Suche
  • Jetzt anrufen! 09381 - 58290 00
Suche Menü

Neue Twitter UI – Ungeahnte SEO-Gründe?

Twitter wird in Deutschland immer beliebter, dies belegen zumindest die Statistiken. Ein viel weiter ausufernder Hype hat aber die USA bereits erwischt. Dort sind die Leute schon fast süchtig nach dem 140-Zeichen-Dienst. So hat zum Beispiel eine Universität aus dem US Bundesstaat Pennsylvania den Studenten  die Möglichkeit entzogen, auf Facebook, Twitter und andere Social Media Plattformen zuzugreifen. Zumindest für eine kurze Zeit, im Rahmen eines Testversuchs. Denken wir an die Entwicklungen der letzten Jahre, dass die meisten Techniktrends aus den USA nach absehbarer Zeit auch nach Deutschland übergeschwappt sind, dann kann man sich schon ausrechnen, wann die Leute hier bald süchtig nach den Twitter und Facebook Feeds sind. Jetzt legen die Entwickler des Microblogging-Dienstes nach,: eine überarbeitete Benutzeroberfläche soll noch mehr Nutzer auf das Portal locken. Und mit einem erhöhten Wachstum der Plattform wird es auch zunehmend interessanter für Unternehmen dort mitzumischen, wo sich die Kunden tummeln. Was aber kann man sich aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung (SEO) aus dem neuen Twitter User Interface (UI) versprechen?

Alles neu

Zuerst sollten wir die grundlegenden Änderungen analysieren, bevor wir tiefer in das Thema einsteigen. Die Änderungen betreffen nur die Weboberfläche des Dienstes, es sollen vor allem wieder mehr Nutzer auf die direkte Homepage von Twitter.com gelockt werden. Als die API von Twitter freigeschaltet wurde, haben sich immer mehr und immer bessere Dienste auf den Markt gedrängt, die deutlich bessere Oberflächen darstellten, als der Dienst diese selbst im Web bieten konnte. Nun sollen also diese Schäfchen wieder zurück geholt werden, zur Weboberfläche auf twitter.com, dank folgender neuer Features:

Das Erste was auffällt ist das neue Design. Wie ein offenes Buch liegt nun auf der linken Seite die Timeline, in der man seine verfolgten Nachrichten lesen kann. Neu ist hier, dass man nicht bis zum Ende runter scrollen kann, da sofort weitere Nachrichten geladen werden – der „more“ Button wurde in Rente geschickt. Auf der rechten Seite dagegen erstreckt sich nun ein Menü, das früher deutlich weniger Platz eingenommen hatte. Wie zuvor kann man auch hier die bekannten Informationen wie „Who to follow“, deine Followers  und deine Following-Liste sehen. Wenn also die rechte Seite nur dieselben Informationen enthält wie bisher, wieso sie größer machen? Die Antwort erhält man, sobald ein gezielter Tweet ausgewählt wird. Nun lädt Twitter in das rechte Abteil die Medien, die vielleicht bei der ausgewählten Nachricht mitgeschickt wurden. So zum Beispiel könnte ein Tweet einen Youtube Link enthalten. Das verlinkte Video ist nun rechts direkt zu sehen und kann ohne verlassen der Webseite direkt angesehen werden. Dies soll mit folgenden Partnern von Twitter funktionieren:

„DailyBooth, deviantART, Etsy, Flickr, Justin.TV, Kickstarter, Kiva, Photozou, Plixi, Twitgoo, TwitPic, TwitVid, USTREAM, Vimeo, yfrog, and YouTube“

Neben Medien werden aber auch zusätzliche Informationen zu einem Tweet angezeigt. So können verwandte Themen zum Tweet oder dessen Autor angezeigt werden. Konkret bekommt man so zum Beispiel replies (Antworten auf den Tweet), andere Nachrichten des Benutzers, eine Karte von wo aus die Nachricht versendet wurde und weitere denkbare verknüpfbare Inhalte. Die Einführung von Miniprofilen runden die Neuerungen ab. Sobald man auf einen Nutzernamen klickt, öffnet sich ein kleines Fenster, welches die letzten Tweets und die Biografie des Benutzers enthält. Nicht zu sprechen von vielen Vereinfachungen, die das Verlassen der Seite überflüssig machen und die Benutzerfreundlichkeit erhöhen.

In einem kurzen Video werden diese Features nochmal kurz angedeutet, aber leider nicht direkt erklärt.

Vor allem wird nun Twitter.com wieder interessanter als Benutzeroberfläche und soll immer weitere Nutzer locken. Viele Funktionen gehen nun schneller von der Hand und wenn der Benutzer zufrieden ist, kommt er auch wieder.

Twitter, endlich ein Muss?

Umso mehr Benutzer auf einer Plattform sind, desto interessanter wird sie auch auf Businessebene. Sobald ein BreakEvenPoint erreicht ist, lohnt sich der extra Aufwand für ein Unternehmen um dort Traffic abzupumpen. Dieser ist für viele Firmen in Deutschland schon lange erreicht worden, doch noch lange nicht könnte man hier von einer großen Mehrheit sprechen. Wie zu Anfang schon angesprochen ist der Hype um Twitter in den USA größer als je zuvor. Und nach und nach wird dieser auch nach Deutschland überschwappen. Dazu trägt unter anderem die neue Benutzeroberfläche bei. Wie also kann man die Synergien von Social Media auf Ebene der Suchmaschinenoptimierung anwenden? Wir SEOs unter uns wissen, dass es auf Linkaufbau ankommt. Dieser ist eine facettenreiche Aufgabe und Social Media kann ein Kanal sein um natürliche Links zu streuen. Angedeutet werden hier zum Beispiel Linkbait-Aktionen, die ohne Social Media nicht möglich wären. Ein Zusammenspiel von allen Onlinemarketing Bereichen ist also auch für gutes SEO unerlässlich. Und wo sich Social Media regt, da ist SEO nicht weit. Unternehmen dürften also den Kanal Twitter immer näher kommen sehen auf ihrem Radar und wir sind gespannt auf die Entwicklung, die Twitter in Deutschland nehmen wird.

Autor:

Axel Scheuering

Axel Scheuering ist Geschäftsführer der eology GmbH. Er studierte Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt E-Commerce und belegte während des Studiums bei der Google Online Marketing Challenge 2009 den 2. Platz unter den Final 15 weltweit wofür er mit dem Marketingpreis Mainfranken ausgezeichnet wurde. Axel Scheuering ist als "Google Analytics Qualified Individual" von Google zertifiziert.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.