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Häufige SEO-Fehler und wie Sie sie beheben

Anfang April veröffentlichte Serpstat eine Studie zu typischen Fehlern auf Websites im Bezug auf Suchmaschinenoptimierung. Dafür zog Serpstat die Daten des eigenen Audit-Tools heran. Grundlage der Studie waren 204.000 Audits mit etwa 223 Millionen Seiten.

Die Ergebnisse der Studie

Die Studie zeigt, dass die häufigsten Fehler im Zusammenhang mit Meta-Tags, Markups, Links und Überschriften passieren. Die einzelnen Probleme wurden zusätzlich näher untersucht. Beim Meta-Tag fällt auf, dass Title und Description oft zu lange oder doppelt vorhanden sind. Die Description gibt es teilweise erst gar nicht. Bei den Links werden sowohl interne als auch externe Links fälschlicherweise mit dem NoFollow-Attribut gekennzeichnet. Die Analyse zeigt, dass Markups wie Twitter Card, Open Graph oder schema.org fehlen. Im Bereich Überschriften passieren die meisten Fehler mit H1-Überschriften. Entweder doppeln sie den Title-Tag oder werden gar nicht bzw. mehrfach verwendet. Auch die Reihenfolge der Überschriften ist falsch.

Ergebnisse Serpstat Studie

Ergebnisse der Serpstat Studie

Die häufigsten Fehler beseitigen

Sie haben Probleme auf Ihrer Website im Bezug auf die oben genannten Punkte festgestellt? Dann sollten Sie diese mit Hilfe der folgenden Tipps korrigieren.

Meta-Tags

Damit der Nutzer sieht, was ihn beim Klick auf ein Suchmaschinenergebnis erwartet, müssen Sie die Meta-Tags regelmäßig pflegen. Das heißt, jede Ihrer Seiten braucht einen individuellen Title und eine aussagekräftige Description. Aktuell sollte ein Title etwa 55 Zeichen lang sein und die Description 150 Zeichen. Im Title geben Sie kurz und knapp an, worum es auf Ihrer Seite geht. Sie sollten den Meta-Title aber auch aus einem anderen Grund pflegen: Der Titel ist nämlich ein offizieller Ranking-Faktor bei Google. Ihr Hauptkeyword sollte daher im Titel vorkommen – idealerweise an vorderster Stelle. In der Description zählen Sie die USPs der Seite auf, um beim Nutzer Interesse zu wecken und ihn zum Klicken anzuregen. Beachten Sie dabei, dass spätestens das 128. Zeichen ein Punkt ist. Alles was danach kommt, schneidet die Suchmaschine auf mobilen Endgeräten ab. Die kompletten 156 Zeichen werden nur auf dem Desktop ausgespielt.

Markups

Mit Markups zeichnen Sie Daten auf Ihrer Webseite aus und helfen Suchmaschinen dabei, die Inhalte Ihrer Seite besser zu verstehen. Diese strukturierten Daten nimmt die Suchmaschine darüber hinaus als Grundlage für Rich Snippets. Auch wenn diese Auszeichnungen und die Ausspielung der Rich Snippets keinen direkten Einfluss auf das Ranking haben, so werten sie Ihr Suchergebnis bei Google optisch auf und regen Nutzer zum Klicken an. Somit tragen diese zumindest indirekt zu einem besseren Ranking bei. Die Auszeichnung können Sie mit Hilfe von schema.org. Um nur eine kleine Auswahl zu nennen:

  • Preise
  • Bewertungen, Sterne
  • Rezepte: Dauer, Kalorienbedarf
  • Veranstaltungsinformationen: Ort, Datum, Uhrzeit
  • Artikel: Autor, Veröffentlichungsdatum

Die Möglichkeiten, Daten auf diese Art auszuzeichnen, sind vielfältig, deshalb finden Sie eine aktuelle Liste direkt bei schema.org. Mit Open Graph und der Twitter Card teilen Sie sozialen Netzwerken mit, wie Ihre Inhalte beim Teilen aussehen sollen. Sie legen beispielsweise folgendes fest:

  • Titel
  • Content-Art
  • URL
  • Beschreibung
  • Bild

Daran orientieren sich die sozialen Medien. Weiterführende Informationen dazu bekommen Sie direkt bei Twitter
oder bei Open Graph.

Links

Ist ein Link mit dem NoFollow-Attribut gekennzeichnet, folgen Suchmaschinen diesem nicht, was einer Entwertung gleichkommt. Zudem hält sich nach wie vor das Gerücht hartnäckig, dass interne NoFollow-Links die PageRank-Verteilung beeinflussen. Um dies noch einmal klarzustellen: Auch ein NoFollow Link wird für die Verteilung des Linkjuice mitberücksichtigt – mit dem einzigen Unterschied, dass der Linkjuice nicht auf die per NoFollow verlinkte Zielseite weitergegeben wird.
Alle Verweise, die hingegen kein Attribut haben, sind automatisch „DoFollow“. Ihre internen Links sollten Sie immer auf DoFollow setzen. Externe Links kennzeichnen Sie nur in wenigen Fällen mit DoFollow – beispielsweise bei Thin oder Duplicate Content auf der verlinkten Seite. Wenn Sie diese externe Seite zuvor prüfen, gibt es keine Überraschungen in Bezug auf zwielichtige Seiten und Sie müssen keine Kennzeichnung vornehmen.

HTML-Überschriften

Mit Hilfe von HTML-Überschriften wird die Hierarchie einer Seite deutlich. Dabei ist wichtig, dass Sie die H1-Überschrift nur einmal verwenden. Das bedeutet auch, dass sich diese nicht mit dem Title der Seite doppelt. Im H1-Tag sollten Sie außerdem Ihr Hauptkeyword verwenden. Für die weitere Untergliederung des Inhalts stehen HTML-Tags bis <h6> zur Verfügung. Dabei ist eine H2-Überschrift wichtiger als eine H6-Überschrift. Verwenden Sie alle Überschriften in der richtigen Reihenfolge, auf einen H2-Tag folgt also ein H3-Tag. H2- bis H6-Überschriften können Sie mehrmals benutzen.

Fazit

Neben den vorgestellten Fehlern deckte die Studie noch weitere Probleme auf. Dazu gehören folgende:

  • HTTPS-Zertifikat
  • Redirects
  • hreflang-Attribute
  • Multimedia
  • Indexierung
  • Weitere Fehler (HTTP-Statuscodes, AMP, Ladezeit,
    Inhalt)

Diese Schwierigkeiten nehmen kumuliert etwa 22 % ein. Je nachdem wie schwerwiegend diese seltener auftretenden Fehler konkret bei Ihnen sind, sollten Sie in diesen Bereichen ebenfalls Optimierungsmaßnahmen vornehmen.

Autor:

Ann-Kathrin Grottke hat Medienmanagement studiert und ist Teil des eology Marketing Teams. Sie kümmert sich um die Verbreitung des gesammelten eology Wissens und teilt ihr Know How in Magazinen und Blogs.

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