschichtige Sicherheit (vor DDos-Attacken)

Fazit

Die Optimierung von Websites im Hinblick auf ihre Seiten-Ladezeit bewirkt folgende Verbesserungen:

  • User und Crawler können schneller sehen, was sie gesucht haben.
  • Eine Website kann ihren Zweck wesentlich besser erfüllen.
  • Man kann sich eine wohlwollende Beurteilung durch einen ungeduldigen Google-Bot sichern.

Vor allem aber kann die Seiten-Ladezeit großen Einfluss auf die Conversions nehmen. Denn je schneller eine Seite lädt, desto zufriedener sind die Nutzer und umso besser ist das Nutzererlebnis. Das spiegelt sich wiederum in einer hohen Conversion-Rate und einer geringen Absprungrate wider. Gerade die Umsetzung von HTTP/2 bringt enormes Optimierungspotenzial hinsichtlich der Seiten-Ladezeit mit sich!

Autor:

Ramona Sahlmüller studierte BWL, Schwerpunkt Marketing/Controlling/Logistik in Bamberg. Bei der eology GmbH berät sie Kunden im Bereich SEO und beschäftigt sich mit Trends in der Suchmaschinenoptimierung.

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