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Amazon SEO – So optimierst du deine Produkte!

Amazon ist mit einer Conversion-Rate von 10 % ein Paradies für Online-Händler. Wie auch Sie von der Marktmacht des Branchen-Riesen profitieren können, zeigt Ihnen Content-König Philipp Schütte in seinem aktuellen Gastbeitrag. Inklusive weiterführender Quellen von Christian Kelm und Ronny Marx.

Amazon – Für den Käufer ein Traum, für den Verkäufer ein Trauma?
Wenn man E-Commerce-Experte Ronny Marx Glauben schenken darf, stimmt diese stark vereinfachte These einiger Tageszeitungen nicht einmal im Ansatz.

„Wenn ein Nutzer erst einmal bei Amazon gelandet ist, dann liegt die Kaufwahrscheinlichkeit bei durchschnittlich 10 Prozent. […] Selbst wenn bei einem Webshop alles stimmt […]liegt die Kaufwahrscheinlichkeit bei circa 3 Prozent. […] Das bedeutet, dass die Kaufwahrscheinlichkeit bei Amazon grundsätzlich drei Mal höher ist.“
Ronny Marx, in „Amazon SEO Code“ (2018)

Wenn Sie nun jedoch glauben, einfach ein Produkt bei Amazon einstellen zu können, das sich dann irgendwie verkauft, liegen Sie falsch. Denn neben den klassischen Suchmaschinen wie Google verlangt auch die größte Produkt-Suchmaschine der Welt ihren Händlern einiges ab.
Gemeint ist damit die Amazon SEO Optimierung, die von vielen Marketplace-Sellern noch immer sträflich vernachlässigt wird.

Das Wichtigste zuerst – Wie optimiere ich meine Produkte für Amazon?

Zunächst eine Zusammenfassung der Maßnahmen, die Sie sofort umsetzen können, um die Auffindbarkeit Ihrer Amazon Produkte zu verbessern. Im weiteren Verlauf des Beitrags sollen diese Maßnahmen anschließend ausführlich beschrieben werden. 

  • Erstellen Sie einen aussagekräftigen Produkt-Titel der die für Ihr Produkt wichtigsten Keywords abdeckt!
  • Nutzen Sie die Bullet Points, um den Nutzer anhand der klassischen Sales-Fragen zu überzeugen! 
  • Betreiben Sie mit Hilfe der Meta-Keywords gezielt Cross-Selling
  • Verfassen Sie eine Produkt-Beschreibung und verwenden Sie Longtail-Keywords und W-Fragen! 

Der Produkt-Titel

Marke + Modellnummer/Modellname + Produktbezeichnung + Maße / Volumen / Verpackungsgröße usw.

Das ist, vereinfacht gesagt, die über allem stehende Formel für Ihren Amazon-SEO-optimierten Produkt-Titel. Über allem stehend deswegen, weil dieses Muster von Amazon selbst eingeführt wurde und es sich über die Jahre bewährt hat.
Wie bereits in der Zusammenfassung erwähnt, sollte der Produkt-Titel dazu genutzt werden, die wichtigsten Schlüsselbegriffe (bezogen auf Marke und Produktbezeichnung) unterzubringen.
Darüber hinaus sollte er folgenden formalen Anforderungen gerecht werden:

  • kurz und prägnant formuliert (maximal 200 Zeichen!)
  • deutschsprachig
  • frei von grammatikalischen Fehlern (z.B. Groß- und Kleinschreibung)
  • Ziffern-Nutzung bei Zahlen-Angaben („2 Stück“ statt „zwei Stück“)

Um kostenlos Keywords für dein Amazon SEO zu recherchieren, empfehlen sich Tools wie Sonar oder, eher für allgemeine Keyword Suchen geeignet, das keywordtool.io.

Keywords für den Suchbegriff Fußball, Quelle: Sonar-Keyword-Suche

Die Bullet Points

Wenn die Liste an relevanten Keywords lang und länger wird, macht es Sinn, die nicht im Titel hinterlegten Schlüsselbegriffe in den Bullet Points zu platzieren. Jedoch sollte bei der Optimierung der Bullet Points vor allem Überzeugungsarbeit geleistet werden: Warum sollte sich ein potenzieller Kunde gerade für Ihr Produkt entscheiden? Wenn Sie auf diese Frage nur mit einem „Na, weil es eben gut ist!“ antworten können, werden Sie ihr Produkt mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % nicht an den Mann bringen können.
Stattdessen sollten die folgenden drei Fragen in den Bullet Points der Reihe nach beantwortet werden:

  1. Verfügt mein Produkt über ein besonderes Alleinstellungsmerkmal (USP)?
  2. Welche Eigenschaften zeichnen mein Produkt aus?
  3. Welches Problem löst mein Produkt? 

Nur Sie selbst (und ihre Mitarbeiter) können diese Fragen am besten beantworten. Nehmen Sie sich daher vor jeder Produkt-Optimierung ein paar Minuten dafür Zeit. Es wird sich am Ende sprichwörtlich auszahlen.

Meta-Keywords

Die Funktion Meta-Keywords tarnt sich im Verkäufer-Menü unter „Allgemeine Schlüsselwörter“. Wie es der Name bereits verrät, eignen sich die Meta-Keywords besonders gut für das Hinterlegen noch nicht verwendeter Synonyme (z.B. Gitarre – Gitte – Klampfe). Eine weitere beliebte Strategie ist zudem das Cross-Selling, bei dem du mithilfe der Meta-Keywords Produkte anpreist, die die gleiche Semantik aufweisen, also thematisch zusammengehören. Verkaufst du also eine Gitarre und bietest darüber hinaus noch einen Gitarrenkoffer an, kannst du diesen durch die richtigen Keywords ebenfalls anpreisen und verkaufen. Getreu dem Motto: Wird oft zusammen gekauft…

Cross-Selling-Strategie von Amazon, Quelle: Amazon-Produktsuche

Die Produkt-Beschreibung

Longtail-Keywords und W-Fragen werden vom Google- und Amazon-Bot gleichermaßen honoriert. Ziel sollte es daher sein, die Produkt Beschreibung zur Abdeckung relevanter Produkt-Fragen zu nutzen. Sowohl bei Amazon als auch bei Google können die Produkt Beschreibungen dann als normaler Website-Content in den Suchergebnis-Listen angezeigt werden.

Weiterführende Quellen von Christian Kelm, Amazon-Consultant und Philipp Schütte von contentbird

Christian Kelms 4-Punkte-Plan

Auf die Frage „Könnten Sie beispielhaft schildern, wie Sie Produkte auf Amazon im Regelfall SEO-optimieren?“ entgegnete Amazon-Consultant Christian Kelm:

„Kurz gesagt, sollte man die folgenden vier Schritte bei der Optimierung seiner Amazon-Produkte berücksichtigen. Schritt 1: Analysieren Sie die Sprache und Suchintention der Kunden. Schritt 2: Beachten Sie die SERP-Volatilität und die SERP-Konsistenz. Schritt 3: Optimieren Sie auf relevante Eigenschaften, Worte, Merkmale und nicht auf das, was Sie gerne sein wollen oder hoffen zu sein. Und Schritt 4: Bleiben Sie aufgrund der Änderungen immer am Ball.“

Philipp Schütte zur Symbiose aus Content Marketing und Amazon SEO

Bereits im November letzten Jahres habe ich zum Thema Amazon SEO im contentbird-Blog Stellung bezogen. Warum sich Amazon SEO und Content Marketing extrem gut ergänzen und was Sie bei der Kombination aus beiden Marketing Disziplinen alles erreichen können, erfahren Sie hier.

Fazit – Nach der Optimierung ist vor der Optimierung

Anders als Google ist Amazon nicht auf Informationen sondern auf Verkäufe ausgerichtet: Content-seitig kann das eigene Produkt mit einfachen Maßnahmen einer breiteren Masse von Kunden zugänglich gemacht werden. Wenn diese das Produkt jedoch nur anklicken und nicht kaufen, ist dies im Gegenteil eher ein negatives Signal für den lächelnden Produktsuch-Giganten.
Gelingt es Ihnen also, mit Ihren optimierten Produkt-Seiten das Vertrauen eines potenziellen Käufers zu gewinnen, steht einer höheren Conversion-Rate nichts mehr im Wege.

Autor:

Philipp textet eigentlich immer. Egal, ob bei der Arbeit oder in den eigenen vier Wänden. Seine Erfahrungen konnte er bei einem Vergleichsportal, einem Online-Shop und zuletzt bei einer Online-Marketing-Agentur sammeln.

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